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Zahlungen , Insolvenz

12.09.2018 07:46 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Kostenschuldner bei einerm Gerichtsverfahren

Einen schönen guten Morgen,
Ich versuche es kurz und knapp zu halten.
Mein Ex- Mann strebte im Jahre eine Abänderungsklage wegen Unterhalt an, er verlor und sollte die Kosten von meinem Anwalt sowie die Gerichtskosten tragen. Er meldete sich Zahlungsunfähigkeit. Somit sagte mein Anwalt er wolle seine Unkosten erstattet habe und ich solle zahlen . Mal locker 976€ ( ich war verpflichtet einen Anwalt zunehmen, da es Familiesache war). Ich zahlte 2 Jahre lang jeden Monat nach Absprache mit dem Anwalt 25€. Nach zwei Jahren teilte ich meinem Anwalt mit, dass mein Ex Mann nun ein geregeltes Einkommen habe und er versuche in die Insolvenz zu gehen. Ich stellte die Zahlungen ein. Mein Anwalt war nicht in der Lage eine Lohnpfändung zu bewirken, da er sich nicht bemühte ( trotz meiner Hinweise, schrieb er einen falschen Arbeitgeber an). Nun bekomme ich einen Brief von meinem ehemaligen Anwalt, in dem er schreibt das ich auf Grund der Insolvenz die seit Juli gestellt wurde nun weiter zahlen muss. Auf einmal stellt er meine geleisteten Zahlungen mit Zinsen auf, so dass die 25€ nicht mit 25€ von den 976€ abgezogen worden sind. So wurde das nie besprochen und nie was schriftliches niedergelegt. Auch stellt er mir seine nicht erfolgreiche Verfolgung der Lohnpfändung in Rechnung. Am Ende soll ich nun 833€ zahlen.
Das kann doch nicht sein? Er wusste von der Insolvenz Anstrebung? Er schreibt einen falschen Arbeitgeber an . Und die Auflistung von Zinsen , nie besprochen worden sind.
Soll er sich nicht an den Insolvenzverwalter wenden? Unterschlagung der Gläuber vom Ex Mann oder?
Ich habe schon 475€ abgezahlt, obwohl ich vor Gericht recht bekommen habe und nun soll ich noch weiter und noch mehr zahlen?!
Bitte um Hilfe, denn auch bei mir liegt nicht das Geld so rum!



(Vor Jahren hat er schon einmal so etwas mit mir versucht, er wollte die Lohnpfändung ( Unterhalt) einbehalten um seine Kosten zu decken, damals habe ich mich auch an diese Plattform gewandt und alles abgewogen).

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Kostenschuldner
Als Auftraggeberin sind Sie gegenüber Ihrem Anwalt Kostenschuldnerin, so dass Sie grundsätzlich verpflichtet sind, die anfallenden Gebühren des Anwaltes zu begleichen. Allenfalls wäre ein Antrag auf Prozeßkostenhilfe zu erwägen gewesen. Dann wären die anfallenden Kosten durch den Staat gezahlt worden. Allerdings hätten Sie auch diese Kosten in Raten zurückzahlen müssen.

2. Ratenzahlung
Die Vereinbarung der Ratenzahlung erfolgte mit einem monatlichen Betrag. Ein Verzicht auf Zinsen wurde nach Ihren Ausführungen nicht vereinbart. Auch wenn sie sich nicht ausdrücklich über den Anfall von Zinsen verständigt haben, ist der Anwalt grundsätzlich berechtigt diese zu berechnen.

3. Falscher Antrag
Hier müßte dem Anwalt ein grobes Fehlverhalten vorgeworfen werden können, damit dies zum Entfall der Gebühren für die Vollstreckungsmaßnahme führt. Aber selbst wenn die Vollstreckung Erfolg gehabt hätte, wäre ggfs. eingezogene Beträge kurz vor dem Insolvenzantrag anfechtbar gewesen

4. Weitere Vorgehensweise
Aus meiner Sicht ist es nicht zielführend wegen der geltend gemachten Gebühren sich streitig auseinanderzusetzen. Vielmehr empfehle ich mit dem Anwalt eine verbindliche und einvernehmliche Regleung zu treffen.

Mein Vorschlag wäre, dass Sie dem Anwalt anbieten die monatlichen Zahlungen wieder aufzunehmen. Da Sie auf die Forderung von EUR 976,- bereits EUR 475,- gezahlt haben, verbleibt ein Restbetrag von EUR 501,-. Vereinbaren Sie, dass bei Rückzahlung dieser EUR 501,- der Anwalt auf die Geltendmachung von Zinsen verzichtet. Hinsichtlich der Vollstreckungskosten sollten diese dann im Anschluss beglichen werden. Auch hier sollten die Zinsen ausgenommen werden, wenn die Forderung pünktlich zurückgeführt wurde.

Ihre Forderung aus den Kosten des Verfahrens sollten Sie aber in dem Insolvenzverfahren zur Tabelle anmelden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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