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Zu hohe Anwaltsrechnung bei fristloser Kündigung?!


20.06.2005 12:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einiger Zeit ist mir eine berechtigte fristlose Kündigung meiner Wohung aufgrund eines Mietrückstandes zugegangen. Da ich den Mietrückstand innerhalb der bestehenden Fristen komplett ausgleichen konnte, wurde die fristlose Kündigung entsprechend unwirksam.

Der von meinem Vermieter beauftragte Rechtsanwalt hat nun in seiner Rechnung einen Streitwert von 2500 Euro festgelegt und kommt auf einen Betrag von über 300 Euro den er mir für das Schreiben der fristlosen Kündigung in Rechnung stellt. Da sich die komplette Forderung aus der fristlosen Kündigung nur auf 1200 Euro belaufen hat und seitdem auch keine Forderungen gegen mich mehr entstanden sind, stellen sich mir zwei Fragen:

a. Muss ich den Anwalt meines Vermieters bezahlen und
b. Ist der Streitwert und somit der Rechnungsbetrag nicht zu hoch angesetzt?

Besten Dank für Ihre Hilfe
Sehr geehrter Ratsuchender,

zur Tragung der Anwaltskosten sind Sie nach § 280 BGB verpflichtet. Durch Ihren Zahlungsverzug haben Sie Ihre Hauptpflicht aus dem Mietvertrag verletzt. Daher haben Sie die Rechtsverfolgungskosten Ihres Vermieters zu tragen, da die notwendigen Rechtsverfolgungskosten als Schaden anzusehen sind, die dem Vermieter aus Ihrer Pflichtverletzung entstanden sind.

Was die Höhe des Streitwerts angeht, so leitet die herrschende Meinung in Rechtsprechung und Literatur diesen aus § 41 GKG (Gerichtskostengesetzt) ab. Hiernach beträgt der Streitwert regelmäßig 12 Monatsmieten. Solange dies in der Honorarrechnung des Anwaltes eingehalten wurde, können Sie daran nicht wackeln.

Ich kenne zwar Ihre Miete nicht, eine Jahresmiete von 2.500 EUR erscheint mir aber recht gering, so dass es durchaus möglich erscheint, dass der Anwalt sogar weniger angesetzt hat. In diesem Falle wären Sie noch recht preiswert davongekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. LAuer
Rechtsanwalt
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