Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnungsverkauf vor evtueller Insolvenz

| 12.01.2014 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Als Geschäftsführer einer zwischenzeitlich gelöschten GmbH kommen evtl Steuernachzahlungen in 6 stelliger Höhe auf mich zu. Momentan prüft das Finanzamt noch. Ich besitze eine nicht belastete und schuldenfreie Wohnung. Darf ich die Wohnung vor der eventuellen Insolvenz an eine Freundin zum marktüblichen Wert verkaufen die mich dann gegen Miete darin wohnen lässt? Das Geld soll dem Insolvenzverfahren nicht entzogen werden sondern wird für das Verfahren auf einem Konto geparkt.Es geht nur darum die Wohnung nicht zu verlieren.

Danke für eine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Solange die Gläubiger nicht benachteiligt werden, ist ein solcher Verkauf noch möglich. Allerdings muss hier genau geprüft werden, ob eine Benachteiligung vorliegt. Hierfür wird nicht nur der Notarvertrag benötigt. Eine spätere Insolvenzanfechtung kann nur nach §§ 129ff. Inso erfolgen. Es sollte hier zunächst eine Vormerkung erfolgen, bevor der Kaufpreis gezahlt wird.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Diplom - Jurist, LL.M. Sebastian Scharrer, Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 12.01.2014 | 18:16

Zu der Sicherheit der Käuferin sollten Sie hier notariell vereinbaren, dass der Verkaufserlös direkt auf ein Festgeldkonto eingezahlt wird. Auf jeden Fall sollten Sie beim Notartermin die Problematik erörtern und ein Wertgutachten erstellen lassen. Nur so kann eine spätere Anfechtung durch den Insolvenzverwalter nach § 142 InsO verhindert werden.

Ergänzung vom Anwalt 12.01.2014 | 18:18

Auch sollte auf diesem Konto sich nur der Verkaufserlös abzüglich aller Kosten befinden und der Kontozweck hierauf hinweisen, dass bei einer ggf. erfolgten Anfechtung die Käuferin zumindestens den Schutz nach § 144 InsO genießt.

Bewertung des Fragestellers 15.01.2014 | 01:33

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Bin sehr zufrieden, besonders für den Zusatztip. Danke und gerne wieder."
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen