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Zahlung Verzug 9 Tagen, Inkasso eingeschaltet

30.07.2018 16:26 |
Preis: 48,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Kinder


Seht geehrte Damen und Herren,

ich bin mit einem Autokredit (monatliche Rate 1.020,76€) ins Verzug gekommen. Der Bank zieht den Betrag zum 15. des Monats ab. Ich bin selbständig und zur Zeit hatte ich kein Geld auf meinem Konto gehabt. Am 16.07.2018 war Montag und am 17.07.2018 wurde Schreiben von der Bank erstellt "Erneute Beauftragung Inkasso dienst". Letzte Monat war die selbe Situation und ich musste auf 243,85€ mehr bezahlen. Der Kredit läuft seit einem Jahr und es gab früher keine Zahlungsprobleme, nur die letzte 2 Monaten. Aber in dem Schreiben vom 17.07.2018 wurde mir Zeit gegeben bis zum 23.07.2018 den Betrag auszugleichen. Nun hatte ich die Möglichkeit gehabt den Betrag erst am 27.07.2018 zu bezahlen.
Jetzt verlangt Inkasso-Dienst von mir den Monatlichen Betrag wieder auf 232,05€ mehr.
Hat der Bank das Recht ohne Mahnung mich sofort dem Inkasso übergeben und das Inkasso so hohe Beträge mir einsetzt für 9 Tage Verzug? Noch dazu werde ich ständig angerufen vom Inkasso und heute sogar wurde mir per WhatsApp geschrieben vom Inkasso-Mitarbeiter!

Mit freundlichen Grüßen
Eugen M

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Wenn vertraglich vereinbart ist, dass die monatliche Rate jeweils zum 15. fällig ist, geraten Sie auch ohne Mahnung in Verzug.
Wenn sie am 17. Juli ein Schreiben erhalten haben, dass Ihnen noch eine Verlängerung der Zahlungsfrist eingeräumt wurde, kann aber meiner Meinung nach die Bank vor Ablauf dieser verlängerten Zahlungsfrist (sofern sie keinen entsprechenden Vorbehalt gemacht hat) keine kostenverursachenden Maßnahmen durchführen.
Nach Ihren Angaben haben Iie aber offensichtlich auch diese verlängerte Zahlungsfrist nicht eingehalten sondern erst am 27., also auch nach Ablauf der verlängerten Zahlungsfrist gezahlt, sodass dann die entsprechenden Kosten für das beitreiben der Forderung entstanden sind und von Ihnen verlangt werden können.
Ob die geltend gemachten Kosten, die der Inkassodienst verlangt, in dieser Höhe angemessen sind, kann ich ohne nähere Unterlagen nicht beurteilen. In der Regel orientiert man sich aber bei der Beurteilung daran, wie hoch die Kosten für einen Rechtsanwalt in gleicher Situation gewesen wären. Bei der in Rede stehenden offenen Rate hätten diese etwa 200 € betragen, so dass die Forderung des Inkassodienstes noch akzeptabel sein dürfte.
Ich bin allerdings etwas erstaunt darüber, dass die Bank ohne dass der Kredit gekündigt ist, den Einzug auch einer einzelnen Rate an einen Inkassodienst abgibt, was ungewöhnlich ist. Auch hier müsste man in den Vertrag schauen, was diesbezüglich vereinbart ist.

Grundsätzlich können Sie dem Inkassodienst untersagen, Sie telefonisch zu kontaktieren oder per WhatsApp anzuschreiben. Ich rate jedoch hiervon ab, da Sie damit möglicherweise kostenintensivere und radikalere Maßnahmen des Inkassodienstes provozieren.

Ich empfehle Ihnen, wenn sie wieder einmal eine Rate nicht zahlen können, sich sofort noch vor dem Fälligkeitstermin telefonisch oder persönlich mit dem zuständigen Sachbearbeiter der Bank in Verbindung zu setzen und mit ihmzu besprechen, wie eine Lösung aussehen kann, also zum Beispiel eine einvernehmliche Verlängerung des Zahlungsziels. Es ist unklug, abzuwarten, bis die Bank sich von sich aus meldet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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