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Zahlung bei mündlichen Vereinbarungen?


| 13.08.2007 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren.

Kurze Vorgeschichte:

Wir haben 8 Jahre, ab 01.07.99, in einer schönen Mietwohnung gelebt und sind nun zum 28.07.07 ausgezogen. Grund war ein Anruf vom Vermieter, der uns mitteilte, er will die Wohnung verkaufen (Eigenbedarf).

Wir natürlich, vor lauter Schreck, haben uns gleich nach einer neuen Wohnung umgeschaut und haben auch gleich eine gefunden. Zum 01.08.07 sind wir umgezogen und haben mit den alten Vermietern mündlich vereinbart, noch eine Miete in Höhe von 550€ zu leisten (da laut Aussagen vom Vermieter die Abrechnungen bis Ende August´07 gehen würden) für den vorzeitigen Auszug und Nichteinhaltung der Kündigungsfrist von 3 Monaten.
Wie wir von Nachbarn erfahren haben, wird die alte Wohnung jetzt doch zum 15.08.07 wieder vermietet, wahrscheinlich bis zum Verkauf.


Meine Frage:

Muss ich die mündlich vereinbarte Summe nun bezahlen oder nur einen Teil, da ja der Nachmieter zum 15. des Monats einzieht und ja dann auf meine Nebenkosten leben würde?

Vielen Dank für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Vereinbarungen über die Miete können grundsätzlich auch mündlich geschlossen werden. Ein Schriftformerfordernis ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Daher ist davon auszugehen, dass Sie die Miete vom Grundsatz her noch bezahlen müssen. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass Sie noch bis Ende des Monats Mieter der Wohnung sind. Ihr Vermieter ist daher nicht berechtigt, die Wohnung weiter zu vermieten. Dadurch verletzt er das Mietverhältnis zu Ihnen. Sie sind also nur zur Zahlung der Miete bis zum Tag der Weitervermietung (15.08.) verpflichtet. Bezüglich des Restbetrages besteht dann keine Zahlungsverpflichtung mehr.

Wegen der Nebenkosten ist Ihr Vermieter verpflichtet, eine Abrechnung zu erstellen, die der Neuvermietung gerecht wird.

Sie sollten daher mit Ihrem Vermieter sprechen. Er wird dann sicher selbst auf die Miete für die zweite Monatshälfte verzichten.

Tut er dies nicht, sollten Sie eine/n Kollegin/Kollegen vor Ort mit der Sache beauftragen. Insofern stehe auch Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage vermitteln.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 13.08.2007 | 12:33

Vielen Dank erstmal für die schnelle und kompetende Antwort.
Trifft Ihre Antwort auch dann zu,wenn auch die Kündigung mündlich und mit Handschlag geschehen ist?
Danke nochmal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2007 | 12:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Eine Kündigung ist grundsätzlich nur schriftlich möglich. Das heißt, dass die Kündigung in Ihrem Fall eigentlich unwirksam war. Wenn Sie darauf bestünden, könnten Sie also weiterhin auf der Erfüllung des Mietvertrages beharren.

Situationsbedingt bringt es Ihnen aber nichts, sich hierauf zu berufen, da die Beendigung des Mietverhältnises nach dem bereits erfolgten Auszug in Ihrem Interesse liegt. Denn Sie hätten dann schließlich auch zwei Mieten zu entrichten.

Daher ändert die mündliche Kündigung nichts an den obigen Ausführungen.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen außerhalb dieses Forums gerne zur Verfügung, mache jedoch darauf aufmerksam, dass hierdurch weitere Kosten entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

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