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Zeugenaussage


| 14.01.2007 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Hallo und guten Tag,
ich muss morgen für meine Nachbarin als Zeugin auftreten.Die Klägerin,auch Nachbarin,behauptet von dem Hund der Beklagten gebissen worden zu sein.Wir sind jedoch zwei Zeugen,die das angeblich schwer verwundete Bein angeguckt haben und nichts,aber auch gar nichts gesehen haben.Die Klägerin hat sich erst 3 Tage später ein ärztliches Attest machen lassen.Wir vermuten ,dass sie sich nachtäglich selbst eine Wunde beigebracht hat.Wie soll ich mich als Zeuge verhaltenund welche Rechte habe ich,dass man mich nicht als Lügnerin abstempeln kann.Ich kann es wirklich beschwören,dass die Klägerin nicht verwundet war.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sind verpflichtet, als Zeugin wahrheitsgemäß Auskunft über die von Ihnen beobachteten Tatsachen zu geben. Lassen Sie nichts weg und fügen Sie nichts hinzu. Falls Sie Fragen nicht sicher beantworten können, sagen Sie dies und stellen keine Vermutungen an, wie es gewesen sein muss. Wenn Sie lediglich das Bein nach dem Vorfall und nicht den Biss an sich gesehen haben, sollten Sie auch nur dies aussagen. Mutmaßungen, wie es zu der Wunde gekommen sein kann, sollten Sie nur dann äußern, wenn Sie danach gefragt werden.

Über Ihre Pflicht zur wahrheitsgemäßen Aussage wird Sie der Richter vor der Befragung belehren. Nehmen Sie diese Belehrung ernst. Sie können für die Aussage unter Eid gestellt werden. Bei einer falschen Aussage würden Sie sich strafbar machen. Wegen der Wichtigkeit des Zeugenbeweises für die Rechtspflege wird eine falsche Aussage auch nicht als Bagatelle angesehen, sondern empfindlich bestraft.

Richter haben durch Ihre Erfahrungen meist ein recht gutes Gespür, wann Sie angelogen werden. Wenn Sie also morgen wahrheitsgemäß Auskunft geben, haben Sie nicht zu befürchten, als Lügnerin abgestempelt zu werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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