Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zu schnell gefahren - andere Person angegeben - persönlich Vorladung erhalten


| 09.12.2014 09:15 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel



Guten morgen,
im bin Ende Oktober 2014 an zwei unterschiedlichen Tagen (an der gleichen Stelle) auf einer dreispurigen Autobahn geblitzt worden.
Das erste mal mit 103 km/h (erlaubt 80).
Das zweite mal mit 101 km/h (erlaubt 80, da es die gleiche Stelle war, ich habe aber keinen Blitz gesehen).

Anfang November erhielt ich ein Schreiben, in dem ich Angaben zum Fahrzeugführer machen musste.
Ich(36 Jahre) habe meinen Vater (61 Jahre) mitsamt seiner Adresse im Ausland bei beiden Verstößen angegeben.

Letzte Woche erhielt ich ein weiteres Schreiben von meiner städtischen Polizeistelle, ich möge eine Kopie des Ausweises der Fahrzeugführers (also meines Vaters) zusenden und persönlich im Polizeiamt erscheinen.
Bei Zusendung per Email entfällt die Vorladung.

Dieses Wochenende habe ich die Kopie des Personalausweises (aus dem geht die Adresse im Ausland auch hervor) per Email gesendet.
Die entsprechende Polizeoberkommissarin hat mir freundliche per Email geantwortet " ...Auf dem hier vorliegendem Beweisfoto ist der Fahrzeugführer nicht über 60 Jahre alt. Das Beweisfoto kann eingesehen werden. Ich bitte sie , doch hier persönlich zu erscheinen, um den Fahrer zu benennen..."

Meine Idee:
Ich denke es macht keinen Sinn, immer noch zu behaupten jemand anderes wäre der Fahrer.
Erst recht nicht wenn ich persönlich vorgeladen werde und sie das Beweisfoto neben mein Gesicht hält.
Daher würde ich auf "tut mir leid, es war ein Versehen. Habe im Stress den falschen Fahrzeugführer angegebenen" den Verstoß zugeben und auf eine "milde" Strafe hoffen.

Meine Frage:
Gibt es hier eine "bessere" Strategie (ein Verfahren möchte ich vermeiden) oder kann ich irgendwie die Aussage verweigern oder habe ich noch andere Möglichkeiten die mir gerade nicht einfallen?

Vielen Dank im voraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen als Beschuldigter grundsätzlich keien Angaben zur Sache machen. Dies kann auch nicht negativ zu Ihren Lasten ausgelegt werden.

Grundsätzlich gilt:
In Deutschland darf wegen eines Verkehrsverstoßes nur der Fahrer zur Verantwortung gezogen werden, der den Verstoß selbst begangen hat. Wurde der Verkehrssünder nicht direkt vor Ort von der Polizei angehalten und seiner Personalien festgestellt, muss die Bußgeldstelle daher erst den Fahrer ermitteln. Sie muss in der Regel nach drei Monaten abgeschlossen sein, da für die Behörde sonst der Eintritt der Verfolgungsverjährung droht. Der Zeugenfragebogen unterbricht diese relativ kurze Verjährungsfrist nicht.

ABER:
Wenn es der Behörde wegen fehlender Mitwirkung des Fahrzeughalters nicht gelingen sollte, die Person des Fahrzeugführers rechtzeitig festzustellen, droht immer das Risiko einer anschließenden Fahrtenbuchauflage gem. § 31 a StVZO.

"Mitwirken" bei der Ermittlung des Fahrers müssen Sie also nicht. Ich rate Ihnen, gegenüber der Poliezi zu äußern, dass Ihnen nur Ihr Vater als Fahrer in dem genannten Zeitraum in den Sinn kommt bzw. kam. Sollte die Person auf dem Bild mit Ihrem Vater nicht vereinbar sein, dann tue es Ihnen leid, aber andere Personen fallen Ihnen nicht ein. Im Übrigen würden Sie sich des Weiteren auf Ihr Aussageverweigerungsrecht berufen und keine weiteren Angaben zur Sache machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2014 | 12:25

Vielen Dank Herr Wendel.

Ist es nicht "einfacher" sich direkt auf das Aussageverweigerungsrecht (ohne eine vorherige Äußerung über den möglichen Fahrer)zu berufen als sich noch weiter in den "Schlamassel" zu begeben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2014 | 12:36

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage,

so können Sie auch reagieren. Von einem "Schlamassel" brauchen Sie jedoch nicht zu sprechen, da Ihnen (zumindest) eine strafbares Verhalten nicht vorgeworfen werden kann.

Bewertung des Fragestellers 11.12.2014 | 08:02


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Alles sehr präzise"
FRAGESTELLER 11.12.2014 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER