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ZeugenAussage in einem großen Prozess


19.09.2005 22:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde im Jahr 2003 zu 30Tagessätzen a 50 Euro verurteilt. Jetzt ist es so das ich als Zeuge in einem sehr groß angelegtem Strafprozess aussagen werde als Zeugin der Klägerin. Sowohl Klägerin und Beklagte genießen großen Medienrummel und ich habe Angst, das ich vor Gericht gefragt werde, ob ich vorbestraft bin. Bin ich das denn? Kann der Anwalt (welcher wirklich ein hohes branchentier ist) der Gegenseite, in meine Akte Einblick haben? Was muss ich, dem Richter antworten, wenn er mir diese Frage stellt und ist das so üblich?

Wo macht man seine Erstaussage? bei der polizei oder bekommt man, nach benennung durch die klägerin, direkt eine Vorladung zur Staatsanwaltschaft. Und ab wann erfährt die gegenseite von meinem namen als zeugin?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich gehe davon aus, daß Sie bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.

Sie werden in der Regel nicht befragt, ob Sie vorbestraft sind.

Bei einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von über 90 Tagessätzen sind Sie als vorbestraft zu bezeichnen und müssen sich auch dazu bekennen.

Dies besagt §53 BZRG, der wie folgt lautet:

§ 53 Offenbarungspflicht bei Verurteilungen

(1) Der Verurteilte darf sich als unbestraft bezeichnen und braucht den der Verurteilung zugrunde liegenden Sachverhalt nicht zu offenbaren, wenn die Verurteilung
1. nicht in das Führungszeugnis oder nur in ein Führungszeugnis nach § 32 Abs. 3, 4 aufzunehmen oder
2. zu tilgen ist.

(2) Soweit Gerichte oder Behörden ein Recht auf unbeschränkte Auskunft haben, kann der Verurteilte ihnen gegenüber keine Rechte aus Absatz 1 Nr. 1 herleiten, falls er hierüber belehrt wird.

Der Anwalt ("der Gegenseite") wird auch keinen Einblick in Ihre Akte erhalten. Denn Sie müssen "nur" Tatsachen bezeugen.

Es kann sein, daß die Polizei oder die Staatsanwaltschaft lädt.
Wenn es wirklich ein so wichtiger Prozeß ist, dann wird Sie die Staatsanwaltschaft bestimmt vorher befragen wollen. Sie werden spätestens mit der Anklageschrift als Zeugin auch der Gegenseite benannt.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt





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