Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zahlung der 6. Rate bei Trittschallproblem

09.03.2019 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


20:37
Sehr geehrte Damen und Herren,

vor etwa 9 Monaten habe ich eine EG Neubauwohnung vom Bauträger erworben. Die Wohnung befand sich zum Kaufzeitpunkt noch im Bau, Bezugsfertigkeit sollte im Dezember 2018 hergestellt werden. Durch Bauverzögerungen konnten wir die Wohnung erst Mitte Februar 2019 beziehen, wenn auch kleinere Arbeiten noch auszuführen sind (z.B. Aussenanlage, kleine Teile der Fassade, Beleuchtung Kellerabgang etc.). Nun wurde Ende Februar 2019 die Rechnung der 6. Rate gestellt "15,5% nach Bezugsfertigkeit und Zug um Zug gegen Besitzübergabe sowie nach Fertigstellung der Fassadenarbeiten".

Zur aktuellen Situation:
1. Die Fassadenarbeiten sind nicht zu 100% fertigstellt. Im Bereich der Terrasse sowie im Bereich der Eingangstür besteht aktuell nur ein Grundputz, der "richtige" Putz sowie Anstrich fehlen an diesen beiden Stellen noch.
2. Anfang Februar 2019 wurde durch einen Handwerker Mängel an der Trittschalldämmung zwischen unserer EG Wohnung und dem 1. OG vermutet. Diese Vermutung wurde durch ein Gutachten Anfang Februar 2019 bestätigt. Zur Beseitigung des Mangels wurde der gesamte Bodenaufbau (Estrich, Trittschall, Fussbodenheizung zwischen EG und 1.OG) wieder entfernt und durch einen neuen Aufbau ersetzt. Die Arbeiten in diesem Bereich sind abgeschlossen. Ein 2. Gutachten zur Validierung der Massnahmen ist noch ausstehend (geplant für Ende März 2019).
3. Der Architekt hat (dennoch) die Fälligkeit der 6. Rate bestätigt.

Nun zu meiner Frage. Wieviel der 6. Rate (ca. 90000 Euro) bin ich auf Basis der geschilderten Ausgangslage verpflichtet zu zahlen? Ich hätte vermutet auf Grund von 1. die komplette Zahlung verweigern zu können. Auf Grund von 2. würde ich gerne einen signifikanten Anteil (mind. 50%) der Rechnung zurückhalten da die Beseitigung des Mangels "falscher Bodenaufbau" noch nicht nachgewiesen wurde (ausstehendes 2. Gutachten) und die potentiell weiteren nötigen Arbeiten zur Beseitigung dieses Mangels einen grossen 5-stelligen Betrag verschlingen würden (>60.000 Euro analog zu den bisher durchgeführten Mängelbeseitigungsarbeiten falls z.B. nochmals ein anderer Bodenaufbau gewählt werden müsste).

Wie stellt sich die rechtliche Bewertung meiner Situation dar? Was bin ich verpflichtet zu zahlen?

Gruss und Dank im Voraus
09.03.2019 | 10:49

Antwort

von


(2961)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund von fehlenden Putzarbeiten können Sie nicht die Rate verweigern, ebenso nicht, wenn die Arbeiten am Boden fertiggestellt sind, allerdings nicht noch einmal überprüft.
Anders stellt es sich hier da, wenn die Endüberprüfung Teil der Leistung ist und dies explizit im Bauvertrag enthalten ist oder nachträglich mit aufgenommen wurde, aufgrund der Mangel.

Falls nicht könnte Sie allerdings den Betrag zurückhalten, der für eine Fertigstellung in Ihrem Bereich notwendig wäre (zzgl. 20%).

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei dem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 09.03.2019 | 17:14

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für ihre Antwort. Mir erschliesst sich nicht warum ich keinerlei Anspruch zu haben scheine, Geld zurückzuhalten. Trittschallprobleme sind ein erheblicher (und in der Behebung aufwändiger) Mangel. In meinem Falle wurde dieser Mangel eindeutig durch ein Gutachten bestätigt. Nun wurden zwar Arbeiten erbracht die eine Besserung bewirken sollen, die Wirksamkeit wurde jedoch bisher in keiner Weise bestätigt. Wenn ich nun den vollen Geldbetrag überweisen habe ich keinerlei Sicherheiten mehr falls das noch anstehende Gutachten aufzeigen sollte, dass der Mangel nicht behoben wurde. Subjektiv (Anhand der noch bestehenden Geräusche) ist die Problematik noch nicht behoben!

Ich würde mich freuen wenn sie dazu Stellung nehmen könnten und ihre Gedanken ausführen.

Gruss

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.03.2019 | 20:37

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Mangel bekannt war und Arbeiten zur Abhilfe durchgeführt wurden, haben Sie als Bauherr zu keiner Zeit einen Anspruch auf eine nachträgliche gutachterliche Prüfung, da dies eine extra Leistung ist, die vorher vereinbart werden muss.
Wenn Sie allerdings die kleinsten Anhaltspunkte dafür haben sollten, dass die Arbeiten nicht vollständig oder fachgerecht durchgeführt wurden, könnten Sie die volle Summe zurückbehalten.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(2961)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80445 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Sehr hilfreiche Antwort, die meine Frage restlos geklärt hat. Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden. Ich bedanke mich für Ihre Beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Verständlich und auf den Punkt gebracht - gerne wieder! ...
FRAGESTELLER