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Zinsloses Darlehen geht in Erbmasse - Es ist aber kein Vermögen mehr da


21.12.2017 17:21 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zinsloses Darlehen geht in Erbmasse - Es ist aber kein vermögen mehr da

Mein Vater, Witwer, Vater von zwei Kindern, ist gestorben und hatte zum Todeszeitpunkt fast kein Vermögen mehr.
Ich habe vor über 10 Jahren eine Quittung unterschrieben über ein zinsloses Darlehen von 40.000 Euro. "Zurückzuzahlen bei dringendem Bedarf" und im "Todesfall geht es in die Erbmasse".
Liegt hier nun Mehrempfang durch eine Schenkung vor, wobei die Miterben nicht auszubezahlen wären -
oder muß ein gewisser Pflichtteil an das zweite Kind des Erblassers - evtl. mit sofortiger Kreditaufnahme - gezahlt werden?
Muss die Quittung im Nachlassverzeichnis als ausstehende Schulden des Erblassers angegeben werden?
21.12.2017 | 18:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

So wie ich Ihre Frage verstehe, hat der Erblasser Ihnen vor über 10 Jahren ein zinsloses Darlehen gewährt. Dieses Darlehen wurde nie zurück gezahlt. Dass es sich nicht um eine Schenkung handelt, folgt schon daraus, dass eine Regelung für den Todesfall getroffen wurde.
Das Darlehen muss von den Erben fällig gestellt werden. Das heißt die Erbengemeinschaft (Sie und der Miterbe) müssen den Darlehensnehmer zur Rückzahlung auffordern. Weigern Sie sich, sich selbst zur Rückzahlung aufzufordern kann Ihre Zustimmung vom Gericht ersetzt werden.
Die auszuzahlenden 40.000 € werden anschließend unter den Erben gemäß der Erbquote verteilt. Wenn kein Testament vorhanden ist, Erben Sie und das andere Kind zu gleichen Teilen. Jeder erhält somit von Ihnen 20.000 €. (Unterm Strich müssen Sie also dem anderen Erben 20.000 € ausbezahlen.

Die ausstehende Forderung ist ins Nachlassverzeichnis aufzunehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2017 | 19:38

Es wurde ausdrücklich formuliert: nur "bei dringendem Bedarf zurückzuzahlen" - die Anrechnung auf die Erbmasse war für den Fall gedacht, dass ein Vermögen aufzuteilen wäre, wobei die Summe von meinem Anteil hätte abgezogen werden sollen. Nachdem am Schluß rauskam, dass das Vermögen in den Jahren aufgebraucht war, habe ich nun schon für die Beerdigung einen Kredit aufgenommen (eben weil ich in den Zuwendungen wohl mehr bekommen habe). Wenn die Summe nun tatsächlich auszubezahlen ist, war eben noch meine Frage, in welchem Zeitraum ich sie aufbringen müsste.

Vielen Dank schon mal für Ihre schnelle Antwort und ein frohes Weihnachtsfest

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2017 | 20:03

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage.

Was tatsächlich vereinbart werden sollte (Schenkung, die nur im Bedarfsfall zurück gefordert werden kann) wird sehr schwer zu beweisen sein. Sie erkennen dies schon daran, dass auch ich den Wortlaut anders verstanden habe. Liegen Ihnen keine weiteren Beweise vor, werden Sie mit Ihrer Ansicht im Streitfall keinen Erfolg haben. (Vielleicht ist der Miterbe aber bereit Ihnen zu glauben, Sie sollten die Situation auf jeden Fall ansprechen).

Wird der Darlehensvertrag gekündigt, ist er sofort zur Zahlung fällig. Der Kündigende kann dem Verpflichteten aber eine Zahlungsfrist oder auch eine Ratenzahlung anbieten.

Sollten Sie weitere Nachfragen haben, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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