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Wohnwertausgleich


| 25.06.2007 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,
2002 wurde ich nach 25 Ehejahren geschieden. Während dieser Zeit erbte ich nicht unerheblich.U.a. kauften wir 1989 auch von diesem Geld eine ETW.Nach der Scheidung, wurde mir durch das OLG-Düsseldorf ein Zugewinn in Höhe v. €58.000,-- zugesprochen. Mein EX-Mann konnte diese Zahlung nicht aufbringen und überschrieb mir seine Hälfte der ETW per Notar.Zum Ausgleich zahlte ich noch € 10.000,-- an ihn. Nachdem er keinen Kinderunterhalt mehr zu leisten hat, zahlt er noch € 213,-- monatlich an mich.Allerdings ohne Titel. Ich erhalte seit 1.4.07 Erwerbsunfähigkeitsrente in Höhe v.€ 936,--. Warum kann er immer noch den Wohnwertausgleich geltend machen? Liegt es daran, dass er noch Unterhalt für mich zahlt? Was ist wenn ich die Wohnung verkaufe? Hat er auch noch Anspruch auf Geld? Oder wäre es besser, die WG schon jetzt meinen Kindern zu überschreiben? Mein EX und ich haben seit 3 Jahren keinerlei Kontakt mehr, auch zu den Kindern ist das Band zerissen.
Vielen Dank für ihre Antwort

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Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie die Wohnung verkaufen, hat er keinen Anspruch auf Geld.

Das Zugewinnausgleichsverfahren ist nach Ihrer Schilderung beendet. Sie sind jetzt Eigentümerin der Wohnung und haben allein einen Anspruch auf den Kaufpreis, wenn die Wohnung verkauft wird.

Es besteht deswegen auch keine Veranlassung, die Wohnung den Kindern zu übertragen. Ihr Ex-Mann hat keine Rechte an der Wohnung. Etwas anderes würde nur gelten, wenn es gesonderte Verinabrungen gibt, die mir nicht bekannt sind.

Bei dem von Ihnen angesprochenen Wohnwertausgleich handelt es offenbar um den sogenannten Wohnwertvorteil. Dieser kommt in der Tat bei einer Unterhaltsberechnung zum Tragen.

Da Sie in Ihrer Eigentumswohnung wohnen, entfällt eine monatliche Mietzinszahlung. Diese hätten Sie üblicherweise zu zahlen. Zahlen Sie diese nicht, ergibt sich für Sie ein wirtschaftlicher Vorteil, daduruch, dass Sie in der eigegen Wohnung wohnen. Dieser Vorteil wird unter Berücksichtigung noch bestehender Belastungen in Geld ausgedrückt. Im Rahmen einer Unterhaltsberechnung wird dieser Vorteil Ihrem Einkommen/jetzt Rente zugerechnet.

Demgemäß ist es zutreffend, dass in einer Unterhaltsberechnung dieser Vorteil zu berücksichtigen ist.

Auf der anderen Seiten wären aber auch Zinseinkünfte Ihres EX-Mannes auf seiner Seite zu berücksichtigen, wenn er die 10.000,00 EUR angelegt hätte.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 25.06.2007 | 14:18

Sehr geehrte Frau True-Bohle, danke für die überaus hilfreiche Antwort. Wenn ich es richtig verstehe, kann der Wohnwertvorteil nicht mehr geltend gemacht werden, wenn ich keine Unterhaltsansprüche mehr erhebe. Z.B. wenn ich eine neue Lebensgemeinschaft eingehe und dann evtl. die Wohnung auch vermieten würde.
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.06.2007 | 14:53

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Wohnwertvorteil wird nur bei Unterhaltsberechnungen angewendet. Muss kein Unterhalt gezahlt werden, kommt ein Wohnwertvorteil nicht mehr in Betracht.

Erheben Sie keine Unterhaltsansprüche, wird auch der Wohnwertvorteil nicht mehr angerechnet. Dazu besteht dann ja auch keine Veranlassung mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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