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Zahlung Maklerprovision

| 15.10.2014 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Zusammenfassung: Zustandekommen eines Maklervertrages ist formfrei möglich.

Der Kunde interessiert sich für ein Zweifamilienhaus und fordert einen Besichtigungstermin.
Auftrag Besichtigung erfolgt per Mail.
Besichtigung mit Ehefrau fand statt.
Nach der Besichtigung wurde ein Expose ausgehändigt. Darin wurde auf die zu zahlende Courtage in Höhe von 3,57 % hingewiesen.
Der Kaufpreis wird verhandelt und man wird sich einig. Der Käufer erklärt uns dass er das Haus kaufen wird.
Der Kunde geht zum Finazierer und fordert von uns einen Grundbuchauszug und einen
Kaufvertrag.. Er macht uns persönliche Angaben. Der Kaufvertrag beinhaltet u.a. auch die Zahlung der Maklerprovision durch den Käufer bei Vertragsabschluss.
Alle Beteiligten bekommen den Vertrag.
Dann kommt eine Nachricht vom Verkäufer, dass der Käufer in seinem Ort einen Notar aufgesucht hat. Dieser hat einen neuen Vertrag ausgestellt. Teile des Erstvertrages wurden übernommen. In diesem Vertag wurde aber die Maklercourtage nicht mit aufgenommen.
Am Beurkundungstermin haben wir teilgenommen und bei Rückfragen des Notars mitgewirkt.
Die Courtagerechnung wurde dem Käufer zugesandt.
Es folgte die Rücksendung der Rechnung mit einem Begleitschreiben, in dem stand:
ich schicke Ihnen die Rechnung zurück, da :
Zur Zeit noch kein rechtsgültiger Kaufvertrag da ist
Wir das Haus von Privat kaufen nicht von Ihnen.
Wie sollen wir nun weiter verfahren?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nach Ihrer Schilderung ist ein wirksamer Maklervertrag zustandegekommen. Der Vertrag ist formfrei möglich. Auch bei einem Grundstücksverkauf schadet es nicht, dass keine notarielle Beurkundung des Maklervertrages erfolgt ist, denn eine Verpflichtung zum Grundstücksverkauf oder -kauf an oder von dem vom Makler benannten Vertragspartner besteht für den Auftraggeber nicht. Von daher ist der notarielle Formzwang, der für den Hauptvertrag gilt, für den Maklervertrag nicht erforderlich.

Hinsichtlich des Hauptvertrages genügt, dass dieser schuldrechtlich formgültig zustandekommt. Der Kauf "von privat" genügt, wenn dieser in notarieller Form erfolgt. Der Makler muss nicht im Vertrag ausdrücklich genannt sein.

M.E. haben Sie daher nach Ihrer Schilderung den geforderten Provisionsanspruch. Der geschilderte Ablauf wäre dabei im Streitfall von Ihnen nachzuweisen.

Weisen Sie den Auftraggeber noch einmal auf die Sach- und Rechtslage hin und setzen Sie im eine Frist zur Zahlung. Eine Zahlungsfrist von zwei Wochen ist in der Regel angemessen. Die Mahnung sollte schriftlich erfolgen und der Zugang nachweisbar sein.

Zahlt der Auftraggeber nicht, gerät er durch die Mahnung in Zahlungsverzug. Aufgrund des Zahlungsverzuges können Sie danach anfallende Zinsen und Rechtsverfolgungskosten von dem Aufraggeber erstattet verlangen. Ich empfehle Ihnen dann, die Forderung im Weiteren durch einen Rechtsanwalt beitreiben zulassen; dabei kann auch eine weitergehende Prüfung erfolgen, welche Beweismöglichkeiten bestehen und ob -hier von Ihnen nicht geschilderte- Gründe gegen den Provisionanspruch sprechen.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben. Sollten Sie weitere Unterstützung benötigen, bitte ich um Mitteilung.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.10.2014 | 11:13

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