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27.01.2009 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich bitte um kurze Bewertung des nachstehenden Zeugnis und Hinweise auf evt. Verbesserungsmöglichkeiten durch einen FA f. Arbeitsrecht:
#####################################
xxxxx trat am xxxxxx bei xxxxxx als xxxxxx im Bereich xxxxx ein.
Mit Wirkung xxxxxxxxxxx wurde ihm die Position des xxxxx übertragen.
Am xxxxxxx ging sein Anstellungsverhältnis gem. § 613 a BGB auf xxxxxxx über.

Zu dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich von xxxxx gehören im Einzelnen
insbesondere folgende Tätigkeiten:
- abc
- def
- ghi
- jkl
Schon nach kurzer Einarbeitungszeit konnte xxxx aufgrund seiner hervorragenden
Fachkenntnisse mit schwierigen Aufgaben betraut werden.
Besonders hervorzuheben sind seine sehr guten Leistungen bei der Verantwortung
folgender Projekte:
- abc
- xyz
xxxxx zeigt ein gutes Engagement und ist bereit, auch zusätzlich anfallende Aufgaben zu übernehmen. Er zeichnet sich jederzeit durch eine schnelle Auffassungsgabe und überdurchschnittliche Sorgfalt und Genauigkeit aus. xxxx arbeitet sich jederzeit schnell
und erfolgreich in neue Aufgaben ein und überzeugt durch die Fähigkeit, komplexe und diffizile Sachverhalte rasch zu erfassen, zu analysieren sowie praktikable Lösungen zu entwickeln und zu realisieren. Auch in schwierigen Situationen kann man sich sehr gut auf ihn verlassen. Er arbeitet außerdem sehr zielstrebig, umsichtig und termingerecht.
xxxxx verfügt über ein sehr gutes, breit gefächertes Fachwissen und eine langjährige Berufserfahrung, das er jederzeit erfolgreich einsetzt. Aufgrund seiner hohen fachlichen Kompetenz ist xxxx bei Vorgesetzten und Kollegen stets anerkannt und beliebt. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist jederzeit einwandfrei.
Durch seine selbstständige und zügige Arbeitsweise erzielt er immer gute Arbeitsergebnisse.
Zusammenfassend bestätigen wir xxxxx, dass wir mit seinen Leistungen stets sehr zufrieden sind und er für uns ein äußerst wertvoller Mitarbeiter ist.
xxxxxx erhält das Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für seine stets
gute Mitarbeit und freuen uns auf die Fortsetzung der bewährt guten Zusammenarbeit.
Eingrenzung vom Fragesteller
27.01.2009 | 11:44

Sehr geehrter Ratsuchender,

das obenstehende Zeugnis bewerte ich in Anbetracht des von Ihnen ausgelobten Betrags wie folgt:

Hierbei handelt es sich um ein sog. qualifiziertes Zwischenzeugnis, welches zusätzlich zu Nachnamen, Vornamen, Beruf und Titel des Beschäftigten und Art und Dauer Ihres Arbeitsverhältnisses (Inhalt eines einfachen Zwischeneugnisses ) noch Angaben über die Leistung und die Führung des Beschäftigten, also Ihre Arbeitsleistung und Ihre Führung (d.h. Ihr Verhalten im Arbeitsverhältnis) bei Ihrem Arbeitgdeber enthält. Hier ist zu beachten, dass beide Beurteilungen aufgenommen werden, also sowohl die der Leistung als auch die der Führung.

Ich gehe davon aus, dass der von Ihnen vorbereitete Entwurf
die Überschrift "Zwischenzeugnis" trägt, um es von einem bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgestellten Zeugnisses deutlich abzugrenzen.

Dann sollte sich eine Einleitung anschließen, in der Ihre persönlichen Daten einschließlich Ihres Beginns bei Ihrem Arbeitgeber enthalten sind, insoweit bedarf Ihr Entwurf der Ergänzung hinsichtlich Ihrer persönlichen Daten. Der Abschnitt "xxx trat am ... bis ... ging sein Angestellungsverhältnis gem. § 613a BGB auf xxx über." kann meines Erachtens so stehen bleiben.

Dann sollte eine Beschreibung der von Ihnen bei Ihrem Arbeitgeber ausgeübten Tätigkeit, einschließlich Ihres beruflichen Werdegangs folgen.
Diese ist im Präsens zu formulieren, soweit es sich um bereits abgeschlossene Vorgänge handelt, ist das Imperfekt zu verwenden, wenn Sie z.B. eine frühere Tätigkeit beschreiben, nachdem sich Ihr Aufgabenbereich geändert hat.

Zu Ihrem Entwurf: Sie beginnen zutreffend in der Gegenwartsform mit der Beschreibung Ihrer Tätigkeit mit der Formulierung "Zu dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich von ... gehören..." Auch die Aufzählung der einzelnen Tätigkeiten sollten Sie beibehalten.
Hinsichtlich Ihres beruflichen Werdegangs bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber bedarf Ihr Entwurf evtl. noch der Ergänzung.

