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Zeitwert Parkettboden


| 27.07.2005 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Vor Einzug in meine Wohnung (die damals noch im Bau befindlich war), war für vier von sechs Räumen Teppichboden vorgesehen, während in den anderen Räumen und im Flur Parkett verlegt werden sollte. Da ich damit nicht glücklich war, bot der Vermieter an, dass auf meine Kosten in den anderen Räumen dasselbe Parkett verlegt werden könnte.
Dazu fügten wir folgenden Passus in den Mietvertrag ein:
"Die Kosten für Parkett in den Schlafzimmern (X DM) werden vom Mieter zunächst übernommen. Der Vermieter verpflichtet sich bei Auszug eine um 10% / Jahr reduzierte Ablösung zu zahlen."

So wurde dann auch verfahren. Nun steht der Auszug an und ich muss wohl für einen Bereich Kosten für schuldhaft beschädigtes Parkett übernehmen. Allgemein wird an der Stelle immer darauf verwiesen, dass nun der Zeitwert des Parketts zu zahlen sei.

Meine Fragen:
Ist es richtig, dass ich den Zeitwert nun bezogen auf die obige Vereinbarung errechnen kann? Nach der wäre nach 10 Jahren das Parkett wertlos - also muss ich nach 6 2/3 Jahren Wohnzeit 33,33% des Neuwerts bezahlen, oder? Wenn nein: Wie wird er denn errechnet?

Gilt dies auch für Parkett, das zwar in der Wohnung ist, aber damals nicht von mir bezahlt wurde?

Fallen unter den Neuwert auch die Kosten für das Entfernen des alten Parketts bzw. Kosten für Leisten?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1. Nach obiger Vereinbarung muß Ihnen der Vermieter zunächst bei Auszug nach 6 2/3 Jahren noch 40% der von Ihnen vorausgelegten Kosten ersetzen, da nach dieser Vereinbarung nur volle Jahreszeiträume zählen dürften.

Sofern das Parkett, daß im Eigentum des Vermieters steht, von Ihnen schuldhaft beschädigt wurde, wird der Zeitwert auf der Grundlage des damaligen Preises berechnet werden. Betrug dieser damals beispielsweise 1000 EUR, und hat das Parkett eine Lebensdauer von 40 Jahren, wäre nach 6 Jahren der Zeitwert mit 6/40 des damaligen Preises anzusetzen. Dieser Zeitwert wäre dann bei dem Ersatz des Bodens im Sinne von "Neu für alt" in Abzug zu bringen.

Für die Berechnung des Zeitwertes wird es nicht darauf ankommen, ob Sie sich damals bereit erklärt haben, den Boden zu bezahlen, da dieser nur auf Ihren Wunsch hin verlegt wurde und der Boden auf jeden Fall im Eigentum des Vermieters steht, da er fest mit der Mietsache verbunden ist.

Die obige Berechnung wird daher auch für den restlichen Parkettboden zur Anwendung kommen.

Letztlich sind in den zu berücksichtigenden Kosten nicht nur die reinen Materialkosten, sondern auch die der Entfernung des alten und Verlegung des neuen Bodens enthalten.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


www.andreas-schwartmann.de

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2005 | 17:40

Danke für die Antwort!

Aber hat der Vermieter nicht durch die Vereinbarung selbst festgelegt, dass die Lebensdauer des Parketts 10 Jahre ist (da es laut Vereinbarung nach zehn Jahren auch andersherum nichts mehr wert wäre)? Es wäre doch ein Widerspruch, wenn einmal gesagt wird, 10 Jahre, dann wieder 40 Jahre (oder was auch immer)!

Ich würde mich freuen, wenn Sie da noch einmal kurz drauf eingehen könnten!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2005 | 18:31

Nein, so würde ich die Vereinbarung nicht auslegen. Sie haben lediglich vereinbart, daß Ihnen der Vermieter, wenn Sie länger als 10 Jahre dort wohnen würden, keinen Anteil mehr an den Parkettkosten hinzuzahlt. Die Lebensdauer des Parketts ist damit aber nicht auf nur 10 Jahre vereinbart. Einen solchen Inhalt kann man in die Vereinbarung nicht hineinlesen.

Mit freundlichem Gruß
A. Schwartmann

www.andreas-schwartmann.de

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