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Zahnzusatzversicherung - Meine Frage ist, ob der gesetzliche Versicherer dem privaten Versicherer Au

05.07.2013 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Hallo
Mein Zahnartzt hat einen Behandlungsbedarf festgestellt bei dem insgesamt Kosten in Höhe von 2300 Euro für mich anfallen. die Kosten welche die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt sind schon abgezogen.
Ich habe noch keine Zahnzusatzversicherung und wollte nun wissen, ob es möglich ist jetzt noch eine Zusatzversicheung abzuschließen und dann den Zahnartzt zu wechseln,
damit der neue Zahnartzt den Behandlungsbedarf erst nach Abschluß des Vertrages feststellt, so daß die Zusatzversicherung die Behandlungskosten übernimmt.
Meine Frage ist, ob der gesetzliche Versicherer dem privaten Versicherer Auskunft über bisherigen Behandlungsbedarf und bisher behandelnde Zahnärzte erteilen darf.
Falls dazu meine Einwilligung erforderlich ist- kann der private Versicherer meine Einwilligung
fordern und mir ansosten den Vertrag kündigen oder die Zahlungen für die in Zunkunft anfallenden Behandlungen verweigern?
Vielen dank für Ihre Antwort
Freia Stutz

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Die gesetzliche Krankenkasse darf nur dann Daten an die PKV weitergeben, wenn es Sie hierzu Ihr Einverständnis erteilen. Im Übrigen regelt § 305 SGB V , dass die Krankenkassen ihre Versicherten auf Verlangen umfassend informieren. Weiterhin weise ich vorsorglich darauf hin, dass falsche Angaben schwerwiegende Konsequenzen für Ihren privaten Zahnzusatzversicherungsvertrag – wie z.B.eine Kündigung – haben können. Schließlich sollten Sie bedenken, dass die private Zahnzusatzversicherung bei entsprechenden Anhaltspunkten Sie auffordern kann, die Daten selbst bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse anzufordern. Falls Sie sich weigern, besteht das Risiko, dass die Leistungen abgelehnt werden. Ganz abgesehen davon werden Sie bei Abschluss der Zahnzusatzversicherung ohnehin die Sie behandelnden Ärzte benennen und diese wie auch Ihre Krankenversicherung von der Schweigepflicht entbinden müssen. - Wenn Sie die Fragen in dem Antragsformular der privaten Zahnzusatzversicherung zutreffend beantworten und nach Ablauf der Wartezeit einen neuen Heil- und Kostenplan von einem anderen Zahnarzt erstellen lassen, dann werden unter der Voraussetzung, dass ein veränderter Befund oder eine neue Diagnose gestellt wird und dementsprechend eine neue, der Veränderung angepasste Therapie vorgeschlagen wird, Leistungsansprüche aus der Zahnzusatzversicherung bestehen.


Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu heben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin

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