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Zeugenhörung


17.11.2005 20:08 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Betreffend dem Sachverhalt einer Sachbeschädigung bin ich zu einer Zeugenhörung bei der Polizeiinspektion vorgeladen. Da dies eine Sachbeschädigung bei dem Eigentum einer Person ist, mit der ich mich in einem Rechtstreit befinde und ich mich zur angegebenen Tatzeit nicht einmal in der Nähe des Tatortes aufgehalten habe, halte ich eine Zeugenhörung für absurd. Ich vermute eher, dass es eine Beschuldigtenhörung werden soll und möchte daher die Aussage gleich komplett verweigern. Zwei von meinen Zeugen, die bestätigen können, dass ich mich anderenorts aufgehalten habe, sind meine Angestellten, die ich ungern damit konfrontieren möchte.
Frage a)Welche Folgen können bei einer Aussageverweigerung entstehen, belaste ich mich dann automatisch selber?
Frage b) Kann eine Zeugenhörung eine verdeckte Beschuldigtenhörung sein?
Frage c)Falls ich angebe, dass ich mich anderenorts aufgehalten habe, muß ich dann unbedingt die Zeugen angeben (sonst kann man ja Hinz und Kunz zum Alibi zwingen)?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

a. Sie müssen der polizeilichen Ladung keine Folge leisten. Sie müssen nicht einmal darauf reagieren. Hierdurch belasten Sie sich auch nicht automatisch selbst. Etwas anderes ist es, wenn Sie ein Ladung von der Staatsanwaltschaft erhalten. Hier können Sie sich möglicherweise auf Zeugnisverweigerungsrechte berufen (insbes., wenn Sie sich durch Ihre Aussage selbst belasten könnten).

b. Nein. Sobald Tatverdacht gegen Sie besteht, müssen Sie u. a. darauf hingewiesen werden, dass Sie als Beschuldigter vernommen werden. Die fehlende Belehrung hat ein Vewertungsverbot zur Folge. Es kann aber sein - und hier ist Vorsicht geboten -, dass durch die Aussage als Zeuge ein Tatverdacht entsteht. Sodann würde eine Beschuldigtenbelehrung erfolgen müssen. Hier muss dringend auf das Aussageverweigerungsrecht geachtet werden (s. o.).

c. Zeugen für Ihre Aussage müssen Sie erst dann angeben, wenn gegen Sie ermittelt wird. Vorher sollten Sie sich, wenn Sie sich zur Aussage entscheiden, darauf berufen, nicht am Tatort gewesen zu sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de
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