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Zahlungswilliger Schuldner


24.10.2006 22:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hätte eine Frage in Bezug auf die Rechte zahlungswilliger Schuldner...
Die Sachlage ist folgender Maßen zu beschreiben:
Ein Bekannter von mir hat aus seiner Ehe Schulden mit herausgenommen,unter anderem auch Mietschulden der damals gemeinsamen Wohnung von seiner Frau und ihm.
Trotz seines monatlichen Verdienstes von 1154,00€ war er stets bemüht seinen Gläubigern gerecht zu werden, setzte sich mit diesen an einen Tisch oder bat telefonisch um Ratenanpassung um alles nach und nach begleichen zu können. Anfang des Jahres wurde er von der Bank in Kenntnis gesetzt das sein Konto von seinem Ex-Vermieter gepfändet wird. Darauf hin setzte er sich mit dessen Anwalt telefonisch in Verbindung um auch dort eine Rate auszuhandeln.Er bot ihm damals eine Rate von 50,00Euro monatlich an, die seitens des Gläubigers angenommen wurde. Soweit so gut. Da er aus der Ehe heraus eine Tochter hat, und seine Frau einen Titel gegen ihn erwirkte obwohl er z.B. den ehelichen Kredit allein bedient wurde sein Lohn nach einiger Zeit vom Jugendamt auf 750,00€ heruntergepfändet.Durch diese neue Situation setzte er sich schriftlich mit seinen Gläubigern auseinander und hatte auch überall Erfolg in Bezug auf eine Runtersetzung der monatlichen Raten, bis auf seinen Exvermieter. Dieser bestand unter Androhung eines Betrugverfahrens auf die volle Höhe der Rate. (In dem Schreiben wurde diesem Gläubiger genau aufgeschlüsselt was er überall zahlen muss und was er zur Verfügung hat, und es wurde eingeräumt das bei einer Verbesserung der finaziellen Lage eine sofortige Erhöhung der Rate angestrebt ist), wie gesagt die Reaktion darauf war Androhung eines Verfahrens wegen Betruges. Da er es aber bei allem Willen einfach nicht in dieser Höhe weiterzahlen konnte störte den Gläubiger in keinster Weise. (Alle anderen gingen darauf ein.) Daraufhin rief mein Bekannter wieder bei dessen Anwalt an mit der Bitte doch nochmals mit seinem Mandanten diesbezüglich zu reden, da er wie erwähnt ZAHLUNGSWILLIG ist, doch durch die Umstände nur beschränkt ZAHLUNGSFÄHIG ist. Daraufhin wurde wieder sein Konto von eben diesem gesperrt obwohl der Arbeitgeber meines bekannten und das Amtsgericht ihn davon in Kenntnis setzte das durch die Pfändung des Jugendamtes nichts mehr zum pfänden da wäre. Mittlerweile droht meinem Bekannten die Kündigung, auch davon wurde der Ex-Vermieter in Kenntnis gesetzt worauf er seinen Anwalt mitteilen lies das es ihm "scheissegal" wäre. Wenn mein Bekannter seine Arbeit verliert hat doch aber keiner etwas davon, weder der Vermieter( denn dann wird er garnicht mehr zahlungsfähig sein) weder die anderen Gläubiger. Ich hatte meinem Bekannten mittlerweile angeboten eine Rate gegenüber diesem Glaubiger von 70€ zu übernehmen, denn ich weis genau ich bekomm es wieder. Der Exvermieter lies wieder ausrichten das er alles haben will und jetzt und sofort.
Gibt es denn gegen soetwas keine Möglichkeit sich auch als Schuldner zu wehren, gerade dann wenn es doch wirklich nicht an dem WILLEN liegt, sondern an der Fähigkeit, gerade wo dadurch die ganze Existenz des Schuldners auf dem Spiel steht?

Ich hoffe das sie mir einen Rat geben können, was er eventuell dagegen tun könnte, denn er will sich weder einer Zahlung entziehen und vorallem schon garnicht seinen Job durch solch eigentlich nicht nachvollziehbarem Verhalten verlieren.

Mit freundlichen Grüssen und grossem Dank voraus
Michaela Nölke
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ihr Bekannter befindet sich in einer schwierigen Situation. Gegen den Gläubiger, der hinsichtlich der Raten nicht einlenken will, gibt es leider keine rechtliche Handhabe.

Wenn abzusehen ist, dass Ihr Bekannter in sechs Jahren seine Schulden nicht aus eigener Kraft abtragen kann, sollte er seine Schulden per Insolvenzverfahren (Verbraucherinsolvenz) bereinigen, sofern keine weiteren Vermögenswerte vorhanden sind. Bereits bei Beginn des Verfahrens kommt auch an der Pfändungsfront Bewegung. Viele hartnäckige Gläubiger sind bei einem angekündigten Insolvenzverfahren oftmals zu maßvollen Vergleichen bereit.

Rat und Hilfe gibt es kostenlos bei anerkannten Schuldnerberatungsstellen in Ihrer Nähe. Da die Wartezeiten aber leider oftmals lang sind, sollte Ihr Bekannter zu einem Kollegen vor Ort gehen, der sich auf den Gebieten Schuldenkrise und Verbraucherinsolvenz spezialisiert hat.

Rechtsberatung und Rechtshilfe darf nur von Anwälten übernommen werden. Für nur 10 Euro Schutzgebühr bietet ein kostenloser Beratungshilfeschein anwaltliche Rechtsberatung und Rechtshilfe einschließlich der Vorbereitung des Verbraucherinsolvenzverfahrens an.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein vereinfachtes Insolvenzverfahren und soll den Gläubigern eines zahlungsunfähigen Schuldners gleichmäßige forderungsanteilige Befriedigung bringen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de







http://www.bag-schuldnerberatung.de/adres3.htm
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