Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zitate Urheberrecht


05.09.2007 22:55 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Ich möchte ein Buch schreiben und verwende in jedem Kapitel mehrere Zitate von berühmten Persönlichkeiten.

Nun würde mich interessieren, ob es rechtlich einwandfrei ist, wenn ich folgendes (fiktives)Zitat so in meinem Buch aufführe:

"Denke daran: Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten" Henry Miller

oder muss ich auch die Quelle nennen, aus der ich dieses Zitat habe?

Apropos Quellenangaben: Kann ich ein Buch schreiben (Sachbuch) ohne Litaratur-und Quellenangaben zu machen?

Sehr geehrter Fragender,

sofern Sie - wie in Ihrem Beispiel - kurze wörtliche Zitate aus modernen Arbeiten verwenden, muss die genaue Quelle/Fundstelle angegeben werden. Dies bedeutet unter anderem, dass bei einem zitierten Buch auch die Seitenzahl anzugeben ist.

wörtliche Zitate sind immer so zu belegen:

Nachname, Name, Buchname, ggf. Erscheinungsdatum/Verlag, Seitenzahl.

Unter bestimmten Voraussetzung ist eine Verwendung fremder Zitate ohne Einholung der Zustimmung des Urhebers möglich, es gilt §51 UrhG. Diese sind jedoch, wie bereits erläutert, nach §63 UrhG genau zu kennzeichnen.

Ich würde daher so schreiben: Wie sagte schon Henry Miller in seinem Werk .... "..." (Fußnote S. xy, erschienen beim xh Verlag aus dem Jahr 2000). Das wäre dann nicht so steif wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit und alles vorhanden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter



Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2007 | 17:20

Ich habe das Material für mein Buch überwiegend aus Zeitungsartikeln und Internet-Homepages zusammengetragen. Gibt es bei den von mir gesammtelten Zeitungsartikeln (ganz überwiegend Interviews in Tages-Wochen-und Monatsschriften berühmter Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben ) eine Ausnahme nach § 48 und $ 49 UrhG, die es mir erlauben, auf diese Artikel zurückzugreifen, ohne das Urheberrecht beachten zu müssen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2007 | 21:42

Nein, die Quellenangabe nach §63 UrhG ist stets zu beachten, auch wenn durch §49 (§48 dürfte bei Ihnen nicht greifen), die Pressefreiheit gewährleistet werden soll, so ist doch stets zu beachten, dass die Rechtsprechung, insbesondere OLG Hamburg, BGH u.a. die §§48f stets als Ausnahme sehen und die Schranken daher nur begrenzt sieht. Zudem ist auch strittig, ab wann der Journalist bereits Ansprüche als Urheber hat.

Um Schwierigkeiten zu vermeiden geben sie bitte die Quelle an - die meisten Artikel sind ohnehin auch gesondert gekennzeichnet (Auszüge/Vervielfältigungen verboten....)

Ich hoffe, Ihnen nunmehr weitergeholfen zu haben.


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER