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Zeugin bei Mietkündigung


27.12.2007 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Rechtsanwältin,

ich wohne in Guben und mein Vermieter in Berlin.
Er hat nur 2 Std. am Tag für die Probleme vor Ort telefonisch zur Verfügung und dann ist das telefon auch oft besetzt. Auf Anfragen auf dem AB reagiert er nicht.

1Ich habe meine Wohnung mit meinem getrennt lebenden Ehemann zum am 23.9. zum 31.12.2007 gekündigt. Da zu diesem Zeitpunkt die Post geschlossen hatte sendete ich die Kündigung per Fax und anschließend brachte ich den Brief zur Post. Meine Tochter schrieb diesen Brief und fuhr mich mit ihrem Auto noch in die Stadt zum Einwurf direkt in den Postkasten bei der Post.
Angeblich sind beide Sendungen nicht angekommen.
Kann meine Tochter als Zeugin auftreten? Gibt es diese Möglichkeit überhaupt?

2. Der Vermieter erwartet dass wir die Wohnung in dem Zustand übergeben wie wir ihn vor 2 Jahren vorgefunden haben. Weisse Raufaser.

Wir haben aber das Wohnzimmer in Orange und das Schlafzimmer in Blau mit Bordüre verändert. Beides in einem guten Zustand.
Müssen wir trotzdem alles in weiss übergeben?

Mit freundlichem Gruss

27.12.2007 | 15:51

Antwort

von


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89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage(n). Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich bei folgender Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung handelt und diese eine umfassende Begutachtung auf keinen Fall ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens völlig anders ausfallen. Dies vorausgeschickt beantworte ich Ihre Frage(n) wie folgt:

1. Angenommen Sie haben keinen wirksam befristeten Mietvertrag, so gilt die Kündigungsfrist des im folgenden nachlesbaren § 573c BGB:

§ 573c BGB

„Fristen der ordentlichen Kündigung

(1) 1Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. 2Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.

(2) Bei Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet worden ist, kann eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart werden.

(3) Bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 ist die Kündigung spätestens am 15. eines Monats zum Ablauf dieses Monats zulässig.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 oder 3 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.



Die Kündigung am 23.09.2007 wäre damit frühestens zum Ablauf des Monats Dezember <(b> möglich gewesen und folglich von Ihnen, wenn eigenhändig unterschrieben, form –und fristgerecht erklärt worden.

Problematisch ist jedoch, dass der Vermieter den Zugang des Kündigungsschreibens bestreitet.

Im Laufe eines Rechtsstreits müssten Sie die form – u. fristgemäße Kündigung darlegen und beweisen.

Als Beweisangebot könnten Sie dem Gericht die Zeugenaussage der Tochter anbieten.

Allerdings ist ein Zeugenbeweis nicht so zuverlässig, wie der Beweis einer Kündigung per Einschreiben (mit Rückschein).

Deshalb sollten Sie die Kündigung nochmals (hilfsweise) mit Einschreiben erklären. In dem Schreiben sollten Sie zugleich darauf hinweisen, dass Sie die Kündigung zum Januar bereits vor Zeugen (Tochter) aufgegeben haben und zudem per Fax ( Sendeprotokoll vorhanden ? )übermittelt haben.


2. Nach erster Einschätzung müssen Sie die Wohnung "weiß" gestrichen zurückgeben, da die Rechtsprechung dazu neigt, eine farbige Bemahlung von Wänden als Beschädigung der Mietsache zu werten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.

Falls noch Unklarheiten bestehen sollten, so können Sie gerne die kostenfreien Rückfragemöglichkeit nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt
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Homepage: www.anwaltkohberger.de
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Rechtsanwalt Michael Kohberger

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