Der mit "Schon nach kurzer Einarbeitungszeit..." beginnende und mit - abc
- xyz " endende Abschnitt kann so stehen gelassen werden.

Daran anschließen muss sich die Leistungsbeurteilung, einschließlich der zusammenfassenden Leistungsbeurteilung, d.h. Ihrer Fachkenntnisse, Ihrer Arbeitsqualität, Ihrer Initiative, Ihrem Fleiß, Ihrer Verantwortungsbereitschaft und Ihrer Durchsetzungsfähigkeit. Auch Verhandlungsgeschick und Ausdrucksfähigkeit gehören hierzu, wobei dies sich an Ihrer Tätigkeit orientieren muss. Nicht zu erwähnen sind Selbstverständlichkeiten. Insoweit sollten Sie die Formulierung"Durch seine sebständige und zügige Arbeitsweise..." nach oben zur Leistungbeurteilung setzen und nicht zur Beurteilung Ihres persönlichen Verhaltens.

Sollten Sie bei Ihrem Arbeitgeber eine Position als Führungskraft innehaben, schlösse sich nach der Leistungsbeurteilung
noch die Beurteilung Ihrer Führungsleistung an.

Dann kommt eine Beurteilung Ihres persönlichen, sozialen Verhaltens.
Die Formulierung "Aufgrund seiner hohen fachlichen Kompetenz ist xxx ...stets anerkannt und beliebt" ist meines Erachtens missglückt, da sie so verstanden werden kann, dass Sie nur deswegen anerkannt und beliebt sind, weil man nicht auf Ihre Kenntnisse verzichten kann, sie aber aufgrund Ihres sozialen Verhaltens möglicherweise nicht beliebt sind. Sie sollten Sie daher weglassen.
Den Satz "Sein Verhalten ggü Vorgesetzten und Kollegen...jederzeit einwandfrei" sollten Sie dagegen stehen lassen.

Der letzte Abschnitt Ihres Zwischenzeugnisses muss einen Passus enthalten, in dem dargelegt wird, welches der Anlass für die Erteilung des Zwischenzeugnisses ist. Insoweit sollten Sie den Entwurf ergänzen und meines Erachtens die Formulierung " xxx erhält das Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch" weglassen.
Der letzte Absatz kann auch einen besonderen Hinweis auf die besondere Qualifikation oder Wertschätzung des beurteilten Arbeitnehmers enthalten. Hier sollten Sie den Satz "
Zusammenfassend bestätigen wir xxxxx, dass wir mit seinen Leistungen stets sehr zufrieden sind .." dahingehend ändern, dass Sie die Leistungsbeurteilung weglassen, da sie zum vorherigen Abschnitt Leistungsbeurteilung gehört. Und stattdessen eine Formulierung wählen, in der Ihre besondere Qualifikation und die Wertschätzung von Vorgesetzten und Kollegen erwähnt wird wie z.B.:".. und er sich bei Vorgesetzten und Kollegen einer gleichermaßen hohen Wertschätzung erfreut. Und "Wir freuen uns auf die Fortsetzung der bewährt guten Zusammenarbeit." einfügen.


Die Passage "Wir danken ihm für seine stets gute Mitarbeit..." passt nicht in ein Zwischenzeugnis und sollte nur für ein Endzeugnis verwendet werden.

Dann folgen Ort und Datum der Erteilung des Zwischenzeugnisses und dann die Unterschrift des Arbeitgebers, d.h. der Geschäftsführung/ des Personalverantwortlichen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne insbesondere im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner

Nachfrage vom Fragesteller 27.01.2009 | 15:38

Sehr geeehrte Frau Mönner,
zunächst vielen Dank für die Ausführliche Erläuterung zur inhaltlichen Gestaltung. Noch wichtiger ist mir jedoch, die Bewertung der einzelnen Bestandteile. Es reicht, wenn Sie hier eine Einschätzung nach dem Schulnotensystems 1-6 vornehmen könnten.
Zur Info: Es ist korrekt, daß es sich um den Entwurf für ein Zwischenzeugnis handelt. Der Entwurf stammt allerdings nicht von mir, sondern wurde mir vom AG vorab zur Durchsicht zur Verfügung gestellt.

Ihre Aussage
"Der letzte Abschnitt Ihres Zwischenzeugnisses muss einen Passus enthalten, in dem dargelegt wird, welches der Anlass für die Erteilung des Zwischenzeugnisses ist. Insoweit sollten Sie den Entwurf ergänzen und meines Erachtens die Formulierung " xxx erhält das Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch" weglassen."
ist mir nicht ganz klar.
Der konkrete Anlass für die Ausstellung des Zeugnis durch den AG ist eben gerade der persönliche Wunsche des AN.
Welche Motivation den AN zu diesem Wunsch bewegt, muß ja der AG nicht wissen.

Vielen Dank für eine kurze Ergänzung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.01.2009 | 11:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne ergänze ich meine Antwort auf Ihre Nachfrage hin.

