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Wohnungsübergabe - Kosten für Reparaturen

23.10.2017 12:03 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich habe ca.4 Jahre in einer Wohnung gewohnt. Bei meinem Einzug wiesen die Zimmertüren Mängel auf. Der Lack war an verschiedenen Stellen auf den Türen gerissen. Laut meiner kurzen Recherche entsteht dies durch unsachgemäße Lackierarbeiten. Die Dame von der Hausverwaltung sagte damals bei der Übergabe der Wohnung, dass dies Schönheitsraparaturen seien, die ggf. von mir durchgeführt werden müssen, sofern mich der gerissene Lack stört. Die Türen wurden als "okay" im Übergabeprotokoll vermerkt, der gerissene Lack nicht aufgeführt.

Ich habe die Türen nicht repariert, mich störte der gerissene Lack nicht. Beim Auszug fällt mir das jetzt auf die Füße:
Die Dame von damals arbeitet nicht mehr bei der Hausverwaltung. Die jetzt zuständige Mitarbeiterin interpretiert den gerissenen Lack als Beschädigung meinerseits und fordert die Reparatur. Sie hat einen Kostenvoranschlag eingeholt und möchte 850€ von mir.

Habe ich Möglichkeiten, für die Reparatur nicht aufkommen zu müssen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),



die Möglichkeit besteht dann, wenn Sie nachweisen können, dass die Türen diese Risse bereits beim Einzug hatten.

Das damalige Übergabeprotokoll ist zwar ein Indiz, kann aber entkräftet werden, wobei Sie allerdings voll darlegungs- und beweispflichtig aufgrund des Übergabeprotokolles sind.

Sofern die Dame dort nicht mehr beschäftigt ist, müsste dieser Beweis dann zur Zeugen, die ggfs. beim Einzug geholfen und zum Zustand der Türen etwas sagen können, geführt werden. Auch damalige Fotos wären hilfreich.

Aber selbst wenn Sie - widererwartend - die Türen streichen müssten, muss Ihnen zunächst vergeblich Gelegenheit gegeben werden, dieses Streichen selbst vorzunehmen. Erst nach Fristablauf wären Sie dann zum Ersatz verpflichtet und dabei ist dann auch der Abzug Neu-für-Alt zu berücksichtigen.



Zudem wird man nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung auch nicht von Beschädigungen im Sinne eines Schadenersatzes ausgehen können, sondern um Abnutzungserscheinungen, die im Rahmen von Schönheitsrenovierungen zu klären wären.

Ob Sie solche Schönheitsrenovierungen auch übernehmen müssten, hängt davon ab, ob die Übernahme im Mietvertrag zulässig vereinbart worden sind; der Mietvertrag wäre gesondert dazu zu prüfen. Wenn die Wohnung (vermutlich) unrenoviert übernommen worden ist, werden Schönheitsreparaturen nicht zu übernehmen sein.


Sie werden daher nach der bisherigen Sachverhaltsdarstellung nicht zur Kostentragung herangezogen werden können, schon gar nicht in der vollen Höhe..



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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