Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zahnersatzmangel, Schmerzensgeld

| 30.03.2015 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


21:04

Zusammenfassung: Schadensersatz und Schmerzensgeld bei unsachgemäßer Zahnbehandlung

Heute vor etwa einem Jahr habe ich mich einer zahnärztlicher Behandlung unterzogen, die mir der Zahnarzt bei jedem Arztbesuch bei ihm empfahl.

Der Zahnarzt setzte mir zwei Kronen (oben rechts) und eine Brücke (unten rechts) ein. Die Notwendigkeit schein vorhanden gewesen sein.

Seit der Behandlung klagten mich ständig Schmerzen auf der behandelten Seite. Bei einem Nachsorgetermin erzählte ich dies der Arzthelferin, die mich mit BioRepair Zahnpasta und Mundspülung abspeiste. Da ich natürlich die Schmerzen los werden wollte, kaufte ich diese und probierte diese auch aus. Letztendlich brachte es nichts.
Die Schmerzen wurden immer heftiger, sodass ich das letzte Jahr mit täglich 3 mal Schmerzmittel Einnahme einigermaßen überstand.
Zwischenzeitlich holte ich mir eine zweite Meinung ein und ließ einen anderen Zahnarzt über den Zahnersatz drüber gucken. Dieser sagte mir, dass die Krone sowie Brücken nicht richtig angepasst seien. Daraufhin ging ich zum Zahnarzt A zurück und erzählte ihm dass ich mir eine zweite Meinung eingeholt habe, weil ich die Schmerzen nicht mehr ertragen würde und dass wir nun eine Lösung finden müssten um diese abzustellen. Er war daraufhin sehr "beleidigt", wie denn der andere Zahnarzt so etwas behaupten könne. Er würde ja mit dem besten Labor zusammenarbeiten und es würde alles passen. Nun fing er an mit einer Wurzelbehandlung bei einer der Kronen, die er dafür aufbohren musste. Nach mehrmaligen Terminen bei ihm waren die Schmerzen immer noch vorhanden. Ende des Jahres wollte er dann dass ich bei einem HNO abklären lasse, dass keine chronische Nasennebenhöhlenentzündung vorliegen würde da dies wohl in die Nerven der Zähne reinziehe. Wenn das abgeklärt wäre, könne ich gerne wieder zu ihm kommen und wir würden unten an dem Zahn weitermachen. Ich habe/hatte unten und oben Beschwerden und wurde auch als etwas "ganz besonderes" von ihm bezeichnet.

Ich habe auch dort mitgewirkt und es bei einem HNO abklären lassen. Keine Nasennebenhöhlenentzündug war vorhanden. Der HNO schickte mich weiter zum Neurologe um mir ein Antidepressiva mit Schmerzstillenden Effekt zu verschreiben (Amytriptilin). Dies nahm ich eine Weile und es half nichts.

Nun forderte ich ein Gutachten bei der Krankenkasse, weil ich mir sicher war, dass was an dem Zahnersatz nicht stimmte. Der Gutachtertermin war letzte Woche und der Gutachter konnte Mängel am Zahnersatz feststellen und sagte, dass alles komplett erneuert werden müsste.

Nun ist meine Frage: Muss ich zum alten Zahnarzt zurück? Und kann ich den Zahnarzt um Schmerzensgeld verklagen? Ich habe nun mehr als ein Jahr unter den starken Schmerzen gelitten und wäre ich nicht zu einem Gutachter gegangen, dann wäre der "Fusch" unter den Tisch gemogelt worden und er hätte weiter am unteren Zahn gewerkelt. Ich bin in der Umschulung zur Kauffrau für Versicherungen, wobei ich sehr stark eingeschränkt war mit lernen und auch Konzentration durch die Schmerzen und das Schmerzmittel welches ich einnehmen musste, Ich konnte aus zeitlichen Gründen auch nicht täglich zu ihm fahren, da ich feste Arbeitszeiten habe und auch eine Behinderung von 50 Grad habe und nicht mobil bin.
Mein Vertrauen zu dem Arzt ist mehr als gebrochen, durch die Aussagen, die er getroffen hat.
30.03.2015 | 20:34

Antwort

von


(594)
Holstenplatz 9
25335 Elmshorn
Tel: 06704017745
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Muss ich zum alten Zahnarzt zurück?

