Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zahlungsaufforderung- Sicherheiten einbehalten


06.12.2006 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bin vor 4 Monaten wegen schlechter Auftragslage gekündigt worden. Da bestand noch eine Anzahl von ca. 700 Überstunden.
Ich helfe im Moment noch auf die meldungspflichtige 165 Euro Basis aus.Mein Arbeitgeber hat mir bereits 4 Abrechnungen über diesen Betrag ausgehändigt. Jedoch bis jetzt noch keinen Cent überwiesen. Seit 4 Monaten fragte ich immer wieder nach meinen offenen Überstunden und den 4 mal 165 Euro. Er hat immer wieder aus verschieden Gründen verschoben. Jetzt hat meine Geduld ein Ende und ich will Ihm eine Zahlungsaufforderung über einen größeren einstelligen Betrag per Post senden. Selbstverständlich werde ich dann den Betrieb nicht mehr betreten. Welche Möglichkeiten habe ich bzw. soll ich sofort zum Arbeitsgericht? Habe ich da überhaupt Chanchen ? Soll ich sofort zu einem Anwalt vor Ort- und was kostet mich das etwas da ich arbeitslos bin? Kann ich zum Beispiel den Drucker, Computer, Bildschirm usw. als Sicherheit mitnehmen- oder ist das Diebstahl?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Herr,

Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:
Einen Anspruch auf die Arbeitsvergütung in Höhe von jeweils 165 EUR steht Ihnen nach summarischer Prüfung zu, so dass Klage vor dem Arbeitsgericht auf Zahlung erhoben werden müsste oder dem AG ein außergerichtliches Aufforderungsschreiben übersandt werden müsste. Dieses Vorgehen wäre wohl auch sehr erfolgversprechend, da Sie ja für die Firma gearbeitet haben und somit auch Anspruch auf Ihren Lohn haben.
Grundsätzlich kann daneben eine Vergütung für angeordnete Überstunden nur dann verlangt werden, wenn dies vereinbart ist. Da nach Ihrer Schilderung nicht klar ist, ob Ihr Arbeitsvertrag eine entsprechende Vereinbarung enthält, ist dies erst nach Inaugenscheinnahme des Arbeitsvertrages verlässlich zu beurteilen.

Wichtig ist in diesem Fall, ob auf Ihr Arbeitsverhältnis ein Tarifvertrag anwendbar ist, da die meisten Tarifverträge Vergütungsregelungen für Überstunden enthalten.
Da Sie arbeitlos sind, haben Sie eventuell Anspruch auf Beratungshilfe bzw. Prozesskostenhilfe, mit der Folge, dass der Staat die Kosten für die Rechtsverfolgung trägt. Die Kosten richten sich nach der Höhe des Streitwertes.
Selbstjustiz durch Mitnahme von betrieblichen Gegenständen ist nicht zulässig.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: phermes1@gmx.de

Beste Grüsse
RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2006 | 13:03

Vielen Dank für Ihre Antwort, zur Klärung muss ich noch folgendes beifügen. Die Überstunden ergaben sich durch mehrarbeit, welche wegen der Arbeitslosigkeit nicht verrechnet werden konnten.Ich habe letztes Jahr bereits auf die 165 Euro- Basis gearbeitet. Jedoch bedeutend mehr Stunden. Diese wollte damals mein Arbeitgeber gutschreiben und bei Wiedereinstellung mit Freizeit oder finanziell begleichen. Von den damals ca. 500 Stunden habe ich dann nach Wiedereinstellung mit Freizeit ca. 100 Stunden abgebaut. Leider haben sich nach der erneuten Kündigung und Arbeit auf die selbe Basis wieder 300 Stunden aufgebaut. Da jedoch mein AG mich bereits als Stundenschieber usw. betitelt hat möchte ich sofort diese Basis beenden. Ich habe keinen schriftlichen Arbeitsvertrag- jedoch Exel-Listen welche mir von der Buchhaltung zur Kenntnisnahme( teilweise handschriftlich )jedoch ohne Unterschrift zugefaxt wurden.
Habe ich damit die Möglichkeit die geleisteten Arbeitstunden zu beweisen? Raten Sie mir weiter auf die 165 Basis zuarbeiten obwohl ich kein Geld dafür bekomme bzw. sich noch mehr Stunden aufbauen würden? Vielen Dank im Voraus und die wichtige Frage der Selbstjustiz

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2006 | 14:32

Einen schriftlichen Arbeitsvertrag bedarf es nicht zwingend; sie haben doch geschrieben, dass Sie Abrechnungen von Ihrem Arbeitgeber bereits erhalten haben. Zudem dürften doch Mitarbeiter belegen, dass Sie in dem Betrieb gearbeitet haben, oder?
Ich würde den Arbeitgeber innerhalb zur Zahlung auffordern und ihm eine krze Frist zur Zahlung setzen. Sollte sodann das Geld nicht bezahlt werden, würde ich kündigen.

Beste Grüsse
RA Hermes

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER