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Zivildienst unterbrechen wegen Auslandaufenthalt


23.10.2007 23:10 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Hallo zusammen,

folgende Problematik:

Meine Tochter ist seit 34 Wochen in Neuseeland für voraussichtlich ein halbes Jahr. Sie hat nach 3 Wochen gesundheitliche Probleme und möchte mittlerweile abbrechen.

Ich glaube sie hat heimweh (mehr zu ihrem Freund als zu uns als Eltern)... aber sie packt das eben psychisch nicht. Sie war bereits im Krankenhaus weil sie zusammengeklappt ist usw...

Ihr Freund macht gerade Zivi. Ich würde ihm das Ticket etc. sponsorn damit er vor Ort sich um sie kümmern kann und ev. nach 4-6 Wochen zurück kommt...

Frage: kann er seien Zivi unterbrechen und dieser Zeit hinten anhängen, was gibt es für ihne eine Chance, dass er gehen kann ohne mit den Behörden Schwierigkeiten zu bekommen....


Danke für ein Statement
Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Hier stehen dem Freund Ihrer Tochter zwei Optionen zur Verfügung. Er könnte für einen solchen Auslandsaufenthalt seinen gesamten Erholungsurlaub nehmen.
Sollte ihm dies nicht möglich sein, könnte er noch Sonderurlaub unter Wegfall der Geld- und Sachbezüge beantragen.
Einem Dienstleistenden kann aus wichtigem Grund Urlaub unter Wegfall der Geld- und Sachbezüge nur gewährt werden, wenn die Nichtgewährung des Urlaubs für ihn wegen persönlicher, insbesondere häuslicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Gründe eine besondere Härte bedeuten würde und dienstliche Gründe nicht entgegenstehen. Sonderurlaub kann dem Dienstleistenden also für die Behebung oder Milderung von besonderen persönlichen Härten von vorübergehender Dauer gewährt werden.
Anträge eines Dienstleistenden sind auf dem Dienstweg zur Entscheidung vorzulegen. Dem Antrag ist eine Stellungnahme der Dienststelle beizufügen, aus der entnommen werden kann, ob der beantragten Beurlaubung dienstliche Belange entgegenstehen. Sonderurlaubsanträge für einen Zeitraum bis zu 31 Kalendertagen sind der Verwaltungsstelle, für einen Zeitraum über 31 Kalendertage dem BAZ über die Verwaltungsstelle mit einer Stellungnahme zur Entscheidung vorzulegen.

Ob allerdings in Ihrem Fall ein Sonderurlaub gewährt wird, ist allerdings Ermessenssache der Verwaltungsstelle, dies erscheint mir hier aber doch fraglich.
Der Dienstleistende hat die Zeit des Urlaubs nachzudienen, die drei Monate übersteigt.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


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