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Zeugnis-Profi gesucht: Zwischenzeugnis

30.01.2013 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo!


Ich bitte um Benotung des Zwischenzeugnisses:


„Xxx war ab dem ……….2008 in meinem Büro als …. Bürokauffrau tätig.

Zu ihrem Aufgabengebiet gehörte insbesondere:

-
-
……

Xxx besitzt ein umfassendes detailliertes Fachwissen, darüber hinaus verfügt (?) sie auch über ein hervorragendes Organisationstalent.

Xxxx arbeitete im Rahmen der anfallenden Büroarbeiten vollkommen selbstständig und traf nach kurzer, aber präziser Abwägung zutreffende Entscheidungen.

Xxx. verfügt über eine gute Auffassungsgabe, ist belastbar und behielt auch bei starkem Arbeitsanfall jederzeit den Überblick.

Auch im Verkehr mit Kunden zeichnete sich .xxx stets durch gleichbleibende Freundlichkeit und Zuvorkommenheit aus.

Von den Kunden wurde xxxx als kompetente und gewandte Ansprechpartnerin geschätzt, nicht zuletzt deshalb, weil sie auch über die Fähigkeit verfügt, sich selbst mit schwierigen Kunden fachgerecht auseinander zu setzen.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Kunden und Mitarbeitern war jederzeit vorbildlich, bemerkenswert waren ihre absolute Vertrauenswürdigkeit und Diskretion, sowie ausgeprägte Hilfsbereitschaft.

Xxx ist für den Beruf der Bürokauffrau, aber auch für andere artverwandte Berufe in jeder Hinsicht qualifiziert.

Das Zwischenzeugnis wird xxx auf ihren Wunsch hin erstellt.

Xxx ist seit … 2010 in Elternzeit, die bis zum … 2013 andauert.

Der Arbeitsplatz von xxx musste aus büro-internen Gründen deshalb neu besetzt werden.

Xxx möchte wieder in ihrem Beruf als Bürokauffrau tätig werden und sucht auch eine Tätigkeit in einem anderen Büro, nachdem die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit in unserem Büro lediglich 15 Stunden betrug.

Ich wünsche Frau … bei ihrem Vorhaben alles erdenklich Gute, mit den besten Wünschen für ihre Zukunft."


Welche Note hat das Zeugnis?
Wie könnte man das Zeugnis besser schreiben? Kann man Nachbesserung verlangen?
Müsste nicht alles in Gegenwart geschrieben werden oder nicht, weil momentan in Elternzeit? Es wird mal so und mal so geschrieben.
Müsste es nicht "ist seit dem ...", statt "war ab dem" .. heißen?
„gute" Auffassungsgabe, nicht „sehr gute"?
„nur" belastbar? nicht „äußerst belastbar oder ähnliches?
„nur" qualifiziert? nicht „bestens qualifiziert"?
usw.
Müsste nicht irgendwo stehen „alle Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" oder so etwas ähnliches?
Kein Bedauern?
Das mit der Elternzeit und das ich mir was in einem anderem Büro suche, gefällt mir eigentlich nicht. Und auch, dass das mit den 15 Stunden erwähnt wird, gefällt mir nicht.

Was könnte man an dieser Stelle sonst schreiben?

Für die Benotung des jetzigen Zwischenzeugnisses und für verbesserte Formulierungsvorschläge wäre ich sehr dankbar.



Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unter Zugrundelegung der mir mitgeteilten Daten und Ihres Einsatzes möchte ich wie folgt zu Ihren Fragen Stellung nehmen:

• Einleitend muss es heißen: x, geboren am….ist seit…..in unserem Unternehmen/meinem Büro als Bürokauffrau tätig.
Die weitere Formulierung des Zeugnisses muss, da haben Sie vollkommen recht, in der Gegenwartsform erfolgen.
Dann kommt, wie bei Ihnen auch, die Tätigkeitsbeschreibung. Hier kann man ruhig schreiben: „Zu ihrem Aufgabengebiet gehören: (…..)

Ob Ihr Aufgabengebiet umfassend beschrieben ist, müssten Sie bitte prüfen. Oft werden wichtige Punkte nicht angegeben. Es muss auch eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden, d.h. die wichtigen Aufgaben müssen vor den weniger wichtigen genannt werden.

Es sollte im Anschluss an die Aufgabenbeschreibung auch eine Leistungsbeurteilung hinsichtlich der einzelnen Tätigkeiten erfolgen. Es geht bei Ihnen gleich sehr allgemein mit Fachwissen und Organisationstalent weiter. Was haben Sie besonders gut gemacht?


