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Zahlung des Pflichtteils an den Pflichtteilsberechtigten

| 07.04.2017 17:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Eine Frau und ihr Sohn aus zweiter Ehe sind je zur Hälfte Eigentümer an einem Grundstück, welches der Ehegatte aus zweiter Ehe hinterlassen hatte.

Die Frau hat aber noch eine Tochter aus erster Ehe, die als Stiefkind von Ehegatte zwei auf das Grundstück keinen Anspruch hatte.

Die Frau macht in ihrem Testament die Tochter zur Alleinerbin.

Nach meiner Einschätzung würde nun Folgendes passieren:

Nach dem Tod der Frau geht die mütterliche Grundstückshälfte komplett auf die Tochter über.

Der Sohn hat Anspruch auf den Pflichtteil. Falls der Sohn seinen Pflichtteil einfordert, dann kann er von der Tochter sofortige Zahlung verlangen.

Bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs wird neben dem „normalen" Nachlass, z. B. Sparguthaben, auch die Hälfte des Grundstücks - das jetzt der Tochter gehört - miteinbezogen.
Bezüglich des Grundstücks bildet die Tochter gemeinsam mit dem Sohn trotzdem eine Erbengemeinschaft.

Und nun zur Fragestellung:

Ist die Tochter, die mit dem Sohn eine Erbengemeinschaft bezüglich des Grundstücks bildet, auch dann verpflichtet den kompletten Pflichtteil an den Sohn sofort zu zahlen - notfalls mit Geld aus ihrem eigenen Vermögen -, wenn das Grundstück noch gar nicht verkauft ist bzw. der Sohn sich weigert das Grundstück zu verkaufen?

Falls ich in den Schilderungen Denkfehler habe oder Fachbegriffe verwechsle, korrigieren Sie mich bitte.

07.04.2017 | 17:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

Nach dem Tod der Frau geht die mütterliche Grundstückshälfte komplett auf die Tochter über.

Korrekt.

Der Sohn hat Anspruch auf den Pflichtteil. Falls der Sohn seinen Pflichtteil einfordert, dann kann er von der Tochter sofortige Zahlung verlangen.

Korrekt

Bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs wird neben dem „normalen" Nachlass, z. B. Sparguthaben, auch die Hälfte des Grundstücks - das jetzt der Tochter gehört - miteinbezogen.

Korrekt

Bezüglich des Grundstücks bildet die Tochter gemeinsam mit dem Sohn trotzdem eine Erbengemeinschaft.

Das ist nicht korrekt. Erbe geworden ist laut Testament nur die Tochter. Die Tochter und der Sohn würden dann lediglich jeweils Miteigentümer, jedoch nicht im Rahmen einer Erbengemeinschaft.

Und nun zur Fragestellung:

Ist die Tochter, die mit dem Sohn eine Erbengemeinschaft bezüglich des Grundstücks bildet, auch dann verpflichtet den kompletten Pflichtteil an den Sohn sofort zu zahlen - notfalls mit Geld aus ihrem eigenen Vermögen -, wenn das Grundstück noch gar nicht verkauft ist bzw. der Sohn sich weigert das Grundstück zu verkaufen?

Der Pflichtteil und der Anspruch darauf sind unabhängig vom Grundstück und dessen Verbleib. Das bedeutet, dass wenn das Erbe insoweit von der Höhe her feststeht, der Sohn auch den Pflichtteil fordern kann. Wenn das Vermögen der Tochter allerdings nicht ausreichen sollte, könnte er ggf. auch den Miteigentumsanteil übernehmen und somit Alleineigentümer werden unter Auszahlung der Tochter; Oder aber die Tochter könnte die Gemeinschaft auflösen und das Grundstück versteigern lassen. Bis dies abgewickelt wäre, , könnte der Sohn die Tochter auch nicht auf den Pflichtteil verklagen, wenn sie keine anderweitigen Mittel haben sollte. Erst recht, wenn sich der Sohn noch weigern sollte und die Versteigerung damit verzögert.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 10.04.2017 | 18:09

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