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Zeitmietvertrag Wohnung

| 12.07.2014 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Zusammenfassung:

Bei bestimmten Mietverhältnissen über möblierte Räume greifen die Mieterschutzvorschriften nicht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich vermiete eine komplett möblierte Wohnung.
Hierfür habe ich vor einer Woche einen Zeitmietvertrag über einen Monat (1.8. bis 31.8.2014) mit einem Interessenten abgeschlossen.
Gestern hat sich bei mir ein weiterer Interessent, der die Wohnung ab nächster Woche für 8 Monate mieten möchte, gemeldet.
Da dieser neue Interessent für mich große Vorteile bringt, werden ich den bereits bestehenden Mietvertrag nicht erfüllen und die Wohnung dem neuen Interessent überlassen.
Bitte Info wie ich vorgehen soll und welche Konsequenzen die Nichterfüllung des Vertrags für mich haben kann.


Vielen Dank + viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass hier eine Vermietung von möblierten Räumen nach § 549 BGB: Auf Wohnraummietverhältnisse anwendbare Vorschriften vorliegt, so dass die normalen Kündigungsfristen nicht gelten. Sie können dann nach § 573 BGB: Ordentliche Kündigung des Vermieters bis zum 15. eines Monats zum Ablauf dieses Monats kündigen. Voraussetzung ist, dass die möblierte Wohnung Teil Ihrer selbst bewohnten Wohnung ist. Das wäre etwa der Fall wenn diese in Ihrem Einfamilienhaus liegt. Sie könnten dann jetzt noch zum 31.7. kündigen, es sei denn, Sie hätten die Kündigung vor Mietbeginn im Vertrag ausgeschlossen, was ich nicht beurteilen kann.

Wenn die Wohnung keine Wohnung nach § 549 II Nr. 2 ist, dann können Sie nicht mit der kurzen Frist kündigen. Sie wären dann an den Vertrag mit dem ersten Mieter bis zum 31.8. gebunden. Sie können natürlich die Wohnung ein zweites Mal vermieten und dem ersten Mieter mitteilen, die Wohnung stehe nicht zur Verfügung, dies bedeutet aber einen Verstoß gegen den Vertrag. Der Mieter könnte Sie auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, etwa wenn er für den August jetzt nur eine teurere Wohnung findet. Sie müssten dann den Schaden des Mieters tragen, also Mehrkosten oder im Extremfall Hotelkosten.

Generell ist das Vorliegen eines besseren Mieters der länger mietet kein Grund sich von einem wirksamen Vertrag zu lösen. Wenn die Kündigungsmöglichkeit wie oben beschrieben nicht greift, sollten Sie mit dem ersten Mieter den Kontakt suchen und mit diesem über die Aufhebung des Vertrages sprechen. Hier sollten Sie bei Bedarf dem Mieter entgegenkommen und diesem einen gewissen Abstand anbieten.

Ansonsten hängen Ihre Möglichkeiten vom Inhalt des Vertrages ab, allerdings ist eine Verkürzung des Kündigungsfrist bei "normalen" Wohnraummietverhältnissen unzulässig, so dass Sie nur mit der kurzen Frist kündigen können, wenn Ihre Wohnung die Kriterien des § 549 BGB: Auf Wohnraummietverhältnisse anwendbare Vorschriften erfüllt. Das kann nach § 549 II Nr. 1 auch eine Wohnung sein, die klassisch nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet wird, etwa eine Ferienwohnung oder eine Wohnung für Montagearbeiter. Bei solchen Wohnungen kann im Vertrag eine kürzere Frist vereinbart werden, es käme also auch hier auf den Vertrag an.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 13.07.2014 | 11:15

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