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Zeitraum für Anfechtung meiner Schenkung an meine Familienstiftung


| 14.02.2018 08:16 |
Preis: 52,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Anfechtungsdauer einer Schenkung nach dem Anfechtungsgesetz


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gerne eine Familienstiftung gründen. Hierzu werde ich der Stiftung 100.000 Euro als Schenkung für die Gründung zukommen lassen.

Ab dem Zeitpunkt der Schenkung gehört mir dieses Geld nicht mehr, da die Stiftung keinen Gesellschafter in üblicher Form hat und mir die Stiftung ja damit nicht gehört.

Nun habe ich etwas über das Anfechtungsgesetz gelesen und verstehe leider nicht, wann diese Schenkung genau von wem angefochten werden kann.

Ich bin Gesellschafter und Geschäftsführer einer unternehmerisch tätigen GmbH.

Weder ich noch die GmbH sind aktuell in irgendeiner Form in einer Krise. Es gibt keine Gerichtsverfahren und keine zu erwartenden Probleme / Forderungen / Haftungsrisiken.

Nun ist meine Frage: wie viele Jahre kann diese Schenkung nachträglich angefochten werden.

Vielen Dank
14.02.2018 | 09:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Nach § 1 AnfG können Vermögenübertragungen, die Gläubiger benachteiligen, angefochten werden. Als Beispiel:
Hat ein Gläubiger gegen Sie einen vollstreckbaren Titel und verläuft die Vollstreckung erfolglos, könnte der Gläubiger die Vermögensübertragung an die Stiftung anfechten. Dies hätte zur Folge, dass die Stiftung die Zwangsvollstreckung in den übertragenen Vermögenswert zu dulden hätte.

Die Anfechtungsfrist hierfür beträgt 4 Jahre ab Vornahme der Vermögensübertragung. D.h. wenn innerhalb von vier Jahren nach Vermögensübertragung/Schenkung keine Anfechtung erfolgt, ist diese ausgeschlossen. Es handelt sich um eine Ausschlussfrist.

2. Eine vergleichbare Regelung findet sich im Insolvenzrecht, §§ 129, 134 InsO.

3. Soweit gegen Sie daher keine vollstreckbaren Titel durch Gläubiger in den nächsten vier Jahren erwirkt werden und die Vollstreckung ergebnislos verläuft, muss die Stiftung keine Anfechtung befürchten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Bewertung des Fragestellers 14.02.2018 | 09:17


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Herzlichen Dank für die verständliche Antwort.


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