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Yello Strom Nachzahlung bei Schlussrechnung

26.07.2011 16:33 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


Hallo,
nachdem ich meinen Stromanbieter gewechselt habe, bekam ich eine Schlussrechnung von Yello Strom über € 2.700,-- Darin wurden vom 01.10.2010 - 31.01.2011 (4 Monate) 13.329 KWh berechnet. Vom 01.02.2011-31.05.2011 (4 Monate), waren es 1.340 kWh.
Habe dort angerufen und mich erkundigt, wie es zu so einer unterschiedlichen Rechnung kommt. Ich erhielt die Auskunft, das angeblich seid 2005 kein Zählerstand mitgeteilt wurde und daher der Verbrauch von 13.329 KWh rückwirkend geschätzt wurde. Aus der Rechnung ist das nicht ersichtlich, da diese Abrechnung erst am 01.10.2010 beginnt. Laut Auskunft von Yello Strom ist es nicht möglich eine Rechnung ab der angeblich ersten Schätzung zu bekommen (also lt. telefonischer Auskunft ca.2005), weil es dafür keine Formulare gibt !!!! Muss ich diesen Betrag bezahlen, obwohl ich keine "ordentliche" Rechnung über den tatsächlichen Zeitraum der Schätzung bekomme? Oder ist das für Yello Strom evtl. nicht möglich, da die Forderungen vieleicht bereits verjährt sind? Die ganzen Jahre wurde jedenfalls nie eine Nachzahlung gefordert und die Abschlagszahlung hat sich 2010 sogar um € 1,-- verringert.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes beantworte ich die Frage gerne wie folgt:

Die Auskunft von Ihrem Stromlieferanten ist in dieser Form natürlich nicht korrekt. Allerdings würde ich Ihnen empfehlen, die Angelegenheit in Zukunft schriftlich zu klären, da man erfahrungsgemäß mit Kunden-Hotlines u.ä. bei Konfliktfällen oftmals nicht weiterkommt und Zusagen gleich welcher Art ohnehin nicht beweisbar sind.

Zunächst ist festzuhalten: Bei Ihnen geht es nicht um eine Schätzung, sondern eine ordnungsgemäße Endabrechnung, da Sie den Anbieter wechseln. Insofern ist der Hinweis des Mitarbeiters auf fehlende Formulare und eine rückwirkende Schätzung schlichtweg falsch.

Sie müssen den Zählerstand Ihrem Anbieter mitteilen und der Anbieter muß dann eine Endabrechnung erstellen (nicht schätzen).

Dazu auch die AGB Ihres Anbieters:
„Sollte Ihr Zähler keine Daten an XXX liefern wird XXX Sie auffordern, Ihren Zählerstand abzulesen und XXX mitzuteilen. Sofern Sie dieses nicht tun ist XXX berechtigt, Ihren Verbrauch zu schätzen."

Wenn Sie in der Vergangenheit Ihren Zählerstand mitgeteilt haben, wurde nach dem üblichen Verfahren für den jeweiligen Abrechnungszeitraum auch der jeweilige Zählerstand in der Abrechnung vermerkt.
Zählerstand und Verbrauch können Sie den vergangenen Abrechnungen entnehmen.
Dann ist allerdings auch ein derartiger Sprung im Verbrauch normalerweise nahezu ausgeschlossen.

Daher sollten Sie – am Besten per Einschreiben/Rückschein – Ihrem Anbieter den aktuellen Zählerstand mitteilen und eine ordnungsgemäße Abrechnung fordern.

Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben und eine vollständige und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann.
Das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung ergeben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und stehe Ihnen für eine persönliche Rechtsberatung auch über die Direktanfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de


Nachfrage vom Fragesteller 19.08.2011 | 09:32

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
habe nun eine mehr oder weniger ordentlich aufgeschlüsselte Rechnung von meinem Stromanbieter bekommen. Der Gesamtbetrag hat sich darin auf 2466,28 verringert. Daraus ist nun ersichtlicht, das die Zählerstände bis auf die Zeiträume 01.01.07-30.09.07,01.05.2008-30.09.2009 vom Netzbetreiber mitgeteilt wurden. Von mir wurde nur der letzte Zählerstand mitgeteilt, der auf der Rechnung allerdings auch als "vom Netzbetreiber angegeben" ausgewiesen ist.
Der Stromanbieter war also seit 2005 darüber informiert, das mein Stromverbrauch höher, als die Abschlagszahlungen ist. Die Abschlagszahlungen haben sich aber in den Jahren kaum erhöht, bzw. im Jahr 2010 noch verringert.
Eine Zwischenrechnung habe ich auch nie bekommen.
Nun meine Frage: Gibt es für Stromanbieter keine Verjährungsfristen? Muss ich für die ganzen Jahre nachzahlen? Hätte der Stromanbieter nicht zwischendurch schonmal eine Nachzahlung verlangen müssen?
Vielen Dank im vorraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.08.2011 | 10:34

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Die Forderung Ihres Stromversorgers verjährt nach §§ 195, 199 BGB in drei Jahren nach dem Ende des Jahres, in dem sie entstanden sind. D.h. Stromgebühren für die Jahre 2007 und früher sind daher grundsätzlich bereits Ende 2010 verjährt.

Wenn die Zählerstände wirklich vom Netzbetreiber mitgeteilt wurden können Sie daher den Teil der Forderung der sich auf diese Jahre bezieht zurückweisen.

Grundsätzlich würde der Stromlieferant bei Erhöhung des Verbrauchs die Abschlagszahlung anpassen. Allerdings wird die Forderung nicht ungültig, wenn er dies nicht getan hat, er gewährt Ihnen hierdurch ja praktisch ein zinsloses Darlehen.

Wie erwähnt sollten Sie jedenfalls den Teil der Forderung zurückweisen, der bereits verjährt ist.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

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