Nein, wenn Sie das Vertrauen gänzlich verloren haben, und dass dürfte bei Schmerzen von einem Jahr der Fall sein, dann müssen Sie das nicht, wobei ich Ihnen aber nicht verschweigen möchte, dass vereinzelt Landgericht anders entschieden haben.

So hat das LG Köln (Urteil vom 06.03.2012 - 3 O 83/11 ) geurteilt, dass die Behandlung deswegen nicht unzumutbar sei, da sich die Patientin weiter in Behandlung begeben hat.

Das dürfte bei Ihnen aber nicht der Fall sein, so dass eine weitere Zusammenarbeit unzumutbar ist.

2. Und kann ich den Zahnarzt um Schmerzensgeld verklagen?

Ja, das können Sie, da der Arzt Ihre Rechte und damit Ihre Gesundheit im Rahmen des Behandlungsvertrages nicht geschützt hat.

Derzeit habe ich einen nahezu gleichen Fall, bei der die Patientin seit mehr als einem Jahr Schmerzen hat.

Sollten Sie weitere Kosten haben wegen der Beseitigung des Mangels, dann können Sie diese ebenfalls ersetzt verlangen.

Sollten Sie Hilfe bei der Durchsetzung Ihrer Reche benötigen, können Sie sich gerne vertrauensvoll an mich wenden, da ich bundesweit tätig bin und über die theoretische Qualifokation als Fachanwalt für Medizinrecht verfüge.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.

Rückfrage vom Fragesteller 30.03.2015 | 20:47

Danke für Ihre schnelle Antwort.

Wie gehe ich bei einem solchen Fall weiter vor? Das Gutachten wird diese Woche bei der Krankenkasse ankommen, diese würden sich danach bei mir melden.

Was für kosten kommen auf mich zu? (Anwalt/Beratung) Da ich zur Zeit in einer beruflichen Rehabilitation bin und finanziell nicht sehr stark gestellt. Eine Rechtsschutzversicherung ist leider auch nicht vorhanden.

Den Eigenanteil des Zahnersatzes habe ich bis letzten Monat in monatlichen Raten bezahlt. Insgesamt wäre es ein Beitrag von ca. 2000 € gewesen von denen ich 550 € bereits bezahlt habe.
Der Gutachter sagte, ich solle eine Zahlung erstmal stoppen wegen des Mangels und der Zahnärztlichen Kasse davon bescheid geben. Dies habe ich getan.

Dies müsse der Zahnarzt auch an mich zurückzahlen, und natürlich der Kasse ihren Anteil um bei einen anderen Zahnarzt behandelt werden zu dürfen.

Danke für Ihre Bemühung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.03.2015 | 21:04

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Sie warten zunächst einmal das Ergebnis des Gutachtens ab.

Mit diesem Ergebnis sollte der Arzt konfrontiert und aufgefordert werden, auf seine weitere Forderung wegen der Mängel zu verzichten.

Zudem sollte in vorläufiges Schmerzensgeld gefordert werden.

Wenn das nicht fruchtet, sollte dann ein Anwalt eingeschaltet werden.

Eine gerichtliche Auseinandersetzung kann mit Prozesskostenhilfe durchgeführt werden.

Diese trägt dann die Kosten des Gerichts und des eigenen Anwaltes, jedoch letztere nicht in voller Höhe, so dass Sie bei Gewinnen des Verfahrens noch etwas an den Anwalt zahlen müssten, sich das aber vom Gegner holen könnnen.

Die genauen Kosten lassen sich erst abschätzen, wenn die Schmerzensgeldhöhe bekannt ist.

Gegebenenfalls springt ein Prozessfinanzierer ein.

Die Kosten dieser Beratung werden auf die Kosten einer weiteren Beauftragung angerechnet.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit verständlich beantwortet haben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Grübnau-Rieken
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.03.2015 | 21:12

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.03.2015
5/5,0

ANTWORT VON

(594)

Holstenplatz 9
25335 Elmshorn
Tel: 06704017745
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Zivilrecht, Arbeitsrecht (Arbeiter und Angestellte), Versicherungsrecht, Medizinrecht, Fachanwalt Sozialrecht