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Zeitarbeitfirma hat Insolvenz angemeldet. Kündigen? Abtretung unterschreiben?

| 06.02.2015 23:09 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Kündigung des Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist. Abtretung des Anspruches auf Insolvenzgeld zur Vorfinanzierung durch ein Bankdarlehen.

Hallo,

bin seit drei Jahren bei einer ZA-Firma beschäftigt und arbeitete für die bei einem großen Konzern. Nun hat die ZA-Firma Insolvenz angemeldet. Der große Konzern möchte mich aber weiter beschäftigen (irgendwann Übernahme möglich) und hat mir geraten, zu einer anderen ZA-Firma zu wechseln. Habe jetzt meine Unterlagen abgegeben, diese neue ZA-Firma würde mich in zwei Monaten übernehmen. Die Gehälter der insolventen ZA-Firma sind für zwei Monate gesichert. Meine Fragen: wie komme ich da am Besten ohne Gehaltsverlust und am einfachsten aus dem ganzen raus?
Wann soll ich kündigen? Kann ich so einfach kündigen? Muss ich eine Abtretung (an einer Bank) unterschreiben? Muss ich zusätzlich den Antrag auf Insolvenzgeld unterschreiben und meiner alten ZA-Firma geben oder kann ich das direkt mit dem Arbeitsamt machen?
Habe versucht den Insolvenzverwalter per eMail zu kontaktieren, aber es kamen auf telefonischer Nachfrage ständig Ausreden (nicht im Haus, noch keine Zeit, in Besprechung)
Bis Montag müsste ich meine Unterlagen unterschrieben abgeben (Abtretung und Antrag auf Insolvensgeld) sonst bekäme ich keinen Lohn, meinte ein Angestellter der insolvente ZA-Firma.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Wenn Sie keine längere Kündigungsfrist haben, kündigen Sie zu dem Antrittstermin bei dem anderen Zeitarbeitsunternehmen. Je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt sich die Kündigungsfrist nach § 622 Abs. 2 BGB, wenn im Arbeitsvertrag nichts konkretes geregelt ist.

2. Sie können jederzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist das Arbeitsverhältnis auch gegenüber dem Insolvenzverwalter kündigen.

3. Die Abtretung des Insolvenzgeldes an die Bank sollten Sie unterschreiben. Hier wird das Insolvenzgeld durch ein Bankdarlehen vorfinanziert und ermöglicht eine frühere Gehaltsauszahlung. Ohne die Abtretung erhalten Sie die Gehaltszahlung wesentlich später.

4. Den Antrag auf Insolvenzgeld sollten Sie bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber unterschreiben. Die Anträge werden dann an die Agentur für Arbeit übermittelt. Dies geht in der Regel schneller, als wenn Sie den Antrag selbst stellen. Zudem wird Ihnen das Ausfüllen des Antrages abgenommen.

5. Damit Sie Ihr Gehalt zeitnah bekommen, sollten Sie daher die Abtretung und den Antrag auf Insolvenzgeld unterschreiben und bei dem jetzigen Arbeitgeber abgeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2015 | 08:47

Vielen Dank.
Zu Punkt 2 habe ich noch eine Zwischenfrge: kann ich Probleme mit der Gehaltszahlung bekommen, wenn ich kündige oder habe ich weiterhin einen Anspruch drauf?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2015 | 18:41

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Probleme mit der Gehaltszahlung haben Sie bei einer Kündigung nicht zu erwarten. Der Arbeitgeber / Insolvenzverwalter kann das Gehalt nicht einbehalten, wenn Sie gekündigt haben.

Viele Grüße

Bewertung des Fragestellers 07.02.2015 | 19:11

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