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Wohnwagenverkauf bei eBay, Käufer verweigert Abnahme


22.09.2006 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 31.8.06 wurde mein bei eBay eingestellter, gebrauchter Wohnwagen zum Zuschlagspreis von € 535,00 verkauft. Am 1.9. mailte mir der Käufer, er habe sich damit finanziell übernommen und ausserdem kein Fahrzeug mit Anhängerkupplung!!! Ich möge mich gedulden, er würde beides binnen einer Woche besorgen können. Ausserdem habe er gleichzeitig einen weiteren Wohnwagen ersteigert!? Nach einigem Hin und Her bot der Käufer am 10.9. an, einen Teilbetrag zu überweisen, welcher auch tatsächlich am 15.9. in Höhe von € 400,00 auf meinem Konto einging! Am gleichen Tag rief er mich um 22:45 Uhr an, um anderntags morgens möglichst früh den Wohnwagen zu übernehmen. Ich liess mich darauf ein und fuhr von meinem Wohnort 210 km zum Standort des Wohnwagens. Der Käufer erschien auch und machte sofort meinen Wohnwagen regelrecht nieder mit dem Zweck, den per Auktionszuschlag vereinbarten Kaufpreis auf das Niveau zu drücken, das er zu zahlen bereit war. Er verlangte ca. 40% Nachlass, obwohl die Beschreibung nach bestem Wissen erfolgte! Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass wir einen rechtswirksamen Kaufvertrag geschlossen hätten, der ihn verpflichtet, den ersteigerten Wohnwagen zum Zuschlagspreis abzunehmen. Ausserdem habe er es nicht für nötig erachtet, während der Laufzeit der Auktion eine Besichtigung des Wohnwagens zu vereinbaren noch ausführliche Fragen zu stellen.
Hierzu meinte er nur, ihm sei die Entfernung zum Standort des Wohnwagens (in der Beschreibung angegeben) von ca. 340 km zu weit gewesen. Er lehnte die Übernahme des Wohnwagens ab, da ich nicht auf den Preis einging, den er zu zahlen bereit war und der noch erheblich unter seiner geleisteten Anzahlung lag.
Aus dem Gespräch ging hervor, dass er am gleichen und auch am Vortag weitere Wohnwagenverkäufer aufgesucht hatte, mit denen er wegen seiner Preisdrückerei ebenfalls nicht zurecht kam. Die Sache hat also Methode!
Wie sollte ich mich jetzt verhalten? Der Kaufvertrag ist durch die Abnahmeverweigerung ja wohl geplatzt? Reicht es, wenn ich dem Käufer meinen Rücktritt vom Kaufvertrag per Ebf/Rückschein mitteile, damit meine Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag erledigt sind und ich den Wohnwagen sofort freihändig anderweitig verkaufen kann? Kann ich einen etwaigen Mindererlös sowie die Kosten von eBay, meine vergebliche Hin- und Rückfahrt zum Standort des Wohnwagens von 420 km (wieviel € pro km?) und diese Anfrage mit der geleisteten Anzahlung als Schadenersatz verrechnen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:


Es ist tatsächlich ein Kaufvertrag zwischen dem Käufer und Ihnen zustande gekommen. Daher ist der Käufer verpflichtet, den Wohnwagen abzunehmen und zu bezahlen. Ich würde Ihnen empfehlen, dem Käufer einen Brief per Einschreiben zu schicken, in dem Sie ihm eine Frist zur Abnahme und Zahlung setzen. Drohen Sie ihm an, dass bei Ablauf der Frist ohne Abnahme und Zahlung Sie vom Vertrag zurücktreten und sämtliche aus dem Rechtsverhältnis erfolgten Schadensersatzforderungen gegen ihn geltend machen. Er hat zwar die Abnahme verweigert, jedoch könnte es bei einem Leugnen seinerseits zu Beweisproblemen kommen, so dass Sie durch eine Fristsetzung auf der sicheren Seite sind.

Hin- und Rückfahrt können Sie ansetzen, die Kosten von ebay, wenn sie vereinbart hatten, dass der Käufer sie trägt. Die Kosten für diese Anfrage können Sie auch ansetzen, da er sich in Verzug befindet und die Einschaltung eines Anwaltes notwendig gemacht hat. Eine Verrechnung ist möglich,aber machen sie deutlich, dass dieser Betrag nicht mehr als Vorschuss gilt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2006 | 14:23

Hallo Frau Gerlach,

danke für die rasche Antwort. Wie lange muss
die Frist zur Abnahme und Zahlung mindestens/höchstens sein?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2006 | 10:58

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund der Vorgeschichte und der Weigerung zur Abnahme, welchen Sie bitte ebenfalls in Ihren Brief aufnehmen, müßten 8 Tage Frist ab Datum des von Ihnen geschriebenen Briefes ausreichen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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