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Zahlungspflicht Hotelzimmer trotz früher Stornierung

| 16.01.2011 13:28 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 17.12.2010 reservierte ich ein Dreibettzimmer in einem Hotel in Regensburg. Das geschah vormittags.
Ein paar Stunden später erkrankte ich aus heiterem Himmel an einer starken Erkältung und musste die Reise absagen. Reservierung und Stornierung am gleichen Tag also.

Die Rezeption ist in diesem Hotel zwischen 11 Uhr und 16 Uhr nicht besetzt, eine eMail-Adresse ist auf der Website nicht vermerkt. Der Anrufbeantworter ist so eingestellt, dass man keine Nachricht aufsprechen kann. Eine Faxnummer ist angegeben, aber da ich knapp 40°C Fieber hatte, es mir wirklich schlecht ging, konnte ich meine Wohnung nicht verlassen.

Um 17 Uhr stornierte ich das Zimmer telefonisch. Eine Stunde später, nach dem die Rezeption wieder geöffnet war.

Erst bei der Stornierung wurde ich auf Stornierungsgebühren (80% vom regulären Zimmerpreis) aufmerksam gemacht. Bei der Reservierung wurde ich darüber nicht aufgeklärt. Die AGBs des Hotels wurde mir weder per Mail zugestellt, noch sind diese der Website des Hotels zu entnehmen.
Ich bekam auch keine Reservierungsbestätigung.

Da ich damit nicht so ganz einverstanden war, wie das ganze gelaufen ist, schrieb ich einen Brief. Das Hotel antwortete mir auch. Dies war mit der Rechnung also der zweite Brief vom Hotel. Sie sind nicht verhandlungsbereit und verlangen nun auch noch drei Euro Mahngebühr.
Ist dies bei der ersten Erinnerung (in Brief steht Mahnung) zulässig und muss ich nun alles bezahlen?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben mit dem Hotel einen Mietvertrag geschlossen. Die Tatsache, dass Sie das Zimmer wegen Erkrankung nicht nutzen konnten, entbindet Sie leider nicht von der Pflicht zur Zahlung der Miete (§ 537 Abs. 1 Satz 1 BGB). Sie müssen also grundsätzlich zahlen.

Das Hotel muss sich die ersparten Aufwendungen (hier: für Verpflegung) anrechnen lassen (§ 537 Abs. 1 Satz 2 BGB). Insoweit ist ein Abzug von 20 % in Ordnung. Die restlichen 80 % müssen Sie leider zahlen.

Ihre Zahlungspflicht entfällt nur dann vollständig, wenn Sie nachweisen können, dass Ihr Zimmer während des gebuchten Zeitraums anderweitig vermietet werden konnte. Dieser Nachweis wird praktisch allerdings kaum zu führen sein.

AGB spielen keine Rolle, da sich die Rechtslage direkt aus dem Gesetz ergibt.

Ich würde also empfehlen, dass Sie die Rechnung bezahlen, um weitere Mahnkosten zu vermeiden. Wenn Sie sich in Verzug befinden und noch ein Anwalt eingeschaltet wird, werden Sie auch dessen Gebühren zahlen müssen. Dies sollten Sie vermeiden.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.01.2011 | 09:59

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Stellungnahme vom Anwalt:
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