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Zeitarbeitsfirma will Fahrtkostenerstattung kürzen

| 12.02.2016 12:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


13:03

Guten Tag,

ich arbeite seit 2 1/2 Jahren unbefristet in Teilzeit bei einer Zeitarbeitsfirma und werde immer an den selben Betrieb ausgeliehen. Der Betrieb ist auch sehr zufrieden mit mir und möchte mich gerne noch längerfristig behalten. Eine Festanstellung direkt dort ist allerdings nicht möglich. Ich bin vor einem Jahr umgezogen, worauf sich die Entfernung zum ausgeliehenen Betrieb mehr als verdoppelt hat (ca. 60km pro Tag ingesamt, 30km hin, 30km zurück).

Nach dem Umzug wurde mir versichert das mir das KM-Geld weiterhin erstattet wird, ich habe dann eine geänderte Einsatzanweisung unterschrieben und erhalte momentan 30km * 0,30€ Fahrtkostenerstattung.

Nun wurde meine Zeitarbeitsfirma von einer größeren Übernommen, welche nun Kosteneinsparungen vornehmen will. So hat es mir jedenfalls der Mitarbeiterr der ZA erklärt. Die Marge wäre durch die große Entfernung zu gering, man müsste mir mein KM-Geld auf 4€ am Tag kürzen. Es fallen für mich also monatlich über 100€ Netto weg, bei gleicher Leistung. Unterschrieben habe ich bisher noch nichts.

Entweder ich akzeptiere die minimierung der Fahrtkostenerstattung auf 4€ am Tag, oder man müsste den Vertrag mit mir auflösen. Ich vermute mal in der Kündigung würde dann natürlich eine andere Begründung stehen.

Ist dies überhaupt rechtens? Aus meiner Sicht werde ich damit erpresst. Welche Chancen hätte ich, wenn ich die 4€ ablehne und somit gekündigt werde? Gäbe es die Möglichkeit einer Abfindung oder Anfechtung der Kündigung?

Viele Grüße & Danke im Vorraus.

12.02.2016 | 12:48

Antwort

von


(1315)
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33609 Bielefeld
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Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Die derzeit gültige Regelung, Zahlung von 0,30 €/Entfernungskilometer ist vertraglich vereinbart. Diese vertragliche Regelung kann der Arbeitgeber nur mit Ihrem Einverständnis ändern, oder aber er muss eine Änderungskündigung aussprechen.

Eine solche haben Sie möglicherweise schon erhalten, denn Sie schildern den typischen Inhalt, entweder die Änderung zu akzeptieren oder der Vertrag wird aufgelöst.

Falls es sich bereits um eine Änderungskündigung handelt, laufen Fristen, die Sie einzuhalten haben, wenn Sie keinen Rechtsverlust erleiden wollen.

Sie können eine Änderungskündigung, wie eine normale Kündigung auch, vor dem Arbeitsgericht anfechten. Der Arbeitgeber muss dann dem Gericht darlegen und beweisen, dass ein betriebsbedingter Grund für die beabsichtigte Änderung vorliegt. Angesichts der geringen Summe von 100.- €/Monat halte ich das für sehr schwierig.

Ob Sie im Falle einer Kündigung eine Abfindung erhalten können, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die hier nicht bekannt sind. Denkbar ist es aber schon.

Wichtig ist jedoch, dass Sie kurzfristig klären lassen, ob Sie bereits eine Änderungskündigung erhalten haben und von daher reagieren müssen.

Ich stehe Ihnen dazu gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 12.02.2016 | 13:01

Guten Tag Herr Otto,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich habe bisher noch nichts schriftlich erhalten, mir wurde auch nichts mitgegeben.

Das Gespräch fand vorhin mündlich statt, da wurde das Wort Kündigung auch nicht direkt in den Mund genommen. Solange ich also noch keine Unterlagen wie eine Änderungskündigung schriftlich erhalten habe, muss ich vorerst nichts tun?

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.02.2016 | 13:03

Richtig, solange Sie nichts Schriftliches erhalten, besteht kein Handlungsbedarf.

Sie sollten aber auch vermeiden, mündliche Erklärungen abzugeben, die in Richtung Zustimmung zu einer Änderung gedeutet werden könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 12.02.2016 | 13:28

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