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Zimmer in selbstgenutzter Eigentumswohnung vermieten

| 11.02.2019 19:25 |
Preis: 38,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich bewohne eine ca. 99qm große Eigentumswohnung.
Die Wohnung besteht aus: 13qm (mein) Schlafzimmer, 17qm (zu vermietendes Zimmer), Wohnzimmer und KDB.
Nun spiele ich mit dem Gedanken ein Zimmer (17qm) als WG-Zimmer zu vermieten. Die übrigens Räume, bis auf mein eigenes Schlafzimmer, sollen auch von dem Mieter genutzt werden können.
Natürlich möchte ich keinen "normalen" Wohnraummietvertrag verwenden, aber auch eine Untermietvertrag (in abgeänderter Form) scheint nicht das Mittel der Wahl.

Was gibt es bei Erstellung (bzw. umformulierung eines bestehenden) Mietvertrages zu beachten?
Welchen Einfluss hat
- ob das Zimmer möbliert oder unmöbliert
- unbefristet oder befristet
vermietet wird - insbesondere auf die Kündigungmöglichkeit, - frist seitens des Vermieters?

Ich möchte vermeiden, dass der Mieter den sonst üblichen besonderen Kündigungsschutz (Kündgung nur aus besonderem Grund oder Eigenbedarf) fällt.
Wenn sich dies nicht vermeiden lässt: Würde als Grund für den Eigenbedarf auch die geplante Einrichtung eines Arbeitszimmers genügen?
Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gemäß der Frageformulierung gehe ich davon aus, dass Sie Eigentümer der Wohnung sind.
Hinsichtlich der Kündigungsfrist müssen die üblichen gesetzlichen Fristen nicht zwingend gelten. In $ 573c Abs. 2 BGB würde bei einem zum vorübergehenden Gebrauch überlassenen Zimmers, welches im Idealfall möbiliert ist, eine zweiwöchige Kündigungsfrist vereinbart werden können. Dabei sollte das Zimmer nicht an eine Familie oder Person vermietet werden, mit der ggf ein gemeinsamer Haushalt bestehen könnte. Beim vorübergehenden Gebrauch sollte vertraglich festgelegt werden, dass der Gebrauch aus bestimmten Grund ein Jahr überschreiten kann und deshalb abgeschlossen worden ist. Sollte das Zimmer unmöbiliert vermietet werden, kann diese Frist vertraglich vereinbart werden. Die zweiwöchige Kündigungsfrist würde grundsätzlich für beide Seiten gelten. Im übrigen kann die Nutzung ( auch der übrigen Räume) entsprechend vertraglich geregelt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2019 | 20:15

Sehr geehrter Herr Winkler,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Beantwortung meiner Frage.
Ja, ich bin Eigentümer der Wohnung.

Zu folgendem Satz habe ich eine Rückfragen:
"...Dabei sollte das Zimmer nicht an eine Familie oder Person vermietet werden, mit der ggf ein gemeinsamer Haushalt bestehen könnte...."
Wann müsste davon ausgegangen werden? Ich würde das Zimmer an eine/m Studen/in vermieten. Da besteht keinerlei Verwandschafts- oder sonstiges Verhältnis.

Diesen Satz verstehe ich nicht (ich bitte um Erläuterung):
"...Beim vorübergehenden Gebrauch sollte vertraglich festgelegt werden, dass der Gebrauch aus bestimmten Grund ein Jahr überschreiten kann und deshalb abgeschlossen worden ist."
(Wenn beantwortung möglich)Wie kann man dies in einem Mietvertrag deutlich machen?

"...Sollte das Zimmer unmöbiliert vermietet werden, kann diese Frist vertraglich vereinbart werden...."
Ist es also für mich als Vermieter "besser" das Zimmer unmöbliert zu vermieten, weil ich dann in jedem Fall die 14 Tägige Kündgungsfrist eintragen kann?


Für die Beantwortung der Verständnisfragen danke ich Ihnen bereits im Voraus und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2019 | 20:33

Zur Klärung Ihrer Nachfragen gerne folgende Ausführungen:
Bei Nichtbestehen eines entspr Verwandtschaftsverhältnisses etc ist die Kündigungsfrist des 573c BGB grundsätzlich unproblematisch anzuwenden, wenn die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Bei dem "vorübergehenden Gebrauch" möchte der Gesetzgeber sicher gehen, dass langfristige Mietverhältnisse nicht einfach mit dieser kurzen Kündigungsfrist gestaltet werden können. Daher sollte Grund angegeben werden, aus dem ersichtlich wird, dass das Mietverhältnis auch über ein Jahr hinaus gehen kann, z.B. Warten auf die Fertigstellung eines Hauses o.ä.
Die Frist greift bei möbiliertem Zimmer gem der Regelung in Abs. 3 der Vorschrift bereits per Gesetzesvorschrift. Andernfalls kann die Frist grds vertraglich vereinbart werden. Idealerweise würde das Zimmer also möbiliert vermietet werden. Diese gesetzl Regelung würde aber eben dann nicht gelten, wenn an Familienangehörige oder Lebenspartner vermietet werden würde.

In der Hoffnung, Ihre Nachfragen vollständig beantwortet zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

Bewertung des Fragestellers 16.02.2019 | 19:47

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"Leider scheint der Anwalt zwei Paragraphen zusammen geworfen zu haben. Paragraph 573c Abs 2 regelt tatsächlich vorübergehende Mietverhältnisse. Hier relevant erscheint aber eher 549 Abs 2 Nr 2. Diesen Paragraphen scheint der Anwalt in seine Antwort noch eingearbeitet zu haben (Stichwort: Familie und Personen im gemeinsamen Haushalt), aber leider mit falscher Bezugnahme auf vorübergehende Mietverhältnisse. "