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Zahlungsverhandlungen zwischen Arzt und Krankenkasse

| 22.09.2011 10:22 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich bin bei der Postbeamtenkrankenkasse B1 Mitglied (Nicht privat, sondern eine Selbstzahlerkasse) Ich bekomme einen 1,9-fachen Satz erstattet. Die Ärzte stufen mich generell als Privatpatient ein und rechnen deutlich überhöht ab. (2,2-2,5 facher Satz)Nach Einreichen der Rechnungen und die Erstattung der Krankenkasse bleibe ich entweder auf den Restkosten, die die KK nicht erstattet, sitzen, oder ich fordere die Ärzte auf, bitte die Rechnung an die Erstattungen der KK anzugleichen. Dies wird in letzter Zeit nicht mehr gemacht. (Wenn Ihnen das Ihre Gesundheit nicht wert ist.....)
Für mich ergeben sich immer häufiger Verhandlungen zwischen der KK und den Ärzten. Dazu muss ich die Gebührenordnungen der jeweiligen Ärzte kennen und entsprechend Fachgespräche über die Behandlung führen, für die ich lt. meinen Ärzten nicht qualifiziert bin. Immer öfter erreiche ich keine Einigung und muss die Unterschiedsbeträge selbst tragen. (ca. 400-500 Euro im Monat).
Die Sachbearbeiter bei der Krankenkasse werden 3 Jahre für diese Gespräche ausgebildet, ich muss dies mir alles selbst aneignen, mittlerweile bin ich nervlich am Ende. Ich habe die Behandlung durch meinen Zahnarzt, Physiotherapeut und Lungenfacharzt inzwischen eingestellt und lebe mit Schmerzmittel, ich kann mir die Behandlungen einfach nicht mehr leisten. Meine Frage ist: Kann es rechtens sein, dass ich mit den höheren Rechnungen der Ärzte leben muss, nur weil diese sich nicht an die Erstattungssätze der Krankenkasse halten? Ist es rechtens, dass ich als unqualifizierte Person die Verhandlungen zwischen Der Krankenkasse und dem Arzt führen muss? (Die Krankenkasse sagt ja, weil Vertragspartner der Ärzte ich bin und nicht die KK)

Sehr geehrte Ratuchende,

der Arztvertrag kommt in der Tat zwischen Ihnen und dem Arzt zustande.

Daher sind Sie und nicht etwa die Krankenkasse vertragspartner und haben es allein in der Hand, Leistungen und Gegenleistungen vertraglich zu vereinbaren.

Dabei kann auch eine Vereinbarung getroffen werden, dass nur die erstattungsfähigen Kosten berechnet werden. Aber das obliegt eben Ihrem Verhandlungsgeschick und der Bereitschaft der Ärzte.

Die Krankenkasse hat also Recht und kann in diese Vertragsverhandlungen nicht eingreifen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2011 | 09:57

Sehr geehrte Frau True-Bohle,
die Ärzte begründen Ihre Kosten mit der Behandlung, da kann ich nicht mitreden oder beurteilen, was genmacht werden muss was nicht. Gibt es niemanden, der da einem hilft? Ich bin doch auch Kassenpatient (Pflichtmitgliedschaft!)
nur die Abrechnungsmodalitäten sind anders bei Selbstzahlern.
MfG Ruppel

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2011 | 10:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich kann die Problematik schon verstehen.

Das Problem ist daber, dass die Krankenkasse nicht Vertragspartner ist, sich dabei also auch nicht einmischen kann.

Der Arzt muss es Ihnen verständlich erklären und Sie können auch einen Voranschlag forden, der dann vorab der Krankenkasse vorgelegt werden kann.

Deren Abrechnung wäre dann Grundlage für die Verhandlungen mit dem Arzt.

Will der Arzt diese Grundlagen nicht akzeptieren, käme allenfalls ein Wechsel des Arztes in Betracht.

Möglich wäre natürlich auch, die jeweilige Ärztekammer einzuschalten, um die Abrechnungen prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 23.09.2011 | 10:11

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