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Zahnbehandlung : Behandlungsfehler - Schadenersatz ?

19. Februar 2016 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


Ende März 2014, hat mir ein Zahnarzt eine Brücke mit Kronen am Oberkiefer eingesetzt.
Zwischenzeitlich hat sich dreimal eine Krone abgelöst. In den ersten beiden Fällen habe ich eine Garantie-Leistung des Zahnarztes erhalten. Im zweiten Fall hat er mich allerdings nicht richtig aufgeklärt und eine Krone mit halber Verblendung vorgeschlagen. Ich soll einen starken Biss haben. Meine Nachfrage, warum man dies nicht schon am Anfang berücksichtigt hat beantwortete er wie folgt : Zuerst kommen nehmen wir immer Kronen mit Vollverblendung, Weil dies der Standard des Hauses wäre. Nun habe ich mich aufgrund seiner Empfehlung für eine Krone mit halber Verblendung, wegen der besseren Stabilität, entschieden. Im Nachhinein kamen mir Zweifel an seiner Begründung : wollte er bei der Garantie-Leistung sparen ?

Beim dritten Fall lehnte er eine Garantieleistung kategorisch ab. Auf den Röntgenbildern seien Entzündungen zu sehen, die eine Entfernung des Zahnes unumgänglich machen. Deshalb sei es in diesem Fall ( obwohl im Jan 2016 noch innerhalb der gesetzl. Gewährleistungsfrist) kein Garantiefall gegeben. Da die Entzündungen am Zahnfleisch und -knochen von ihm nicht vorher zu sehen waren und es damit ein neuer Behandlungsfall sein soll und ich damit die Behandlungskosten in voller Höhe zu tragen hätte.

Desweiteren habe ich die Entzündungen im Zahnfleisch und was man dagegen tun könne immer wieder angesprochen. Als ich Schmerzen hatte, hat er mir nur Antibiotika verschrieben.

Die Zweitmeinung zweier anderer Zahnärzte spricht dagegen eine andere Sprache :

Die Entzündungen seien so gravierend, dass sie schon seit mindestens 2 Jahre existieren. Außerdem sei mindestens eine Wurzelbehandlung mangelhaft. Der Wurzelkanal sei nicht richtig aufgefüllt worden, so daß sich immer wieder Bakterien bilden können. Welche wiederum Ursache der Entzündungen am Zahnfleisch und Knochenschwund seien. Unter diesen Umständen hätte der behandelnde Zahnarzt die Brücke am Oberkiefer niemals einsetzen dürfen. Womit ein grober Behandlungsfehler gegeben wäre.

Indizien : der behandelnde Zahnarzt will Zähne möglichst bald ziehen und hat als "beste
Lösung" Implante vorgeschlagen. Damit habe man ein Leben lang Ruhe.

Obwohl mehrmals angesprochen, wurde die Behandlungsmöglichkeit
der Entzündungen "umschifft" mit so Aussage wie "minimaler Knochenschwund"
und "so schlimm ist das nicht"

die Behandlung mit Implantaten könne er selber nicht leisten. Anstattdessen
wurden mir "befreundete" Kollegen wärmstens empfohlen.


Nun erhoffe ich mir auf Grundlage von

§ 630 a BGB aus Pflichtverletzung beim Behandlungsvertrag
- die Brücke hätte unter den gegeben Umständen nie eingebaut werden dürfen

§ 630 c BGB aus Verletzung Mitwirkungs- und Informationspflicht
- Entzündungen - was tun ?

§ 630 e BGB Aufklärungspflichten
- zu Ursache und Wirkung der Behandlung


ggf. rechtliche Möglichkeiten


Zwischenzeitlich habe ich meiner Krankenkasse ( bin gesetzl, versichert ) einen Auftrag bezüglich Behandlungsfehler und medizinischem Gutachen in Auftrag gegeben

Ein Gutachten bei der zuständigen Kammer ( mit ungewissem Ausgang) müsste ich selber bezahlen ( bis zu 800 Euro)

Wie geht s jetzt weiter ?

- andere Zahnärzte wollen das Gutachten, daß sich mehrere Monate hinziehen kann vor einer Behandlung abwarten.
- zum bisherigen Zahnarzt habe ich kein Vertrauen mehr



22. Februar 2016 | 14:20

Antwort

von


(497)
Mühlgasse 2
71711 Murr
Tel: 07144-8889866
Web: http://www.anwalt-for-you.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Wenn Sie einen Behandlungsfehler nachweisen, stehen Ihnen tatsächlich Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld zu.

Das Problem des Gutachtens ist, dass dieses bei Gericht nur einen geringen Wert hat, da es außergerichtlich auf privater Basis erstellt wurde.

Mit den entsprechenden Stellungnahmen würde ich dazu raten, DIREKT eine Klage zu prüfen. Das Gericht wird ohnehin einen Gutachter beauftragen, und die Doppel-kosten können vermieden werden.

Daher sollten Sie umgehend einen Anwalt/in beauftragen.

Gerne übernehme ich die weitere Vertretung, die räumliche Entfernung ist dabei nicht bedeutsam.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Steininger

ANTWORT VON

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