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Zahlungen der KFZ-Haftpflicht


06.04.2006 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren,
die KFZ-Haftpflicht (*****) will nur einen Teil der von mir in Rechnung gestellten Kosten übernehmen.
Bitte, prüfen Sie, ob ich Anspruch auf alle von mir geltend gemachten Kosten habe.
Anbei erhalten Sie meinen Brief und das eingescannte Antwortschreiben der *****.
Danke.
MfG



*****-Versicherungen

Schadensaufstellung



am 10. März 06 hat Ihre Versicherungsnehmerin ***** schuldhaft meinen PKW so beschädigt, dass ein Totalschaden entstand (siehe Kopie der Unfallmitteilung).

Hierdurch hatte ich folgende Aufwändungen:

Wert meines PKW (abzügl. Restwert) 1.400,--
Rechnung des Gutachters 355,62
Umbaukosten 150,--
Wiederbeschaffungsdauer 14 Tage (s. Re. SEN) 504,--
Gebrauchtwagenuntersuchung (s. Re. ADAC) 59,--
Abmeldegebühr/Abmeldegebühr (s. Belege 36,-- + 48,30) 84,30
Telefongebühren / Gebühren Internetrecherche 20,--

Fahrkosten:
***** – drei Fahrten 75,--
***** – zwei Fahrten 170,--
Überführungskosten RE-MS 85,--
Abmeldung/Anmeldung MS-WAF, WAF-MS, Rückf. MS-WAF 50,--

Nicht enthalten in dieser Aufstellung ist der mit diesem Vorgang verbundene Zeitaufwand. Mein Sohn hat die erforderlichen Arbeiten überwiegend durchgeführt. Ihm entstand hierdurch ein Verdienstausfall als freiberuflicher Tennistrainer, freier Journalist in Höhe von 200 Euro.
Falls hierfür ein Erstattungsanspruch besteht, bitte ich um entsprechende Berücksichtigung.


*****
***** Versicherung


SchadennummeF:***** - -Kf- Haftpflichtschaden
Schaden vom: 10.03.2006 Schadenort: ***** Versicherungsnurnmer: ***** Ihr Amtl.-Kennz.: Wir haben heute 2.444,23 EU auf Ihr Konto überwiesen.
Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen:
Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges 1700,00 €
Abzüglich Restwert 300,00 €
Sachverständigenkosten lt. Rechnung 355,62 €
Umbaukosten 1t. Gutachten -netto¬ 129,31 €
Nutzungsausfall (13 Tage a 35,- €) 455,00 €
An-Abme1dekosten 1t. Belegen . 84,30 €
Allgemeine Kosten pauschal ohne Nachweis 20,00 €

Entschädigungsleistung 2444,23 €

Nutzungsausfall können wir in diesem Fall nur vom Unfalltag bis zum Kauftag des neuen Kfz berücksich¬tigen.
Die Kosten für eine Gebrauchtwagenuntersuchung waren nicht unfallbedingt erforderlich, so dass diese nicht erstattet werden können.
Die Fahrtkosten und der Zeitaufwand gehören zum Pllichtenkreis eines Geschädigten. Eine Kostenüber¬nahme kann leider nicht erfolgen.


-- Einsatz geändert am 09.04.2006 10:41:04

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Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Frage, die ich angesichts des doch nur sehr knappen Sachverhalts summarisch wie folgt beantworten möchte:

Nach dem Gesetz (§ 249 Bürgerliches Gesetzbuch) soll durch den Schadenersatz der wirtschaftliche Zustand wiederhergestellt werden, der ohne das schädigenden Ereingnis bestehen würde.

Ersetz werden alle die Aufwendungen, die ein verständiger, wirtschaftlich denkender Mensch in der Lage des Geschädigten für zweckmäßig und notwendig halten durfte.

Kann der Geschädigte die geschädigte Sache nicht nutzen, hat er Anspruch auf die Ersattung der Kosten für die Anmietung einer gleichwertigen Sache. Bei Verzicht auf die Anmietung eines entsprechenden Pkws kann dem Geschädigten ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung zustehen. Die Höhe des Anspruchs bemißt sich dabei nach der Tabelle von Sanden und Danner, die den Wert der privaten PkW Nutzung entspricht.
Eine solche Nutzungsausfallentschädigung für Ihren Pkw steht Ihnen dabei bis zur Reperatur des alten bzw. Neukauf eines neuen Pkws zu.

Bezüglich der von Ihnen geltend gemachten Fahrtkosten, wird die Versicherung diese nicht übernehmen, da diese unter den Punkt des Nutzungsausfalles fallen.

Bezüglich des Verdienstausfalles Ihres Sohnes ist folgendes zu berücksichtigen:
Neben dem Wiederbeschaffungswert für einen neuen Pkw können Sie nicht gleichzeitig Reperaturkosten für den alten Pkw verlangen, so dass Ihr Sohn auch keinen Anspruch auf Verdienstausfallkosten für die Reperatur des alten Pkw verlangen kann.

Im übrigen gilt:
Für den Zeitaufwand des Geschädigten bei der außergerichtlichen Abwicklung von Schadenersatzansprüchen besteht keine Ersatzpflicht. Auch Einbußen an Freizeit sind nicht zu ersetzen. Auch stellt der bloße Ausfall der Arbeistkraft des Geschädigten keinen Vermögensschaden. Anders gilt dies aber z.B. für Arbeitnehmer. Setzt der Geschädigte für den die Beseitigung des Schadens eigene Arbeitnehmer ein, sind die Kosten zu ersetzen. Das gleiche gilt, wenn der Geschädigte selbst eigene Arbeitsleistungen erbringt, so ist deren Wert zu setzen, wenn diese Arbeitsleistungen auch nach der Verkehrsanschauung einen eigenen Marktwert haben.

Die Kosten für die Gebrauchtwagenuntersuchung des neuen Wagens, sowie die Überführungskosten des neuen Wagens nach MS wären grundsätzlich durch den Wiederbeschaffungswert abgedeckt.

Die Schadenersatzpflicht umfasst grundsätzlich auch angefallende MwSt, aber nur wenn diese tatsächlich angefallen ist und der Geschädigte nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. D.h. die MwSt wird nicht ersetzt, wenn die Reperatur selbst durchgeführt worden ist.

Die Ersatzpflicht des Schädigers umfasst darüberhinaus alle ursächlichen Kosten die zur Geltendmachung und Durchsetzung des Schadenersatzanspruchs erforderlich sind. Dazu gehören auch Rechtsanwaltskosten.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben. Sollten dennoch Ihre Frage nicht abschließend gelöst sein nutzen Sie doch bitte die kostenlose Nachfragemöglichkeit von „frag einen Anwalt“. Natürlich stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung – soweit dies gewünscht ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre kanzlei ScholzKieppe
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