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Zeitmietvertrag bis 03.2008


13.06.2007 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo
Wir haben einen Zeitmietvertrag der im März 2008 ausläuft abgeschlossen am 12.7.04 zumindest verlängert wohnen tuen wir hier seid 2000. Nun ist es so das wir zum 1.10 was neues gefunden haben wir mussten ja mal anfangen zu suchen der vermieter will und aber nicht vor dem 31.12.07 rauslassen .Im mietvertrag steht natürlich unter mietzeit drinn das er nach dem Mietverhältnis bauliche Veränderungen,An und Ausbauten,Verbesserung und anschließend eigenbedarf nutzung durch Vermieter.Komme ich da irgendwie raus?
Weiterhin steht im mietvertrag "Das Haus wird in dem Bekannten vorhanden Zustand übernommen.Verbesserungen oder Renovierungen werden vom Vermieter nicht durchgeführt" jetzt is der Keller feucht ich denke mal das meine Frau dadurch ihre Neurodermitis so schlimm hat dann ist die Badewann alt und rau muss er das dann trotzdem machen ?
viele Fragen trotzdem danke
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Der Zeitmietvertrag endet grundsätzlich mit Ablauf des vereinbarten Zeitraumes. Nach den von Ihnen gegebenen Anhaltspunkten erscheint der Zeitmietvertrag gültig. Aus dem Charakter des Zeitmietvertrages ergibt sich ein eingeschränktes Kündigungsrecht. Ein solches Recht zur außerordentlichen Kündigung wäre z.B. wenn die Mietsache erhebliche Mängel aufzeigt, die der Mieter nicht abstellen will.

Nach dem Gesetz tritt bei Mietmängeln grundsätzlich mit dem eintreten der Mängel eine Mietminderung ein. Sie können die Miete im Hinblick auf die Mängel in angemessener Höhe kürzen. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Mängel bereits beim Abschluss des Vertrages bekannt waren. Unter Umständen könnte der feuchte Keller (etwa in Verbindung mit Schimmel?) einen Kündigungsgrund darstellen sofern hiervon eine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Die raue Badewanne wird hierfür keineswegs alleine genügen. Bitte reichen Sie weitere Detailinformationen nach.

Die Klausel, dass Verbesserungen und Renovierungen nicht vorgenommen werden ist m.E. nach im Hinblick auf den Erhalt der Sache und Beseitigung neu auftretender (beim Vertragschluss unbekannter) Mängel unwirksam.

Setzen Sie sich mit dem Vermieter zusammen und besprechen Sie nochmals die Angelegenheit. Weisen Sie auf die Problematik mit dem Keller und etwaige Gesundheitsschäden hin. Unter Umständen können Sie eine Vertragsaufhebung vereinbaren.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 13.06.2007 | 23:23

ja der schimmel ist in der Waschküche so Stark das sich so ein haariger salperterflaum bildet denke mal wenn man ne anständige drenage machen würde währe das in ordnung beim letzten mal haben wir es ihm schon gezeigt und er sagte nur ja wie soll ich das beseitigen?
Aufgrund der alten fenster in der Küche sind grosse temperatur unterschiede an der außenwand auch dort schimmeln die ecken im Winter
Vom Obrigen Duschabfluss muss der Vorbesitzer mal das abflussrohr angebohrt haben nach der zeit jetzt is die schraube vergamelt sodas das abwasser etwas aus der wand läuft das kinderzimmerfenster lässt sich nicht mehr so richtig schließen auch nicht gerade schön

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.06.2007 | 11:19

Sehr gehrte(r) Fragesteller(in),

gerade bei dem Schimmelbefall handelt es sich um einen nicht unerheblichen Mangel, da dieser auch in den Wohnräumen vorhanden ist. Sofern der Schimmel nicht nachweislich durch fehlerhaftes Heiz- und Lüftungsverhalten entstanden ist, sollten Sie den Vermieter schriftlich unter Fristsetzung (etwa zwei Wochen) zur Mangelbeseitigung auffordern. Gleichzeitig mindern Sie die Miete sofern die Mängel nicht bereits beim Abschluss des Mietvertrages bekannt waren (oder hätten erkannt werden können). Listen Sie in dem Schreiben alle im Laufe der Mietzeit entstandenen Mängel auf und kürzen Sie die Miete zunächst moderat um etwa 10%.

Sofern Sie das Schreiben persönlich übergeben, lassen Sie sich den Empfang auf einer Kopie mit Datum bestätigen. Andernfalls senden Sie es per Einschreiben/Einwurf oder Einschreiben/Rückschein.

Mit freundlichen Grüßen


Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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