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Zimmermädchen

| 14.03.2014 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


15:10

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

eine Dame arbeitet als Halbtagskraft (Zimmermädchen) in einem Hotel.
Ihr Bruttoeinkommen beträgt 900€ bei 24 vertraglich vereinbarten Wochenstunden.
Wöchentlich arbeitet sie 3 Tage.

Tatsächlich arbeitet sie ca 30 Std/Woche. Eine Überstundenbezahlung ist vertraglich
nicht vorgesehen und ein "abfeiern" nicht möglich.
Desweiteren werden ihr 15 Urlaubstage/ Jahr zugestanden. Da aber jeder Urlaubstag
nur mit 6 Std verrechnet wird (weil Halbtagskraft), anstatt mit den tatsächlich mind. 8 Std,
ergibt es sich, dass der Arbeitgeber die Arbeitswoche mit 4 Tage mal 6 Stunden berechnet.
De facto aber eine 3 mal 8 Std (Minimum!) Woche vorliegt.
Also werden aus 15 Urlaubstagen keine 5 Wochen, sondern weniger als 4.
Außerdem gilt es als üblich, dass der Arbeitsvertrag jährlich erneuert wird .
Bei einer Kollegin wohl schon zum 3. mal !

Meine Frage : Inwieweit ist das rechtens ?

14.03.2014 | 15:41

Antwort

von


(1059)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen bwantworte ich wie folgt:


Inwieweit ist das rechtens ?:

1.
Eine Überstundenbezahlung ist vertraglich
nicht vorgesehen und ein "abfeiern" nicht möglich.

Da 24 Wochenstunden vertraglich vereinbart sind und es wohl auch keine (zulässige) Abgeltungsklausel für Mehrarbeit gibt, sind die sechs Stunden mehr pro Woche grundsätzlich extra zu vergüten. Hier sollte aber nach einer Regelung im Arbeitsvertrtag gesehen werden.

2.
Also werden aus 15 Urlaubstagen keine 5 Wochen, sondern weniger als 4.

Das ist nicht rechtens.

Wenn vertraglich nichts regelt ist, steht dem Zimmermädchen nach § 3 BUrlG: Dauer des Urlaubs Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) vier Wochen Urlaub zu, d.h. 24 Tage bei einer 6-Tage-Woche und damit 12 Tage bei einer 3-Tage-Woche:

Sie geben 15 Urlaubstage an.

Entscheidend sind die tatsächlich geschuldeteten Arbeitstage pro Woche. Wenn das Zimmermädchen regelmäßig an drei Tagen pro Woche arbeiten muss, stehen ihr fünf Wochen Urlaub zu.

Urlaub ist die Freistellung von der Arbeitspflicht. An Tagen, an denen frei ist, kann kein Urlaub gewährt werden.

3.
Außerdem gilt es als üblich, dass der Arbeitsvertrag jährlich erneuert wird.

Soweit kein befristeter Arbeitsvertrag vorliegt, ist die jährliche "Erneuerung" nicht rechtens.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16.03.2014 | 14:42

Sehr geehrter Herr Eichhorn,

beim Nachsehen im Arbeitsvertrag, ist zu finden :

Mit der Vergütung ist etwaige Mehr- oder Überarbeit abgegolten.
+
Die 24 Std sind im Rahmen einer 5 Tage Woche zu leisten.

Eine Frage noch zum Schluss......

Wie oft hintereinander darf denn ein befristeter Arbeitsvertrag ausgestellt werden ?

Vielen Dank vorab !!!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.03.2014 | 15:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

gemäß § 14 TzBfG: Zulässigkeit der Befristung , 1. und 2. Halbsatz Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist eine Befristung ohne sachlichen Grund nur bis maximal zwei Jahre, innerhalb diese Zeitraums höchstens drei Verlängerungen, möglich.

Da es aber bereits einen Vertrag über ein Jahr gab, ist jede weitere Befristung durch einen neuen Vertrag unzulässig (§ 14 TzBfG: Zulässigkeit der Befristung ). Denn eine bloße Verlängerung eines befristeten Vertrages liegt - wegen des jährlichen Neuabschlusses - nicht vor.

Das Arbeitsverhältnis gilt als auf unbestimmte Zeit geschlossen (§ 16 TzBfG: Folgen unwirksamer Befristung ).

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt



Bewertung des Fragestellers 16.03.2014 | 14:25

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Gute Arbeit !!!
Meine Fragen hätte ICH allerdings genauer stellen müssen..

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