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Zaun an Grundstücksgrenze auf eigenem Grundstück

| 25.02.2021 13:25 |
Preis: 25,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


13:12
Wir wohnen in einem EFH in einem Neubaugebiet. Unsere Nachbarn und wir würden gern unsere gemeinsame Grundstücksgrenze einfrieden, können uns leider nur nicht über die Form der Einfriedung einigen. Wir möchten gern aus diversen Gründen einen Zaun setzen, unsere Nachbarn eine Hecke. Vorgaben für die Einfriedung im Bebauungsplan oder von Stadt/Land her gibt es unseres Wissens nicht. Was ortsüblich ist, ist schwer zu sagen, man sieht alles mögliche in der Nachbarschaft.

Unsere Frage: Dürfen wir - anstatt einer gemeinsamen Einfriedung mit dem Nachbarn - entlang der Grundstücksgrenze, ausschließlich auf unserem Grundstück, nach eigenem Belieben einen Zaun oder Gablionen setzen (Höhe 0,8 - 1,2 m)? Oder gibt es eine Abstandsregel zur Grenze/müssten wir auch hierfür eine Absprache mit dem Nachbarn treffen?
25.02.2021 | 14:30

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

Die Einfriedung und Vorschriften dazu findet man in §§ 32 ff. Nachbarrechtsgesetz Nordrhein-Westfalen. Eine Einfriedung ist eine auf der Grundstücksgrenze errichtete Anlage, die ein Grundstück gegenüber Nachbargrundstücken abgegrenzt und es vor unbefugtem Betreten und vor Beeinträchtigungen, die vom Nachbargrundstück ausgehen, schützt. Einfriedungen sind also Zäune, Mauern oder Hecken.

Gemäß § 32 NachbG NRW kann ein Nachbar eine Einfriedung verlangen. Der andere Nachbar ist verpflichtet, zusammen mit ihm eine Einfriedung auf der Grundstücksgrenze zu errichten. Man muss sich jedenfalls dann die Kosten teilen. Wenn es allerdings wie bei Ihnen zu keiner Einigung kommt, so muss gemäß § 35 NachbG NRW eine ortsübliche Einfriedung gewählt werden. Ortsüblich ist eine Einfriedung, wenn sie in Ihrer unmittelbaren Umgebung/Siedlung häufiger vorkommt.
Wenn Sie nun also vorhaben, eine eigene Einfriedung zu machen, so dürfen Sie das, aber Sie muss ortsüblich sein. Sie teilen mit, dass sich eine ortsübliche Einfriedung nicht feststellen lässt und Sie sich nicht einigen können, so dass eine etwa 1,20 Meter hohe Einfriedung, also beispielsweise eine Mauer, ein Drahtzaun, ein Holzzaun oder eine Hecke errichtet werden darf. Das geht. Allerdings sehe ich bei der Errichtung der Gabionen die Gefahr, dass dies nicht unter eine klassische Einfriedung fällt.
Möglicherweise würde man Ihnen vorwerfen, dass Sie das Gebot der nachbarlichen Rücksichtnahme verletzen.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
Draudt
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 26.02.2021 | 11:59

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Mit "eigener Einfriedung" meinen Sie, dass (bspw.) der Zaun nun nicht auf der Grundstücksgrenze errichtet wird, sondern komplett auf dem eigenen Grundstück (beliebig nah zum Nachbarn, aber innerhalb des eigenen Grundstücks), oder? Es gibt dann keinen einzuhaltenden Mindestabstand zum Nachbar, oder?
Zählen Gabionen nicht als Mauern, die auch oft als ortsüblich betrachtet werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.02.2021 | 13:12

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage teile ich gerne folgendes mit:

„Mit "eigener Einfriedung" meinen Sie, dass (bspw.) der Zaun nun nicht auf der Grundstücksgrenze errichtet wird, sondern komplett auf dem eigenen Grundstück (beliebig nah zum Nachbarn, aber innerhalb des eigenen Grundstücks), oder?"

Ja


„ Es gibt dann keinen einzuhaltenden Mindestabstand zum Nachbar"


Ja


„Zählen Gabionen nicht als Mauern, die auch oft als ortsüblich betrachtet werden?"

Bisher nicht lt. Rechtsprechung, da diese noch recht neu sind und recht massiv. Diese Anschauung kann sich aber ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 03.03.2021 | 21:54

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