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Wurzeleinwuchs von geschütztem Baum: Regressforderung möglich? (Hessen)

13.10.2021 18:48 |
Preis: 60,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag!

Ich kaufte vor 20 Jahren in einer Hessischen Kleinstadt / Mittelstadt ein Grundstück mit bestehendem Haus und Garten, darunter auch eine damals bereits ca. 20m hohe Säulenpappel direkt an der Grundstücksgrenze, jedoch noch vollständig auf meinem Grundstück. Kurz darauf kaufte unser heutiger Nachbar das angrenzende Grundstück, ebenfalls mit bestehendem Haus und einer Doppelgarage im Garten direkt angrenzend zum benannten Baum.

Der Nachbar macht nun Einschränkungen bei der Nutzung seines Grundstücks geltend: Die massiven Wurzeln führen zu Rissen in seiner Garagenmauer, und die oberflächennahe Verwurzelung beeinträchtigt seine Gartennutzung. Der Baum als Verursacher erscheint plausibel. Eine Kappung der Wurzeln ist aufgrund der Baumgröße nicht möglich, ohne die Standsicherheit des Baums zu gefährden.

Der Nachbar verlangt die Fällung des Baums. Dies würde den Erholungswert meines Gartens und den Wert meines Grundstücks erheblich mindern. Mit deutlich über 90cm Stammdurchmesser (schon vor 20 Jahren) unterliegt der Baum der örtlichen Baumschutzsatzung, und eine Fällgenehmigung käme danach nur bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder falls „erhebliche Schäden entstehen, deren Beseitigung mit zumutbaren Mitteln nicht möglich ist" in Betracht.

Wenn ich nun im Sinne einer Tatsachenfeststellung eine Fällgenehmigung beantrage und diese erwartungsgemäß abgelehnt wird, muss ich dann mit Regressforderungen des Nachbarn aufgrund der genannten Emissionen rechnen? Wären solche Forderungen durch meine Gebäude-Haftpflichtversicherung abgedeckt?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

13.10.2021 | 20:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

unabhängig der Fällgenehmigung haften Sie für Wurzelwerk, wenn dieses Schäden am Nachbargrundstück anrichtet.

Eine Fällung kann der Nachbar im übrigen allerdings nicht verlangen.

In solchen Fällen muss der Besitzer des Baumes für Schäden aufkommen und die Wurzeln beseitigen.

Tut er dies nicht, darf der Nachbar nach einer angemessenen Frist selbst handeln und die Wurzeln kappen. Zudem kann er dem Baumbesitzer die Kosten für Reparaturen in Rechnung stellen. Die Voraussetzung für dieses Vorgehen ist, dass die Wurzeln tatsächlich für Schäden oder eine andere wesentliche Beeinträchtigung verantwortlich sind. Es kommt meist die Privathaftpflichtversicherung für Schäden durch Baumwurzeln auf dem Nachbargrundstück auf. Andernfalls bietet eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung Schutz.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
Falls vorhanden gerne auch über Google: https://g.page/RechtsanwaltHoffmeyer/review?rc

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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