• Dann weiter: Vorschlag: „Sie aktualisierte regelmäßiges ihr sehr gutes Fachwissen (wie wäre eine Beschreibung Ihres Fachwissens? Besitzen Sie z.B. Fremdsprachenkenntnisse?) und hat die neuen Kenntnisse stets effektiv und zügig in den Arbeitsalltag integriert. Frau X besitzt ein sehr gutes Organisationstalent und zeichnet sich stets durch einen sorgfältigen Arbeitsstil aus. Ihre Arbeitsergebnisse waren stets von guter Qualität (die Bewertung des Ergebnisses fehlt ingesamt). Sie war stets in höchstem Maße eigenmotiviert, arbeitete …im Rahmen der anfallenden Büroarbeiten…

Ein „gut" wäre hier in der Tat: „sehr gute Auffassungsgabe" oder „stets gute Auffassungsgabe".
Es müsste auch „hoch belastbar" heißen, um ein „gut" zu haben (so nur befriedigend). „Qualifiziert" ist gleichfalls nur ein befriedigend.

Es fehlt auch die Gesamtleistungsbeurteilung: (z.B. bei Note „gut": Die ihr übertragenen Aufgaben erledigte sie stets zu unserer vollen Zufriedenheit).

• Vorschlag: Unsere Kunden schätzen sie durchgehend als kompetente und verlässliche Ansprechpartnerin

• Ihr „Verhalten gegenüber …..(…)" sollte das „Mitarbeitern" gestrichen werden.

• Ein „Bedauern" darf nicht formuliert werden, da es sich nicht um ein Abschlußzeugnis handelt. Das Zeugnis sollte enden mit: Das Zwischenzeugnis wird xxx auf ihren Wunsch hin erstellt. Wir danken Frau .xxx für ihre gute Mitarbeit und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg.

Die Elternzeit etc. würde ich auf jeden Fall streichen, denn diese Informationen gehören nicht in das Zwischenzeugnis.



Die Benotung Ihres Zeugnisses entspricht der Note gut- befriedigend. Sie haben gute Bewertungen, wie „ hervorragendes Organisationstalent", aber auch befriedigende wie „gute Auffassungsgabe". Hier könnten Sie Ihre Arbeitgeberin bitten, dass Zeugnis zu modifizieren bzw. Zeugnismodifizierungsklage erheben.
Es trifft die Arbeitgeber nach jüngerer Rechtsprechung des BAG eine höhere Beweislast, wenn er einem Arbeitnehmer ein befriedigend geben will, da ca. 80% der Arbeitnehmer die Note „gut" erhalten. Allerdings haben Sie in einigen Formulierungen eine gute Bewertung.

Sollten Sie Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Ute Lins
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Arbeitsrecht


Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2013 | 18:51

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Lins,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen:

Vielleicht könnten Sie nochmal drüber schauen und mir mitteilen, ob dieses Zwischenzeugnis in abgeänderter Form eine „sehr gut" ist? Ggf. bitte ich nochmal um Änderungs-/Verbesserungsvorschläge, falls irgendwas noch fehlt bzw. unglücklich formuliert ist oder die Reihenfolge nicht OK ist, damit es eine „sehr gut" wird. Möchte ich zumindest beim Chef probieren durchzusetzen.

Auf dem Briefpapierbogen des AG ist das Adressfeld mit meiner Anschrift nicht ausgefüllt. Gehört das nicht ausgefüllt, wenn unten im Text Name, Anschrift und Geburtsdatum erwähnt wird?

Sollte der AG darauf bestehen, dass die Elternzeit mit aufgenommen wird, da ich länger in Elternzeit war als ich tatsächlich dort gearbeitet habe, wie kann man das besser formulieren?

Muss das Zwischenzeugnis trotzdem in Gegenwart geschrieben werden, auch wenn in aktuell dort nicht mehr arbeite, weil in Elternzeit. Ihre Ausführungen haben Sie auch in Vergangenheit geschrieben oder gehören sich manche Sachen in Vergangenheit?

Vielen herzlichen Dank!


Mit freundlichen Grüßen


Also nach der Tätigkeits-Aufzählung geht es wie folgt weiter:

Alle diese Aufgaben erledigt ………… stets äußerst gewissenhaft und stets zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Xxxx arbeitet im Rahmen der anfallenden Arbeiten vollkommen selbstständig und trifft nach kurzer, präziser Abwägung zutreffende Entscheidungen.

xxxxxxxxxx besitzt ein hervorragendes Organisationstalent und zeichnet sich stets durch einen sehr sorgfältigen Arbeitsstil aus. Ihre Arbeitsergebnisse sind stets von sehr guter Qualität.