Dabei habe ich die einzelnen Abschnitte des Ihnen von Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Zwischenzeugnisentwurfs, wie von Ihnen gewünscht, wenn es möglich war, mit einer Schulnote versehen, damit Sie einschätzen können, welche "Note" Ihnen Ihr Arbeitgeber für die von Ihnen erbrachten Arbeitsleistungen und das soziale Verhalten am Arbeitsplatz gegeben hat.

Zum Entwurf:

xxxxx trat am xxxxxx bei xxxxxx als xxxxxx im Bereich xxxxx ein.
Mit Wirkung xxxxxxxxxxx wurde ihm die Position des xxxxx übertragen.
Am xxxxxxx ging sein Anstellungsverhältnis gem. § 613 a BGB auf xxxxxxx über.

Zu dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich von xxxxx gehören im Einzelnen
insbesondere folgende Tätigkeiten:
- abc
- def
- ghi
- jkl
Schon nach kurzer Einarbeitungszeit konnte xxxx aufgrund seiner hervorragenden
Fachkenntnisse mit schwierigen Aufgaben betraut werden.
Besonders hervorzuheben sind seine sehr guten Leistungen bei der Verantwortung
folgender Projekte:
- abc
- xyz

Bis hierher ist eine feste Zuordnung anhand üblicher Zeugnisformulierungen nicht möglich, die Bewertung bewegt sich aber meines Erachtens zwischen einem "sehr gut bis gut".

xxxxx zeigt ein gutes Engagement und ist bereit, auch zusätzlich anfallende Aufgaben zu übernehmen. Er zeichnet sich jederzeit durch eine schnelle Auffassungsgabe und überdurchschnittliche Sorgfalt und Genauigkeit aus.
In diesem Abschnitt wird Ihnen meines Erachtens eine gute bis sehr gute Leistung attestiert.

xxxx arbeitet sich jederzeit schnell
und erfolgreich in neue Aufgaben ein und überzeugt durch die Fähigkeit, komplexe und diffizile Sachverhalte rasch zu erfassen, zu analysieren sowie praktikable Lösungen zu entwickeln und zu realisieren. Auch in schwierigen Situationen kann man sich sehr gut auf ihn verlassen. Er arbeitet außerdem sehr zielstrebig, umsichtig und termingerecht.
In diesem Abschnitt geht die Tendenz der Beurteilung meiner Ansicht nach zu einem sehr gut.

xxxxx verfügt über ein sehr gutes, breit gefächertes Fachwissen und eine langjährige Berufserfahrung, das er jederzeit erfolgreich einsetzt. Aufgrund seiner hohen fachlichen Kompetenz ist xxxx bei Vorgesetzten und Kollegen stets anerkannt und beliebt. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist jederzeit einwandfrei.
Einzuordnen ist hier die Bewertung wohl zwischen sehr gut und gut.

Durch seine selbstständige und zügige Arbeitsweise erzielt er immer gute Arbeitsergebnisse.
Hier geht die Tendenz eher zu einem "Gut".

Zusammenfassend bestätigen wir xxxxx, dass wir mit seinen Leistungen stets sehr zufrieden sind und er für uns ein äußerst wertvoller Mitarbeiter ist.
Hier liegt die Bewertung wohl eher bei "Note 2", da hier nicht der in der Zeugnissprache für ein "sehr gut" gängige Satz "X erledigt die ihm gestellten Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" verwendet wurde.

xxxxxx erhält das Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für seine stets
gute Mitarbeit und freuen uns auf die Fortsetzung der bewährt guten Zusammenarbeit.
Hier geht die Tendenz wohl eher zu einer guten statt sehr guten Bewertung.

Insgesamt ist zu sagen, dass das Zwischenzeugnis stimmig formuliert ist und es keinen Teil gibt, der aus dem Rahmen fällt.

Hinsichtlich des Grundes für die Erteilung des Zwischenzeugnisses könnte hier meines Erachtens die Tatsache, dass Ihr Arbeitsverhältnis nach § 613a BGB auf einen neuen Arbeitgeber übergegangen ist genannt werden.
Dies erschien mir stimmiger (für einen möglichen anderen Arbeitgeber), als die Formulierung, dass die Erteilung auf Ihren persönlichen Wunsch erfolgt.

Da ein Zwischenzeugnis eine Ausnahme darstellt, hat ein Arbeitnehmer einen Anspruch auf Erteilung eines Zwischenzeugnisses grundsätzlich nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes, was bei Ihnen kein Problem darstellt, da Ihr Arbeitgeber Ihnen ja bereits den Zeugnisentwurf ausgehändigt hat.

Zu den Gründen für eine Zwischenzeugniserteilung zählt u.a. die Versetzung in einen anderen Arbeitsbereich oder eben wie in Ihrem Fall ein Betriebsübergang nach § 613a BGB. Daher böte sich hier ein entsprechender Passus an.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ergänzungen noch mehr Klarheit verschafft zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner


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