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Zahlung von rückständigen Heimunterbringungskosten für verstorbene Mutter


| 20.10.2005 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin 71 Jahre und habe seit ca. 50 Jahren keine Verbindung zu meiner leiblichen Mutter gehabt. Weiterhin habe ich im Osten Deutschlands ca. 2 Geschwister und im Westen mindestens 3. Die genaue Anzahl kann ich leider nicht sagen, da ich keine Informationen habe, was in den letzten Jahren alles passiert ist. Meiner Mutter wurden 1946 alle Kinder weggenommen wegen Vernachlässigung der Erziehungspflicht und in verschiedene Kinderheime gegeben. Sie ist dann Anfang der 50-er Jahre nach Westdeutschland gezogen und hat 2 meiner Geschwister mitgenommen. Ich bin dann 1948 in eine Pflegefamilie gekommen und dort bis zu meiner Heirat 1963 verblieben. Meine Pflegemutter ist 1974 verstorben. Bis dahin habe ich mich alleine um sie gekümmert.
Durch einen meiner Brüder hier im Osten wurde ich in den 80-er Jahren aufgesucht und dieser fand dann auch die Adresse unserer leiblichen Mutter heraus. Er hatte dann auch ein Treffen zum 75. Geburtstag unserer Mutter organisiert. Ich war zwar dort, aber es kam kein weiterer Kontakt zustande. Auch habe ich erst später erfahren, dass meine Mutter ins Pflegeheim gebracht wurde und das sie gestorben war, ist mir auch erst später mitgeteilt worden. Der Bruder, der mit ihr zusammen wohnte, hat sich bei mir dazu nie gemeldet.
Jetzt habe ich von einem Rechtsanwalt einen Brief bekommen mit der Zahlungsaufforderung rückständige Heimunterbringungskosten zzgl. seiner Spesen von EUR 5.300,00 bis zum 31. Oktober 2005 zu zahlen. In diesem Brief war noch eine Abschrift von einem meinem Bruder (welcher mit meiner Mutter zusammen wohnte), dass er kein Geld hätte und die Adressen der anderen Geschwister beilegt.
Könnten Sie mir in dieser Angelegenheit bitte einen Rat geben wie ich mich verhalten soll und ob ich diese Kosten zahlen muss.
Mit freundlichen Grüßen

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Guten Abend,

für die Frage, ob Sie für die rückständigen Heimunterbringungskosten aufkommen müssen, ist zunächst entscheidend, ob Sie Erbe geworden ist. Dies wäre, sofern kein anderweitiges Testament Ihrer Mutter besteht, aufgrund der gesetzlichen Erbfolge der Fall. Sie haben, sobald Sie Kenntnis davon bekommen, daß Sie Erbe sind, nur sechs Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen. Diese Frist beginnt im Zweifel mit der von Ihnen zitierten Mitteilung, daß Ihre Mutter verstorben ist. Ob die Frist bereits verstrichen ist, kann ich anhand Ihrer Angaben nicht beurteilen.

Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie sich sofort wegen einer möglichen Ausschlagung mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen.

Wenn die Frist bereits abgelaufen ist, sind Sie kraft Gesetzes Erbe geworden und treten damit sozusagen in die Rechtsposition Ihrer Mutter ein. Sie haften damit grundsätzlich auch für die rückständigen Heimunterbringungskosten, wobei ich die Begründetheit der Forderung der Höhe nach nicht überprüfen kann.

Um die Forderung abzuwehren, bleibt Ihnen allerdings noch der Weg, einen Antrag auf Eröffnung des Nachlaßinsolvenzverfahrens zu stellen. Wenn Sie diesen Antrag unverzüglich nach Kenntnis der Überschuldung des Nachlasses stellen, beschränkt sich Ihre Haftung allein auf den Nachlaß, also nicht auf Ihr eigenes Vermögen. Wenn Ihnen der Nachlaßbestand nicht genau bekannt ist, sollten Sie vorsorglich den Antrag beim zuständigen Amtsgericht stellen. Ich kann Ihnen bei dieser Sachlage nur raten, sich sofort mit einem Rechtsanwalt in Verbindung zu setzen, damit diese Schritte sachgerecht in die Wege geleitet werden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

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