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Zahlung der Mehrversicherungskosten


28.12.2006 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Unser Sohn (26 Jahre) hatte am 17.12.2004 einen Verkehrsunfall mit dem Auto seiner damaligen Freundin, den er schuldhaft verursachte (Totalschaden). Das Fahrzeug hatte eine Vollkaskoversicherung mit 150,-€ Selbstbeteiligung. Mit Datum vom 11.12.06 kam ein Brief (ohne Einschreiben) vom Anwalt seiner damaligen Freundin, also knapp 2 Jahre nach dem Unfall, in dem sie die Höherstufung in der Versicherung für 2005 und 2006, Selbstbeteiligung und der Anwalt die Anwaltskosten einfordert. Gesamtkosten ca. 2.300,00 €. Der Wahrheit entspricht allerdings nicht, dass unser Sohn das Auto ohne Genehmigung benutzte, denn er bekam von ihr den Fahrzeugschlüssel und die Papiere ausgehändigt. Er soll weiterhin unter Zeugen zugesichert haben, die Mehrversicherungskosten zu übernehmen. Tatsache ist aber, dass seine damalige Freundin vor und nach dem Unfall mehrere Monate, ohne irgendwelche Zahlungen dazu beizutragen mit in seiner Mietwohnung wohnte und sie vereinbarten (auch unter Zeugen), dass sie Sache damit ausgeglichen wäre. Wie soll er sich verhalten? Ist die Angelegenheit evtl. verjährt? Für uns ist das unverständlich. Er kann doch nicht auf Grund solcher falschen Angaben den geforderten Betrag zahlen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

aufgrund des von Ihnen dargelegten Sachverhaltes und vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Da Ihr Sohn den Unfall mit dem PKW seiner damaligen Freundin verschuldet hat, ist er ihr zu dem Ersatz des Schadens verpflichtet, der durch den Unfall verursacht wurde.

Zum Schaden gehören insbesondere die von Ihnen geschilderte Selbstbeteiligung sowie der sog. Höherstufungsschaden bei den Versicherungsprämien.

Grundsätzlich sind auch die Kosten der Rechtsverfolgung zu ersetzen. Diese sind aufgrund des Unfalls jedenfalls insoweit zu ersetzen, soweit sie auf der Geltendmachung oder Durchsetzung des Schadensersatzanspruches beruhen. Dies kann hier nicht abschließend beurteilt werden, da dafür der damalige Ablauf und die Grundlagen der Abrechnung geprüft werden müssten. Beachten Sie jedoch, dass Rechtsverfolgungskosten auch für die Geltendmachung anderer/weiterer Ansprüche angefallen sein können, die Ihr Sohn aus anderem Rechtsgrund, wie z.B. aufgrund von Verzug, ggf. zu ersetzen hat.

Verjährt sind die Ansprüche derzeit noch nicht. Da das Schadensereignis Ende 2004 war, verjähren die Ansprüche frühestens zum 31.12.2007.

Sollten Sie die Forderungen nicht begleichen, besteht für die Exfreundin die Möglichkeit zu klagen. In dem gerichtlichen Verfahren würde es dann darauf ankommen, ob z.B. durch das mietfreie Wohnen ein Verzicht auf die Geltendmachung erklärt wurde oder ggf. mit Gegenansprüchen noch aufgerechnet werden kann. Dies hängt jedoch davon ab, ob Sie dies zur Überzeugung des Gerichtes darlegen und ggf. mittels Zeugen beweisen können. Andernfalls sehe ich leider wenig Aussichten, sich gegen die Forderung erfolgreich zu wehren.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen in meinen Ausführungen zufrieden stellend beantwortet wurden und Ihnen eine erste Orientierung gegeben werden konnte. Andernfalls darf ich Sie auf die Möglichkeit einer für Sie kostenlosen Nachfrage hinweisen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net



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