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Zivilrechtlicher Schaden schon vor Gerichtsverhandlung zahlen? §308 StGB

28.07.2018 17:46 |
Preis: 48,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo
Habe am 31.12.17 kurz vor 24Uhr mit einem selbstgebauten böller(freiverkäufliche bestandteile) ein Buswartehäuschen beschädigt. Dieses wurde daraufhin abgerissen und es wird ein neues errichten. Im ermittlungsverfahren habe ich die Tat gestanden und mich bei der Stadtverwaltung für diese dumme Tat entschuldigt.
Ab diesen punkt stand ich mit der Stadtverwaltung in verbindung um die Schadensregulierung zu klären.
Kosten neubau Buswartehäuschen: 13000€
Kosten Abriss und entsorgung: 3000€
Summe:16000€
Ich habe der stadtverwaltung mitgeteilt das ich versuchen werde 50% der kosten bis Ende 2018 zu zahlen und den Rest monatlich mit einer rate von 150€ zu zahlen.
Heute habe ich einen Brief bekommen das sie mein Angebot nicht annehmen und ich bis 30.09.18 eine Einmalzahlung von 8000€ und ab den 01.10.18 eine monatliche rate von 336€ zahlen soll.(bis dato noch kein Gerichtsurteil)
Mein Nettoverdienst liegt bei 1300€, ledig, keine Kinder
Die Gerichtsversammlung findet am 26.11.18 statt.
In der Anklageschrift steht zum Schaden nur die 13000€.
Jetzt zu meiner Frage.
Sollte ich jetzt schon mit einer Ratenzahlung beginnen oder sollte ich das Urteil abwarten?
Muss ich eventuell nur die 13000€ zahlen und die Abriss kosten muss die Stadt tragen?
Wäre sehr dankbar für eure Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
28.07.2018 | 18:56

Antwort

von


(20)
Hinter der Lieth 15
22529 Hamburg
Tel: 040/69794509
Web: http://www.rechtsanwaeltin-thiele.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal handelt es sich bei dem Straf- und dem Zivilverfahren um völlig unterschiedliche Verfahren ,die überhaupt nichts miteinander zu tun haben.

Im zivilrechtlichen Verfahren nimmt die Stadtverwaltung Sie auf Zahlung von Schadensersatz wegen des zerstörten Buswartehäuschens in Anspruch

Das Strafverfahren, in dem der Hauptverhandlungstermin für den 26.11.2018 anberaumt ist setzt den Strafanspruch des Staates durch. Dort werden bestimmte Verhaltensweisen, die verboten sind mit einer Rechtsfolge /Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet, siehe hierzu § 308 StGB.

Dies vorausgeschickt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Frage: Sollte ich jetzt schon mit einer Ratenzahlung beginnen oder sollte ich das Urteil abwarten?
Sofern der Anspruch dem Grunde und der Höhe nach zutreffend ist, was ich ohne Unterlagen nicht abschließend prüfen kann , ist der Beginn einer Ratenzahlung durchaus sinnvoll.
Dies wirkt sich nämlich für Sie positiv bei der Strafzumessung aus, § 46 Abs.2 StGB. Danach wird u.a. strafmildernd berücksichtigt, das Verhalten nach der Tat, besonders das Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen, sowie das Bemühen des Täters, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen daher dringend im eigenen Interesse mit einer Ratenzahlung zu beginnen

2. Frage: Muss ich eventuell nur die 13000€ zahlen und die Abriss kosten muss die Stadt tragen?
Nein, in der Anklageschrift wird nur ein ca. Betrag genannt. Dieser dient lediglich dazu das Tatbestandsmerkmal des § 308 Abs.1 StGB von bedeutendem Wert zu definieren.Es wird über die Höhe des Anspruches im Strafprozess überhaupt nicht entschieden. Es geht hier nur um das Strafbedürfnis des Staates. Sie werden dort zu einer Geld oder wahrscheinlich sogar Freiheitsstrafe verurteilt werden. Die dort verhängte Strafe, sofern dies noch eine Geldstrafe sein sollte, erhält die Staatskasse und nicht die Stadtwerke. Wie Eingangs ausgeführt, handelt es sich bei dem Straf- und dem Zivilverfahren um völlig unterschiedliche Verfahren ,die überhaupt nichts miteinander zu tun haben.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Camilla Joyce Thiele


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