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Zu späte oder keine Gehaltszahlung, was tun?

| 28.02.2008 19:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrter Herr Anwalt/ Frau Anwältin

ich habe nun schon das zweite mal in Folge eine Firma erwischt die es mit den Gehaltszahlungen für Mitarbeiter nicht so genau nimmt.
Ich mache das Büro der Firma, und eigentlich auch die Überweisungen, aber mein Chef ändert ständig die Terminüberweisungen, so auch diese für die Gehälter der Mitarbeiter.
Anfang Februar musste ich schon bis zum 5 des Monats auf mein Gehalt warten, sämtliche Rücklastschriften in kauf nehmen.
Ich habe zu dem erst im Januar diesn Jahres in der Firma angefangen. Nun steht wieder einmal die Gehaltszahlungen ins Haus, laut Vertrag soll ich zum 1. eines Monats mein Gehalt bekommen,
als ich aber heute auf das Firmenkonto sah, erschrack ich, denn es ging keine Gehaltszahlung an mich raus!
Alle anderen Mitarbeiter die zum 14. laut Vertrag Geld bekommen sollten, bekommen es auch erst in der nächsten Woche.
Wie soll ich mich verhalten?
Ich habe zwei kleine Kinder zu versorgen, zu dem komme ich ohne meine Monatskarte nicht in die Firma, kann mir also keine kaufen wenn ich kein Gehalt bekomme.
Mein Lebensgefährte meinte ich solle meinem Chef sagen das ich erst wieder in die Firma komme wenn ich Gehalt bekommen habe,
aber das wäre dann ja auch ein Vertragsbruch oder?

Ich habe beim Arbeitsamt schon nachgefragt ob ich da dann Geld beantragen kann falls er nicht zahnlt. Die wollen das aber von meinem Chef dann in schriftlicher Form das er mich nicht bezahlen kann, und das wird er auch nicht tun.

Ich steh in der Zwickmühle und komme weder vor noch zurück.

Bitte geben Sie mir einen Rat was ich nun tun kann.

Lieben Gruß

Sehr geehrter Ratsuchender,

für ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

Da die Gehaltsfälligkeit zum 1. eines Monats sowohl vertraglich wie auch gesetzlich festgeschrieben ist, gerät der Arbeitgeber mit Ablauf des 1. automatisch in Verzug.

Sie können demnach ab diesem Zeitpunkt die Schäden ersetzt verlangen, die Ihnen durch die verspätete Gehaltszahlung entstehen, etwa weil Sie zur Überbrückung ein Darlehen aufnehmen.

Darüber hinaus können Sie Verzugszinsen in Höhe von 5 % Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (derzeit also 8,32 %) für den Verzugszeitraum verlangen.

Sie sollten die Zinsen vom 1. des Monats bis zum Tag der Gehaltsüberweisung berechnen (z.B. hier http://www.basiszinssatz.de/zinsrechner/) und dem Arbeitgeber in Rechnung stellen, um ihn so zur zukünftigen pünktlichen Gehaltszahlung zu bewegen.

Sofern die verspätete Lohnzahlung wiederholt vorgekommen ist, können Sie ein Zurückbehaltungsrecht an Ihrer Arbeitskraft geltend machen. Sie können demnach die Arbeit solange verweigern, bis der Arbeitgeber den Lohn auszahlt.

Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Ein Zurückbehaltungsrecht besteht dann nicht, wenn

- der Lohnrückstand verhältnismäßig geringfügig ist,
- nur eine kurzfristige Verzögerung der Lohnzahlung zu erwarten ist,
- dem Arbeitgeber ein unverhältnismäßig großer Schaden entstehen kann oder
- der Lohnanspruch auf andere Weise gesichert ist.

Bei wiederholter Verspätung steht Ihnen jedoch das Zurückbehaltungsrecht zu, da der Arbeitgeber auf andere Weise kaum zur rechtzeitigen Zahlung zu bewegen ist.

Sollte der Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum (etwa 15 Tage) den Lohn nicht auszahlen, empfiehlt sich zudem, ein gerichtliches Mahnverfahren gegen den Arbeitgeber durchzuführen.

Hierzu sollten Sie sich dann aber anwaltlicher Hilfe bedienen. Die Kosten hierfür hätte im Verzugsfall ebenfalls der Arbeitgeber zu tragen.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehender Beantwortung einen ersten Überblick verschafft zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Erfolg.

Ich weise Sie darauf hin, dass das Hinzufügen- oder Weglassen von Sachverhaltsdetails zu einer völlig anderen rechtlichen Bewertung führen kann.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -


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