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Wohnungszuweisung Scheidung

03.06.2008 09:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Noch-Mann und ich leben seit Juni 2007 getrennt im gemeinsamen Haus mit unseren beiden Kindern (3 und 5) Die Scheidung ist nun schon soweit eingereicht und am laufen, wir haben beide jeweils neue Partnerschaften. Nun hat mein Noch-Mann ohne meine Zustimmung während meiner Abwesenheit, seine neue Partnerin zum "Einzug" ins Haus gebeten. Dieser Umstand ist für mich, sowie für meine Kinder nicht tragbar. Vor allen Dingen, da seine neue Partnerin hier "kostenfrei" lebt und mein Mann die bestehenden Unterhaltsansprüche den Kindern gegenüber seitdem mit meinem Anteil der Kreditrate für das Haus verrechnet, somit quasi auch keinen Unterhalt zahlt. Seine neue Partnerin ist, soweit mein Kenntnisstand, auch an der gemeinsamen Adresse gemeldet. Jegliche Bitte meinerseits, die Situation friedlich zu lösen, bzw. ihn zum Auszug zu bewegen, werden ignoriert. Mir steht auch nicht wirklich eine Möglichkeit offen, auszuziehen, da die Kinder hier in den Kindergarten gehen und ich auf diesen angewiesen bin, da ich auch berufstätig bin. Was habe ich für Möglichkeiten, diese Situation zu lösen?

Vielen Dank im Voraus.

MFG

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Sie haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Wohnungszuweisung bei Gericht zu stellen.

Der Antrag müßte dahin lauten, ggf. im Scheidungsverbund, Ihnen und Ihren beiden Kindern das Haus zur alleinigen Nutzung zuzuweisen.

Das Gericht wird dann eine Benutzungsregelung treffen, die - selbstverständlich - die Eigentumsverhältnisse nicht berührt.

Zur Begründung können Sie ausführen, daß die Aufnahme der Freundin Ihres Ehemanns in das Haus für Sie und die Kinder unzumutbar sei. Im übrigen ist die Verfahrensweise Ihres Ehemanns der Verrechnung mit den Kreditraten unzulässig. Auch hier rate ich im Hinblick der Verfahrensweise Ihres Ehemanns gerichtliche Schritte einzuleiten.

2.

Wenn, wie im vorliegenden Fall, Ihr getrennt lebender Ehemann seine neue Lebensgefährtin in die Wohnung aufnimmt, kann eine sogenannte schwere Härte vorliegen. Zur Vermeidung einer schweren Härte ist die Wohnungszuweisung an Sie allein gerechtfertigt.

Der Antrag auf Wohnungszuweisung könnte im Wege einer einstweiligen Anordnung gestellt werden.

3.

Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen dringend, einen Rechtsanwalt aufzusuchen, damit ein entsprechender Antrag bei Gericht eingereicht werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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