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Zeugenvernehmung bei der Polizei ohne Risiko?

02.06.2015 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Die polizeiliche Vorladung zur Zeugenvernehmung

Guten Tag.

Ich habe vor etwa einem Jahr über ebay mehrere Amazon Aktionsgutscheine gekauft im Wert von 25 Euro. Nach Kauf bot mit der Verkäufer auch außerhalb ebay noch mehrere Gutscheine an, so dass ich insgesamt sicher 30 Stück gekauft habe.
Der Verkäufer hat bei ebay mittlerweile über 100 Bewertungen, er hat damals also an mindestens 100 verschiedene Leute solche Gutscheine gekauft. Die Gutscheine sind Aktionsgutscheine, heißt, nicht für alle Artikel gültig und nur begrenzt gültig. Ich konnte die gut verwerten für Eigenbedarf (habe sie nicht verkauft).
Nun hat mich vor etwa 2 Monaten die Polizei aus Sachsen angerufen, dass sie ermitteln wegen Computerbetrug und Ausspähen von Daten zum Nachteil vieler Geschädigter. Weiter ging er nicht darauf ein, er sagte nur, dass meine Paypal Adresse mehrere Zahlungen gesendet hat in dem betreffenden Verkäuferkonto. Und dass ich als Zeuge vernommen werden soll.
Nun wurde ich von der lokalen Polizeidienststelle angerufen, dass ich nächste Woche kommen soll zur Vernehmung, und, auch mein Laptop mitbringen soll. Da es nicht mehr der selbe ist, wie damals, haben sie dies aber widerrufen.

Kann ich da ohne Probleme hingehen? Erwartet mich irgendein Risiko? Oder einfach aussagen, dass ich die Gutscheine gekauft habe (was sie eh schon wissen). Zitat von dem Polizisten am Telefon war noch: "Selbst wenn die Gutscheine illegal von dem Verkäufer erworben wurden, konnten Sie das ja nicht wissen". Zählt so eine Aussage? Was soll ich davon halten? Ich habe auch keinerlei Emails mehr vom Kontakt zu dem Verkäufer. Nur eben die Zahlungen.

Danke

02.06.2015 | 16:07

Antwort

von


(303)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihren Angaben benötigt die Polizei vorliegend lediglich eine Zeugenaussage von Ihnen. Grundsätzlich besteht daher kein Grund, für Besorgnis. Die Polizei ist in vielen Fällen auf die Hilfe von Zeugen angewiesen, wenn sie Straftaten effektiv aufklären will.

Vergewissern Sie sich jedoch nochmal, dass in der Vorladung ausdrücklich angegeben ist, dass Sie als Zeuge und nicht als Beschuldigter vernommen werden sollen. Ebenso sollte angegeben sein, gegen wen sich das Ermittlungsverfahren richtet (hier wohl gegen den Verkäufer der Gutscheine). Sollte eine diesbezüglich ausdrückliche Regelung fehlen, sollten Sie auf keinen Fall der Vorladung nachkommen.

Ohnehin müssen Sie der Vorladung durch die Polizei nicht zwingend Folge leisten und können ebenso gut hingehen wie fernbleiben. Erzwingen kann die Polizei Ihre Aussage nicht.

Sollten Sie davon absehen den Termin wahrzunehmen sollten Sie jedoch mittels eines kurzen Anrufs Ihr Nichterscheinen ankündigen. Sollte Sie jedoch eine Vorladung zur Zeugenvernehmung durch die Staatsanwaltschaft erreichen müssen Sie dieser Folge leisten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Rückfrage vom Fragesteller 02.06.2015 | 16:10

Guten Tag. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe diese Vorladung nicht schriftlich bekommen sondern wurde angerufen. Der erste Polizist aus Sachsen sagte, ich soll als Zeuge vernommen werden. Der zuständige Polizist meiner lokalen Dienststelle sagte einfach nur, wir müssen eine Vernehmung machen. Sollte ich also nochmal nachfragen dort? Am besten per Email, damit ich einen Beweis habe? Was passiert, wenn ich nicht hingehe, ohne mich abzumelden?

Danke.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.06.2015 | 16:18

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sollte ich also nochmal nachfragen dort? Am besten per Email, damit ich einen Beweis habe?

Nein, mangels Vorliegen einer schriftlichen Vorladung steht nicht mit hinreichender Sicherheit fest, dass Sie nicht auch als Beschuldigter vernommen werden könnten. Ich rate Ihnen daher bereits aus diesem Grunde dringend davon ab, den Termin wahrzunehmen.

Was passiert, wenn ich nicht hingehe, ohne mich abzumelden?

Auch wenn Sie ohne dies anzukündigen nicht erscheinen, hat dies keinerlei Konsequenzen für Sie. Sie ersparen dadurch dem Polizeibeamten lediglich vergebens auf Sie zu warten. Zu einer Aussage kann Sie die Polizei weder als Zeuge noch als Beschuldigten zwingen.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl. iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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