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Zahlung Beerdigungskosten bei Erbausschlagung, nicht alle Erben haben ausgeschlagen


| 10.04.2006 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein Vater ist verstorben. Zu keiner Zeit bin ich für
seinen Lebensunterhalt aufgekommen. Er wird keine
Sozialhilfe o.ä. erhalten haben, das Verhältnis war
zerrüttet, Kontakt bestand nicht. Meine Mutter war kraft
Testament Alleinerbin. Eine von 2 Schwestern hat die
Beerdigung bezahlt. Später hat meine Mutter die Erbschaft
ausgeschlagen. Ich habe es dann auch getan. Meine zwei
Schwestern haben die Erbschaft nicht ausgeschlagen.
Die Schwester welche die Beerdigung bezahlt hatte,
hatte auch Zugriff auf Güter des Nachlasses.

Fast 3 Jahre nach dem Tod meines Vaters soll ich
der besagten Schwester 50% der Beerdigungskosten
bezahlen, ansonsten werde ich verklagt.

1. Frage
Kann die eine Schester von mir die Zahlung von anteiligen
Beerdigungskosten verlangen? Ggf. nach welcher Rechtsgrundlage

2. Frage
Welcher Anteil muss von mir geleistet werden, Mutter und
die beiden Schwestern leben noch.

3. Frage
Kann ich verlangen, dass Gegenstände im
Nachlass meines Vaters hierbei berücksichtigt werden?


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Sehr geehrter Ratsuchender ich möchte mich für Ihre Anfrage bedanken und diese auf Grund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Nach § 1968 BGB trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Der Erbe wird somit als gerechten Ausgleich für den Anfall des Vermögens des Erblassers mit den Kosten von dessen Beerdigung belastet. Die angefallenen Kosten sind Nachlassverbindlichkeiten und der Erbe haftet für diese.

Durch den Erben sind nicht nur die eigentlichen Beerdigungskosten, sondern auch die Kosten einer Feier, eines Grabsteines sowie Erstanlage einer Grabstätte zu tragen, nicht jedoch die spätere Grabpflege.

Da Sie und Ihre Mutter die Erbschaft ausgeschlagen haben, wirkt der Anfall der Erbschaft nach der gesetzlichen Regelungen des § 1953 BGB als nicht erfolgt, d.h. Sie waren als Ausschlagender von Anfang an Nichterbe.
Somit sind Sie nicht verpflichtet die Beerdigungskosten zu tragen.

Ihre Schwester hat nur Anspruch gegen die Miterbin auf Ausgleich der Hälfte.

Aus einer landesrechtlichen Bestattungspflicht kann sich zwar eine Regelung ergeben, dass leibliche Kinder auch wenn sie keine Erben sind die Kosten einer Beerdigung zu tragen haben. Dies ist aber nur ein öffentlich rechtlicher Erstattungsanspruch, wenn eine öffentliche Stelle die Kosten übernommen hat und beim Erben ein Ersatz nicht zu erlangen ist. Diese Regelung trifft in Ihrem Fall nicht zu.

Somit hat Ihre Schwester als Erbin gegen Sie als Nichterbe/in keinen Ausgleichsanspruch.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2006 | 15:09

Vielen Dank für die rasche Beantwortung.
Steht die Frage nach der Grabpflege offen.
Also muss ich für die Kosten aufkommen,
auch wenn ich die Erbschaft ausgeschlagen
habe?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2006 | 16:21

Sehr geehrte Ratsuchende,
die Grabpflege fällt nicht unter § 1968 BGB da sie keiner rechtlichen sondern einer sittlichen Pflicht des Erben entspringt. Hat der Erblasser einen Grabpflegevertrag bereits im Vorfeld abgeschlossen, gehören diese Kosten zu dem vom Erben zu tragenden Nachlassverbindlichkeiten.

Da die Grabpflege somit eine sittliche Verpflichtung ist, die keine rechtlichen Grundlage hat, müssen Sie die Kosten, wenn Sie das nicht möchten, nicht tragen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin
Sylvia Vetter

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