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Zahlungsaufforderung ohne Mahnung vorab


| 31.05.2005 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



ein rechnung wurde nicht bezahlt. der gläubiger ist damit zu einem inkasso-unternehmen gegangen. das inkasso-unternehmen hat mit dem schuldner eine ratenzahlung vereinbart. der schuldner hat einige monate die rate bezahlt und immer daraufhin ein schreiben vom inkasso-unternehmen erhalten dass weitere zahlungen bis zum xxx fällig sind. dieses schreiben folgte nicht mehr und der schuldner wusste auch nicht mehr wieviel noch offen war. somit hat der schuldner nicht mehr bezahlt (letzte Zahlung Januar 2002) hat aber auch kein schreiben mehr vom inkasso bekommen! DREI jahre später (10.05.2005) kommt ein schreiben vom inkasso-unternehmen mit der überschrift: Zahlungstermin 01.06.2005.
(in der zwischenzeit, von Jan02 bis Mai05,war KEIN kontakt in dieser angelegenheit zwischen inkasso-unternehmen und schuldner!!!!)
die frage: ist das inkasso-unternehmen nicht verpflichtet "regelmässig" eine mahnung (bis zu drei stück) zu versenden???
da dies nicht erfolgt ist, muss der schuldner trotzdem bezahlen???

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Frage lässt sich pauschal nicht ohne Weiteres beantworten. Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob Sie auch ohne die Schreiben des Inkassounternehmens wussten, wann und wie lange Sie die Raten zahlen mussten (dies sollte sich eigentlich aus der Ratenzahlungsvereinbarung ergeben). In diesem Fall dürften Sie gemäß § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB (dessen Inhalt auch vor der Schuldrechtsreform im Jahr 2002 galt) in dem Zeitpunkt, in dem Sie hätten zahlen müssen, auch ohne Mahnung des Inkassounternehmens in Verzug geraten sein. Die Folge wäre, dass das Inkassounternehmen nunmehr die Zahlung der ausstehenden Raten in einem Betrag verlangen könnte, was es jetzt wohl getan hat. Eine Verpflichtung für Inkassounternehmen, "regelmäßig" Mahnungen zu verschicken, um Anspruch auf Zahlung zu haben, gibt es in einer solchen Konstellation nicht.

Sofern Sie aber ohne die Schreiben des Inkassounternehmens tatsächlich nicht wussten, wann und wie lange Sie die Raten zahlen müssen (z.B. weil die Ratenzahlungsvereinbarung nicht eindeutig war), dann wären Sie mit Ihren Zahlungsverpflichtungen ohne die Zahlungsaufforderungen des Inkassounternehmens nicht in Verzug geraten. Die Folge wäre, dass das Inkassounternehmen nun nicht die gesamte Summe auf einmal verlangen darf.

Fraglich ist zudem, ob die Forderung des Inkassounternehmens mittlerweile nicht bereits verjährt ist. Dies kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

Ich rate Ihnen daher, einen Rechtsanwalt vor Ort zwecks Überprüfung Ihrer Angelegenheit einzuschalten. Gern können Sie sich hierzu auch an mich wenden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zumindest zu mehr Klarheit verholfen zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2005 | 18:19

Erst einmal Vielen Dank für die promte Antwort!!
Hat mir etwas mehr Klarheit in das ganze "Geschehen" gebracht!

Eine einmalige Nachfrage darf ich noch stellen.... das isr sehr schön!!:

Es gab eine Ratenzahlungsvereinbarung! Aber nicht in Schriftlicher Form und auch keine bestimmte Summe. Ich habe so bezahlt wie ich "konnte" und das hat das Inkasso-Unternehmen auch nie bemängelt! (war telefonisch so vereinbart worden)

Nun stellt sich mir die Frage wegen der Verjährung!
Mir wird nun aber auch klar, dass dies sich wahrscheinlich nicht "hier per mail" klären lässt!
Wenn ich mich an einen Rechtsanwalt bemühe, benötige ich dann den kompletten Schriftverkehr den es zwischen Inkasso-nternehmen und mir gab??? Diesen habe ich (wegen eines Umzuges) leider nicht mehr... Wenn ja, habe ich wahrscheinlich keine Chance hier "raus zu kommen". Oder?
Ich würde Sie gerne als Rechtsanwalt einschalten, hat aber, galube ich, wenig Sinn, denn ich komme aus Berlin.
Die Summe um die es sich handelt ist für mich nicht gerade gering (ca. 1.300,00 Euro). Lohnt es sich bei dieser Summe einen ReA zu kontaktieren???

Vielen Dank für Ihre Hilfe!!!!!!!!!!!!!!



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2005 | 12:39

Sie sollten sich, wenn Sie die 1.300 EUR nicht "einfach" bezahlen wollen (um die Sache abzuschließen), auf jeden Fall mit einem Rechtsanwalt zusammensetzen. Diesem müssen Sie Ihren Fall schildern, er berät Sie dann, wie weiter vorgegangen werden sollte. Der Anwalt freut sich natürlich über schriftliche Unterlagen, weil er dann objektive Anhaltspunkte für seine Beratung hat, aber wenn Sie keine solchen Unterlagen mehr haben, dann berät er Sie eben auf der Grundlage dessen, was Sie ihm erzählen. Wenn das Inkassounternehmen Ihre Darstellung jedoch bestreiten sollte, dann haben Sie ohne den Schriftverkehr allerdings unter Umständen Beweisprobleme.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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