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Zahlungsverpflichtung Maklercourtage

| 15.02.2012 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer Mietwohnung und habe gestern eine Wohnung angeschaut, auf die ich durch eine Anzeige in einem Immobilienportal aufmerksam geworden bin. Die Wohnungsvermittlung erfolgt über eine Maklerin (das war auch im Inserat angegeben), die gestern bei der Besichtigung anwesend war. Der Vermieter war nicht anwesend. Ich bin nicht 100%ig überzeugt von der Wohnung, habe mich aber trotzdem beworben, d.h. ein Informationsblatt mit Gehaltsinformationen etc. ausgefüllt. Gerade bekam ich einen Anruf von der Maklerin, die mich fragte, ob ich an der Wohnung interessiert sei. Dies habe ich bejaht. Daraufhin meinte sie, dass sie dann den Vermieter anrufen würde und sich noch einmal meldete. Momentan wartet die Maklerin auf meinen Rückruf. Meine Frage ist nun, ob ich zur Zahlung der Maklercourtage verpflichtet bin, wenn ich die Wohnung der Maklerin gegenüber mündlich am Telefon zusage und eventuell in einigen Tagen wieder absage. Ich habe nämlich morgen noch zwei Besichtigungen mit möglicherweise schöneren und günstigeren Wohnungen, die ich vielleicht vorziehen würde.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Hinsichtlich der Maklercourtage unterscheidet man zwischen zwei Arten von Gebührentatbeständen.

Entweder kann der Makler seine Provision beanspruchen, wenn erfolgreich eine Wohnung vermittelt wurde oder aber, allein dann schon, wenn der Nachweis einer vorhandenen Wohnung erbracht wurde.

Allerdings ist es hier so, dass Sie die Maklerin nicht mit der Suche nach einer Wohnung beauftragt haben. Eine reine Nachweiscourtage entfällt daher.

Es kommt nur der Tatbestand in Betracht, dass Sie die Courtage zahlen müssen, wenn Ihnen die Wohnung auch erfolgreich vermittelt wurde, Sie also den Mietvertrag unterschrieben haben.

Wenn Sie sich also gegen die Wohnung entscheiden, müssen Sie auch keine Kosten der Maklerin tragen.

Etwas anderes kann nur dann gelten, wenn Sie der Maklerin eine anderslautende Gebührenvereinbarung unterschrieben hätten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2012 | 12:28

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie schreiben "Wenn Sie sich gegen die Wohnung entscheiden, müssen Sie auch keine Kosten der Maklerin tragen." Wenn ich mich von Anfang an, d.h. beim Angebot zur Miete, gegen die Wohnung entscheide, ist das klar.
Wie verhält es sich, wenn ich mich gegen die Wohnung entscheide, NACHDEM ich mich der Maklerin gegenüber telefonisch bereits für die Wohnung entschieden habe, allerdings vor Unterschrift eines Mietvertrags?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2012 | 12:33

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Solange kein Mietvertrag zustande gekommen ist, kann die Maklerin keine Gebühren verlangen.

Erst mit erfolgreichem Abschluss eines Vertrages entsteht auch der Vergütungsanspruch des Maklers.

Auch wenn Sie mündlich schon signalisiert haben, die Wohnung nehmen zu wollen, ist damit kein Mietvertrag zustande gekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.02.2012 | 14:25

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