Xxxxx verfügt über eine sehr gute Auffassungsgabe, ist äußerst belastbar und behält auch bei starkem Arbeitsanfall jederzeit den Überblick.

Sie war stets in höchstem Maße eigenmotiviert.

Sie aktualisiert regelmäßig ihr sehr gutes Fachwissen und integriert die neuen Kenntnisse stets effektiv und zügig in den Arbeitsalltag.

Auch im Verkehr mit Kunden zeichnet sich xxx stets durch gleichbleibende Freundlichkeit und Zuvorkommenheit aus. Meine Kunden schätzen xxxx durchgehend als kompetente und verlässliche (oder lieber gewandte) Ansprechpartnerin.
(das mit den schwierigen Kunden weglassen?)

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, und Kunden ist jederzeit vorbildlich (oder stets einwandfrei). Bemerkenswert ist ihre absolute Vertrauenswürdigkeit und Diskretion sowie ihre ausgeprägte Hilfsbereitschaft.

xxxxt ist für den Beruf der Bürokauffrau, aber auch für andere artverwandte Berufe in jeder Hinsicht bestens qualifiziert.

Das Zwischenzeugnis wird xxxxx auf ihren Wunsch hin ausgestellt.

Ich danke xxxxx für ihre sehr gute Mitarbeit und wünsche Ihr weiterhin viel Erfolg.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2013 | 22:16

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die allerdings sehr ausführlich ausgefallen ist. Ich habe Ihnen mit meiner gestrigen Antwort schon einige Änderungsvorschläge mitgeteilt und bitte um Verständnis, dass die Plattform „Frag´einen Anwalt „nicht dazu gedacht ist, vollständige Arbeitszeugnisse auszuformulieren. Dazu müssten Sie auf der Homepage bitte einen Anwalt beauftragen.

Wie bereits informiert, können Sie über die Ergänzung mit „stets" und Adjektiven wie z. B. „ herausragend", „vorbildlich" etc. bzw. durch die Kombination „stets" (oder „jederzeit") mit „sehr gut" (z.B. stets von sehr guter Qualität) eine sehr gute Formulierung erreichen.

Ich hatte auch am gestrigen Tage mitgeteilt, was ergänzt werden muss (nämlich die zusammenfassende Leistungsbewertung- bei „sehr gut" z.B. Die ihr übertragenen Aufgaben erledigte sie stets zu unser vollsten Zufriedenheit) und vorab (nach Aufgabenbeschreibung die Einzelbewertung der Tätigkeiten.
Die Gesamtbewertung kommt erst nach der Einzelbewertung (also nicht wie bei Ihnen gleich nach der Tätigkeitsbeschreibung):
Der Aufbau eines Arbeitzeugnisses sollte wie folgt sein:
• Firmenbriefkopf
• Überschrift (Zwischenzeugnis)
• Einleitungsabsatz ( Frau X, geb. am ….in …. (…)
• Aufgabenbeschreibung
• Einzelne Leistungsbewertungen
• Besondere Erfolge
• Zusammenfassende Leistungsbewertung
• Sozialverhalten
• Schlußabsatz
Die Adresse der Arbeitnehmerin ist nicht zwingend Bestandteil eines Arbeitszeugnisses und fehlt meist (es werden die unveränderlichen Daten wie Geburtsdatum und Geburtsort genannt)

Da es sich um ein Zwischenzeugnis handeln soll, muss das Zeugnis in der Gegenwartsform formuliert werden.
Der Arbeitgeber darf, wenn die Elternzeit einen sehr langen Zeitraum des Beschäftigungsverhältnisses ausmacht, darauf bestehen, dass die Elternzeit erwähnt wird. Sie können dann einfach den Zeitraum nennen. Die weiteren Ausführungen zur Stundenzahl und dass sie eine andere Anstellung suchen, würde ich auf jeden Fall streichen.
Ich würde auch die Formulierung, dass Sie für den Beruf der Bürokauffrau und für andere artverwandte Berufe bestens geeignet seien, streichen.
Die „schwierigen Kunden" sollten auch gestrichen werden.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Berücksichtigen Sie bitte bei den Verhandlungen mit Ihrem Arbeitgeber, dass ein Arbeitnehmer keinen Anspruch auf ein „sehr gut" hat. Möchte er ein „sehr gut", müsste er ausführlich dazu vortragen und diese Benotung rechtfertigen, wenn sich der Arbeitgeber weigert. Vor Gericht trifft ihn dann die volle Beweislast.

Mit freundlichen Grüßen,

Ute Lins
Rechtsanwältin

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