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Zahnriehmenschaden

08.10.2014 19:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Torsten Vogel


Zusammenfassung: Mängel bei der Durchführung eines Serviceauftrages für ein KfZ, Schadenersatzansprüche hieraus.

Guten Tag,

ich gab meinem VW Sharan (KM-Stand 130.000) im Juli 2014 zu einem Kundendienst in eine Werkstatt ab (keine VW-Werkstatt). 8 Wochen später riss der Zahnriemen an dem Wagen- Die folgen Motorschaden Reparaturkosten ca. 3500 Euro. Laut VW muss bei einem Kundendienst (bei 120.000 km) zwingend der Zahnriemen kontrolliert werden. Dieser wurde nicht kontrolliert (lt. Aussage der Werkstatt). Da VW erst einen Zahnriemenwechsel bei 180.000 km vorsieht.

Ich als Kunde verlasse mich doch wenn ich ein Auto zum Kundendienst bringe das dieser ordnungsgemäß durchgeführt wird. Ich kenne doch nicht die Vorgaben des Herstellers. Habe ich Chancen die Reparaturkosten erstattet zu bekommen ?

Sehen Sie Chancen gegen die Werkstatt vorzugehen ? Rechtschutzversicherung vorhanden...

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich können sie gegen die beauftragte Werkstatt Schadenersatzansprüche wegen mangelhafter Leistung geltend machen.
Bei dem mit der Werkstatt geschlossenen Vertrag handelt es sich um einen Werkvertrag. Ihre Rechte bestimmen sich daher nach den Regelungen der §§ &31 ff BGB.

Nach § 634 Nr. 1 BGB iVm. § 635 BGB setzt dies zum einen voraus, dass sie der Werkstatt die Möglichkeit der Nacherfüllung, soweit diese möglich ist, eingeräumt haben.

Zum weiteren wäre Voraussetzung, dass sie beweisen können, dass sich der Auftrag, den sie an die Werkstatt erteil hatten, auch auf die Durchführung der Prüfung des Zahnriemens erstreckte, soweit dieser vom Herstellen des KfZ, bei der entsprechenden Laufleistung, vorgeschrieben ist.

Ebenso müssten sie die Kausalität zwischen eingetretenem Motorschaden und der Nichtdurchführung der Prüfung des Zahnriemens beweisen. Hierfür kommt in der Regel nur ein Sachverständigengutachten in Betracht.

Da sie Rechtsschutz versichert sind beschränkt sich Ihr Prozessrisiko auf einen eventuell vereinbarten Selbstbehalt.

Bei der Höhe der anstehenden Reparaturkosten würde ich daher mindestens zur Prüfung der Erfolgsaussichten einer entsprechenden Klage, durch einen Kollegen vor Ort, raten.

Diesen könnten sie dann auch mit der Führung des weiteren Schriftverkehres beauftragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2014 | 20:04

Sehr geehrter Herr Vogel,

>Zum weiteren wäre Voraussetzung, dass sie beweisen können, dass >sich der Auftrag, den sie an die Werkstatt erteil hatten, auch >auf die Durchführung der Prüfung des Zahnriemens erstreckte, >soweit dieser vom Herstellen des KfZ, bei der entsprechenden >Laufleistung, vorgeschrieben ist.

Genau das war meine Frage. Ich gebe als Laie ein Auto zum Kundendienst ab. Woher soll ich wissen das ab einer Laufleistung von 120.000 Kilometer eine Kontrolle des Zahnriemens zu erfolgen hat. DAs ist doch Sache der Werkstatt. Wenn ich ein Auto abgebe und diese beauftrage den Kundendienst durchzuführen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2014 | 23:17

Es obläge in einem gerichtlichem Verfahren Ihnen darzulegen und zu beweisen, was eine Standardinspektion eines bestimmten Kfz-Types, eines bestimmten Herstellers, bei einer bestimmten Laufleistung enthält und ob diese Leistung ausgeführt wurde oder nicht. Ich gehe jedoch davon aus, dass eine Markengebundene Werkstatt oder der Hersteller bereit sein wird entsprechende Auskünfte zu erteilen und ggf. zu belegen.

Sie müssen in diesem Zusammenhang bedenken, das es Ihnen als Kläger im Zivilverfahen obliegt, die anspruchsbegründenten Tatsachen darzulegen und zu beweisen, unabhängig ob sie über entsprechendes Fachwissen verfügen oder nicht.

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